Inhalt der Pakete und weitere Informationen

OpenType-Pakete von Adobe variieren zwar abhängig davon, wie die Schriften erworben wurden, umfassen im Allgemeinen jedoch folgende Elemente:
  1. Eine Bitte-lesen-Datei im HTML-Format, die Links zu Installationsanweisungen und sonstigen Dateien enthält,
  2. eine OpenType-Schriftdatei bzw. einen Ordner mit mehreren OpenType-Schriftdateien,
  3. die Lizenzvereinbarung (End User License Agreement, EULA) im PDF-Format. In dieser Datei finden Sie die Lizenzbedingungen für die OpenType-Schrift(en). Wenn mehrere PDFs vorhanden sind, wählen Sie die PDF-Datei für das Land, in dem Sie die Schrift(en) erworben haben. Die aktuellen Lizenzbestimmungen von Adobe finden Sie auch online unter:
    www.adobe.com/de/products/type/font-licensing.html.
Hinweis: Um die Schriftpakete für den Download klein zu halten und sicherzustellen, dass die zugehörigen Materialien aktuell sind, stellt Adobe Links zu den aktuellen Versionen der Bitte-lesen-Dateien für die entsprechenden Schriften sowie die vorliegende Bitte-lesen-Datei und sonstige Informationen zu OpenType zur Verfügung. Rufen Sie hierfür den Schriftenbereich auf Adobe.de auf.

 

OpenType-Arten: Compact Font Format und TrueType

OpenType ist ein plattformübergreifendes Format für Schriftdateien, das gemeinsam von Adobe und Microsoft entwickelt wurde. Das OpenType-Format ist eine Erweiterung des TrueType-Formats SFNT, das auch OpenType CFF-Schriftdaten und neue typografische Funktionen unterstützen kann. OpenType-Schriften mit OpenType CFF-Konturen haben die Dateierweiterung „.otf“. OpenType-Schriften mit TrueType-Konturen haben die Erweiterung „.otf“, „.ttf“ oder „.ttc“. OpenType-Schriften mit OpenType CFF-Konturen verwenden das „Compact Font Format“ oder CFF zum Speichern dieser Konturen. Unter Windows 2000, XP und Vista kann per Doppelklick auf eine OpenType-Schrift eine Vorschau aufgerufen werden, die zeigt, welche Art von Konturen die Schriftdatei enthält.
Normalerweise werden beide OpenType-Arten von Adobe-Applikationen und in der PostScript-Sprache unterstützt. Beide OpenType-Arten verwenden dieselben Strukturen für die Unterstützung mehrerer Sprachen und erweiterte OpenType-Layout-Funktionen. Aus diesem Grund werden sie von Applikationen und Betriebssystemen im gleichen Maße unterstützt. Dieses Dokument bezieht sich vor allem auf technische Probleme bei der Installation und Verwendung von OpenType CFF-Schriften.

 

Systemanforderungen für PostScript-ähnliche OpenType-Schriften

Macintosh
  • Macintosh mit PowerPC® oder Intel-Prozessor
  • Mac OS 8.6 bis Mac OS 9.2 oder Mac OS X
  • ATM® Light 4.6 (4.6.2 für Mac OS X Classic)
  • ATM-Updater auf 4.6.1a/4.6.2a, wenn AdobePS 8.8 oder später verwendet wird
  • 16 MB RAM (32 MB empfohlen)
HINWEIS: Mac OS X bietet native Unterstützung für die OpenType CFF-Schriftarten von Adobe (sowie die PostScript® Type 1-Schriften). Für den Einsatz mit nativen und Carbon-Applikationen ist Adobe Type Manager (ATM) Light nicht erforderlich. Für Applikationen, die im Classic-Modus in Mac OS X verwendet werden, ist ATM Light erforderlich.
Windows
  • PC mit Pentium®-Prozessor oder höher
  • Microsoft Windows® 95, 98, ME, NT 4 (mit Service Pack 4), Windows 2000, Windows XP, Windows Vista, Windows 7/8
  • ATM Light 4.1 (nicht erforderlich für Windows 2000 oder Windows XP; nicht kompatibel mit Windows Vista)
  • 16 MB RAM (32 MB empfohlen)
HINWEIS: Windows 2000, Windows XP, Windows Vista und Windows 7/8 bieten native Unterstützung für OpenType CFF-Schriftarten (sowie PostScript® Type 1-Schriften in GDI-Programmen). Daher ist bei diesen Systemvarianten kein Einsatz von ATM Light oder des AdobePS-Druckertreibers erforderlich.

 

Probleme unter Windows

Einige Schriften erscheinen nicht im Schriftenmenü der Applikation (Verknüpfung von Schriftschnitten)
Problem:
Eine Schriftfamilie scheint installiert zu sein, aber es werden nur einige der installierten Schriften aus dieser Familie im Schriftenmenü angezeigt. Es fehlen vor allem die unterschiedlichen Schriftstärken und alle kursiven Schriften. Das Problem taucht in bestimmten Applikationen auf (z. B. Microsoft Word, Adobe PageMaker, QuarkXPress), in anderen Applikationen (wie Adobe Photoshop, Illustrator und InDesign) wiederum nicht.
Erklärung:
Die scheinbar fehlenden Schriften sind über die Schaltflächen für die Schriftschnitte „fett“ und „kursiv“ in der jeweiligen Applikation abrufbar. Es gibt zwei Möglichkeiten herauszufinden, welche Schriften mit welcher Schaltfläche verknüpft sind.
  1. Verwenden Sie die Website von Adobe. Rufen Sie www.adobe.com/de/type auf, und navigieren Sie zum Schriftenpaket, das die betreffende Schrift enthält. Klicken Sie auf die gewünschte Schrift im Paket, um die Web-Seite mit dem vollständigen Zeichensatz dieser Schrift anzuzeigen. Klicken Sie auf die Registerkarte für weitere Informationen. Im unteren Bereich der Spalte wird der Menü-Name für Windows/PC angezeigt. Hier sehen Sie, wie die Schrift im Menü von Windows-Applikationen angezeigt wird und welche zusätzlichen Schaltflächen verwendet werden müssen, um die Schriftschnitte aufzurufen.
  2. Navigieren Sie zu dem Ordner auf Ihrem Computer, in dem die scheinbar fehlenden Schriften installiert sind, und doppelklicken Sie auf jede Schrift. Im Titel des Vorschaufensters wird der Name der Schrift angegeben. Im Fenster selbst finden Sie unter „Schriftname“ den Namen, der im Schriftenmenü angezeigt wird.
Zusätzliche Informationen:
In standardmäßigen Windows-Applikationen wird die Verknüpfung von Schriftschnitten in allen Schriftformaten verwendet. Die meisten Windows-Applikationen zeigen im Schriftenmenü nur die Grundschrift von Familien mit verschiedenen Schriftschnitten an. Die zusätzlichen Schriftschnitte werden im Schriftenmenü dieser Applikationen nicht angezeigt.
Die direkte Auswahl dieser verknüpften Schriftschnitte (fett und kursiv) ist nur in wenigen Windows-Applikationen möglich, speziell in solchen, die Schriften unabhängig vom Betriebssystem verwalten (darunter Adobe Photoshop, Illustrator und InDesign). In den meisten Windows-Applikationen ist der Weg über die Verknüpfung die einzige Möglichkeit, auf einen verknüpften Schriftschnitt zuzugreifen. Schriftschnitte werden also nicht separat im Menü aufgeführt. Wenn Sie auf die Schriften zugreifen möchten, die über die Schaltflächen „fett“ und „kursiv“ in diesen Applikationen verfügbar sind, müssen Sie die Stilverknüpfungen verwenden. Eine Alternative gibt es nicht.
Anwender, die in der Regel mit einem Macintosh arbeiten (oder mit Applikationen, die direkten Zugriff auf verknüpfte Schriftschnitte bieten), gehen oft fälschlicherweise davon aus, dass jede Applikation direkt aus dem Schriftenmenü Zugriff auf kursive oder fette Varianten der Schrift bietet und dass der Zugriff auf diese Schriftschnitte über eine Verknüpfung nicht richtig funktioniert.
Beim Zugriff auf verknüpfte Schriftschnitte gibt es in den meisten Applikationen tatsächlich eine Einschränkung: Wenn der verknüpfte Schriftschnitt nicht existiert, simuliert das Windows-Betriebssystem diese Schrift, ohne darauf hinzuweisen, dass die Grundschrift einfach nur abgeschrägt oder verdoppelt wurde, um das kursive oder fette Format ungefähr nachzuahmen. Auf dem Bildschirm kann es schwierig sein, ohne genaue Überprüfung (durch Zoomen oder Ausdrucken) den Unterschied zu erkennen. Solange eine Verknüpfung zum Schriftschnitt vorhanden ist und die verknüpfte Schrift verfügbar ist, wird jedoch auf dem Bildschirm und beim Drucken der gewählte Schriftschnitt verwendet.
Hinweis:
Dieses Problem kann bei OpenType-, PostScript Type 1- und TrueType-Schriften unter Windows auftreten.
Schriften aus Dokumenten, die unter Mac OS erstellt wurden, werden unter Windows nicht richtig dargestellt
Problem:
Dokumente, die in bestimmten Applikationen unter Mac OS erstellt und dann in der Windows-Version der gleichen Applikation geöffnet werden, zeigen nicht die richtige Schrift an. Auch wenn dieselbe Schrift unter Windows installiert ist, erkennt die Windows-Version der Applikation diese Schrift nicht. Das Problem taucht in gängigen Windows-Applikationen wie Microsoft Word, Adobe PageMaker und QuarkXPress auf (jedoch nicht Adobe Illustrator, Photoshop oder InDesign).
Erklärung:
Dies ist ebenfalls auf das oben beschriebene Problem im Zusammenhang mit verknüpften Schriftschnitten zurückzuführen. Um das Problem zu vermeiden, sollten Mac-Anwender möglichst immer zuerst die Grundschrift auswählen und dann über die entsprechenden Verknüpfungen auf verknüpfte Schriftschnitte zugreifen, anstatt diese Schriftschnitte (fett oder kursiv) direkt aus dem Schriftenmenü auszuwählen.
Hintergrund:
Die meisten Informationen im Abschnitt zu verknüpften Schriftschnitten gelten auch für Mac-Anwender, mit dem Unterschied, dass das Mac-Betriebssystem auch die direkte Auswahl dieser Schriften unterstützt. Bei der Erstellung von Mac-Dokumenten, die auch unter Windows verwendet werden sollen, ist es jedoch in bestimmten Applikationen erforderlich, die Verknüpfungen zu Schriftschnitten zu verwenden, wenn sie verfügbar sind. Andernfalls wird die verwendete Schrift in der Windows-Version der Applikation nicht erkannt.
Hinweis:
Dieses Problem kann bei OpenType-, PostScript Type 1- und TrueType-Schriften unter Windows auftreten.

 

Probleme unter Mac OS

OpenType-Symbol von Schriften wird nicht angezeigt
Unter bestimmten Bedingungen kann es passieren, dass OpenType-Schriften ihr charakteristisches Symbol verlieren. In den meisten Fällen hat dies keinerlei Auswirkungen auf die Funktion der Schrift. Beim Ablegen von Schriften im Schriftenordner einer Adobe-Applikation oder im Schriftenordner unter „Application Support:Adobe“ wird die Schrift jedoch u. U. von Adobe-Applikationen nicht erkannt, obwohl sie normalerweise die Verwendung dieser Ordner unterstützen.
Mac OS X:
Stellen Sie die „Launch Services“-Voreinstellungen wieder her. Beachten Sie, dass durch diesen Vorgang benutzerdefinierte Änderungen verloren gehen können, die Sie zuvor durchgeführt haben (zum Beispiel im Fenster zum Einblenden von Informationen).
  1. Ziehen Sie die Dateien LSApplications, LSClaimedTypes und LSSchemes aus dem Ordner „/Library/Preferences“ Ihres „Home“-Verzeichnisses auf den Desktop.
  2. Starten Sie den Computer neu. Mac OS sollte die drei Dateien automatisch wiederherstellen.
Weitere Informationen:
Adobe verpackt die OpenType-Schriften so, dass sie beim Entpacken mit dem richtigen Symbol versehen werden. Unter Mac OS 8 und 9 werden die Codes für Typ und Ersteller zusammen mit der Desktop-Datenbankdatei verwendet, um den Dateien die richtigen Symbole zuzuordnen. Wenn diese Codes fehlen oder die Desktop-Datenbank beschädigt ist, werden die Symbole eventuell nicht korrekt angezeigt. Durch das Verschieben von OpenType-Schriften aus anderen Betriebssystemen wie Windows oder Unix kann der Mac OS-Ressourcenzweig einschließlich der enthaltenen Codes für Typ und Ersteller und der benutzerdefinierten Symbole beschädigt oder gelöscht werden. Das standardmäßige OpenType-Symbol wird angezeigt, wenn der Dateityp „sfnt“ und der Ersteller „ATMC“ ist.
Mac OS X verwendet entweder Codes für Typ und Ersteller oder Dateierweiterungen, um die zu verwendenden Dateitypen und Symbole zu ermitteln. Diese Informationen werden in den „Launch Services“-Voreinstellungen gespeichert.
TrueType-ähnliche OpenType-Schriften
TrueType-ähnliche OpenType-Schriften (.ttf) werden von Mac-Versionen vor OS X grundsätzlich nicht unterstützt. Einige Adobe-Applikationen wie Photoshop, Illustrator und InDesign können diese Schriften verwenden, wenn sie in einem Schriftenordner innerhalb des Stammordners der Applikation platziert werden. Alle Applikationen, die auf OS X ausgeführt werden (außerhalb der Classic-Umgebung), unterstützen diese Schriften.
Aktuelle Probleme
Kerning in ATSUI-Applikationen:
Applikationen, die die Apple Type Services for Unicode Imaging-Engine (ATSUI) verwenden (z. B. Keynote und Pages), können bei zahlreichen OpenType-Schriften keine Kerning-Werte anwenden. Adobe arbeitet mit Apple an einer Lösung dieses Problems.
Verknüpfung von Schriftschnitten in Carbon- oder nativen Applikationen:
Wie nachfolgend erwähnt, wurde dieses Problem bereits in Version 10.2.3 behoben, jedoch tauchte es in Version 10.4 wieder auf. Für Mac OS X 10.4.9 wurde das Problem erneut gelöst.
Kerning in Cocoa-Applikationen:
Die native Unterstützung von Mac OS X bis (mindestens) 10.2.4 umfasst keine Unterstützung für Kerning-Informationen bei OpenType CFF- und Type 1-Schriften. Das heißt, Cocoa-Applikationen unter OS X, die vom Betriebssystem abhängig sind, um Kerning-Informationen bereitzustellen (anstatt die OpenType-Schrift direkt zu lesen), behandeln die Schrift so, als wäre kein Kerning festgelegt.
Optische Varianten der Schriftenpalette unter OS X:
In einigen Applikationen unter Mac OS X erfolgt die Auswahl von Schriften über die neue Schriftenpalette anstatt über die bisherigen Schriftenmenüs. Wenn in solchen Applikationen Schriftfamilien mit Varianten unterschiedlicher optischer Größen vorhanden sind, wie z. B. „Überschrift“ (display), „untergeordnete Überschrift“ (subhead) und „Bildunterschrift“ (caption), kann es vorkommen, dass die Schrift „normaler Text“ (regular) in der Schriftenpalette nicht angezeigt wird. Dieses Problem tritt unter Mac OS X bis 10.2.8 auf und wurde in Mac OS X 10.3 behoben.
Probleme, die in den Versionen 10.2.3 und 10.4.9 behoben wurden
Verknüpfung von Schriftschnitten in Carbon- oder nativen Applikationen:

Die native Unterstützung von OpenType OTF-Schriften unter Mac OS X umfasste zunächst keine Unterstützung für die Verknüpfung von Schriftschnitten in OTF-Schriften. Das bedeutet, Carbon- oder native Applikationen unter OS X, die vom Betriebssystem abhängig sind, um Informationen zur Verknüpfung von Schriftschnitten bereitzustellen, behandeln die Schriften so, als würden sie keine Stilverknüpfungen umfassen. Dies führt dazu, dass die Schaltflächen für die Schriftschnitte „fett“ und „kursiv“ entweder nicht funktionieren oder die Erstellung synthetisierter Stile (verwischt oder abgeschrägt) veranlassen, anstatt auf die korrekte Schrift zuzugreifen. Das kann wiederum zur Folge haben, dass beim Öffnen oder Importieren eines Dokuments, das auf einem früheren Betriebssystem mit OpenType OTF-Schriften inklusive verknüpfter Schriftschnitte erstellt wurde, die korrekte Schrift nicht gefunden wird. Workaround: Bei Applikationen wie Adobe InDesign, Photoshop und Illustrator, die mit der Schrift-Engine von Adobe ausgestattet sind, kann das Problem umgangen werden, indem die Schriften im Schriftenordner der Applikation oder im Ordner „Application Support:Adobe:Fonts“ abgelegt werden. Dieses Problem wurde in Mac OS X 10.2.3 bis 10.3.9 behoben, trat in Version 10.4.0 wieder auf und wurde in Version 10.4.9 erneut gelöst. Mac OS X 10.2.2 unterstützt Verknüpfungen mit Schriftschnitten, jedoch kann es manchmal zu fehlerhaften oder unerwarteten Ergebnissen kommen.
Probleme, die in Version 10.2 behoben wurden
Kerning in Carbon- oder nativen Applikationen:
Die native Unterstützung von OpenType OTF unter Mac OS X 10.0 und 10.1 umfasst keine Unterstützung für Kerning-Informationen innerhalb einer Schrift. Das heißt, native oder Cocoa-Applikationen unter OS X, die vom Betriebssystem abhängig sind, um Kerning-Informationen bereitzustellen (anstatt die OpenType-Schrift direkt zu lesen), behandeln die Schrift so, als wäre kein Kerning festgelegt. Dieses Problem hat keine Auswirkung auf Adobe-Applikationen, die mit der Schrift-Engine von Adobe ausgestattet sind, wie Adobe InDesign, Photoshop und Illustrator. Auch Applikationen, die noch nicht auf Carbon umgestellt wurden, wie PageMaker und FrameMaker, sind von diesem Problem nicht betroffen. Dieses Problem wurde für Mac OS X 10.2 behoben.
Nicht-ASCII-Zeichen in Carbon-QuickDraw-Applikationen:
Trotz nativer OpenType OTF-Unterstützung unter Mac OS X 10.0 und 10.1 werden in Carbon-QuickDraw-Applikationen einige Nicht-ASCII-Zeichen nicht richtig dargestellt. Nicht-ASCII-Zeichen sind alle Zeichen im Bereich 128-255 des MacRoman-Zeichensatzes, die über die Wahltaste oder die Wahl- + Umschalttaste eingegeben werden. In Carbon-Applikationen, deren Bildschirmdarstellung noch auf QuickDraw basiert (statt auf ATSUI oder der Schrift-Engine von Adobe), werden einige dieser Zeichen als andere oder als nicht definierte Zeichen dargestellt. Trotz falscher Darstellung auf dem Bildschirm werden die Zeichen auf Geräten mit und ohne PostScript-Unterstützung korrekt ausgedruckt. Dieses Problem wurde für Mac OS X 10.2 behoben.

 

Symbol- und Pi-Schriften

OpenType-Schriften von Adobe sind mit nahezu allen aktuellen Applikationen, Betriebssystemen und Ausgabegeräten kompatibel. Die Symbol- oder Pi-Schriften von Adobe im OpenType-Format verwenden jedoch Code-Punkte in Unicode, die nicht zu den standardmäßigen Windows- und Mac-Zeichensätzen gehören. (Unicode ist ein plattformunabhängiger Standard für Text-Codierung, bei dem jedes Zeichen innerhalb einer Schrift einem eindeutigen Wert zugeordnet wird. Dieser Wert dient dem Zugriff auf das entsprechende Zeichen.) Dies führt dazu, dass die Pi- und Symbolzeichen in OpenType-Schriften in den meisten Applikationen nicht über die normale Tastatur aufgerufen werden können. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in den Pi-Schriftinformationen (PDF)

 

Inkonsistente Brüche in OpenType-fähigen Applikationen

OpenType-Schriften von Adobe unterstützen Brüche in der Regel auf einer von drei Ebenen:
  1. Standard
  2. Zähler/Nenner (oft mit umfangreichen Vorlagen)
  3. Frei definierbare Brüche
Schriften in der ersten Kategorie umfassen in der Regel nur die Brüche 1/2, 1/4 und 3/4. Der Zugriff auf diese Brüche ist mithilfe der Layout-Funktion für Brüche von OpenType möglich.
Schriften in der zweiten Kategorie umfassen meist Drittel und Achtel sowie die drei oben genannten Standardbrüche. In diesen Schriften können die Zähler- und Nenner-Funktionen von OpenType verwendet werden, um auf die Zähler und Nenner zuzugreifen. Ein eingegebener Schrägstrich wird jeweils in einen Bruchstrich umgewandelt.
Im Laufe der Weiterentwicklung von OpenType hat man herausgefunden, wie frei definierbare Brüche erstellt werden können, und damit die dritte Kategorie ins Leben gerufen. Mit demselben Glyphensatz, auf dem auch die Schriften in Kategorie 2 basieren, sowie der OpenType-Funktion für Brüche kann nun jeder beliebige Bruch gebildet werden, beispielsweise 1.023,2/14.077.
Bei jeder Überarbeitung einer Schrift in Kategorie 2 wurde sie auch für die Bruchdarstellung nach Kategorie 3 aktualisiert. Bis Mitte 2008 wurden alle Schriften diesbezüglich aktualisiert. Beachten Sie, dass die Bruchfunktion für neuere OpenType-Schriften wie Garamond Premier Pro, Arno Pro und Hypatia Sans Pro zusätzliche Glyphen für Satzzeichen umfasst (Punkt, Komma, Leerstelle, linke und rechte Klammer), sodass Sprachen mit unterschiedlichen numerischen Trennzeichen unterstützt werden.
Es ist wichtig zu wissen, dass mit der Bruchfunktion für Schriften in Kategorie 3 auch Zahlen und Satzzeichen geändert werden könnten, die keine Brüche sind. Es ist also darauf zu achten, die Formatierung gezielt auf die Zahlen und Zeichen innerhalb des Bruchs anzuwenden. Selbst wenn Schriften verwendet werden, die davon nicht betroffen sind, besteht die Möglichkeit, dass die Schrift später geändert oder durch eine neuere Version ersetzt wird. Adobe empfiehlt daher, diese Technik auch für Schriften anzuwenden, bei denen zunächst keine Gefahr besteht, unabsichtlich Zahlen in Brüche umzuwandeln.

 

Verhalten von polytonischem Griechisch

Einige OpenType Pro-Schriften von Adobe wie Minion Pro, Garamond Premier Pro, Arno Pro und Hypatia Sans Pro enthalten einen vollständigen Zeichensatz polytonischer (altgriechischer) Glyphen. Folgendes Verhalten ist sowohl in OpenType- als auch in Nicht-OpenType-fähigen Applikationen zu erwarten:
  • Diakritische Zeichen werden bei Großbuchstaben standardmäßig angezeigt.
  • Wenn der gesamte Text in Großbuchstaben, Kleinbuchstaben oder in Kapitälchen dargestellt wird, verschwinden die diakritischen Zeichen aller Glyphen, mit Ausnahme von Iota (und Iota SC) mit Trema und Ypsilon (und Ypsilon SC) mit Trema. Das heißt, Iotadieresistonos (Iota mit Trema und Tonos), Iotadieresisacute (Iota mit Trema und Akut), Iotadieresistilde (Iota mit Trema und griechischem Zirkumflex) und Iotadieresisgrave (Iota mit Trema und Gravis) zeigen bis auf das Trema keine diakritischen Zeichen mehr an. Dasselbe gilt für Ypsilon.
  • Großbuchstaben und Kapitälchen ohne diakritische Zeichen können in manchen Schriften (wie Garamond Premier Pro und Arno Pro) mit einem Formatsatz überschrieben werden, der diese Zeichen sichtbar macht. Sowohl Garamond Premier Pro als auch Arno Pro basieren auf traditionellen Stilen, die auf Basis von Referenzen aus früheren Zeiten nachgebildet werden können, in denen griechische Großbuchstaben und Kapitälchen noch mit diakritischen Zeichen dargestellt wurden.
Bei der ersten Version von Garamond Premier Pro werden Großbuchstaben in Nicht-OpenType-fähigen Applikationen standardmäßig ohne diakritische Zeichen angezeigt. Das Verhalten in Bezug auf die Darstellung diakritischer Zeichen in Minion Pro-Versionen bis 2.015 ist weniger komplex als in Garamond Premier Pro und Arno Pro (alle Formen werden nur mit diakritischen Zeichen angezeigt). Das komplexere Verhalten wird möglicherweise in einer zukünftigen Version verfügbar sein.

 

Kompatibilität mit Applikationen und Probleme in der Vergangenheit

Allgemeines
Wenn Sie die neueste Version von ATM Light oder ein Betriebssystem wie Windows Vista, Windows XP, Windows 2000 oder Mac OS X (mit nativen Applikationen) verwenden, das native OpenType-Unterstützung bietet, sollten OpenType CFF-Schriften in nahezu allen Applikationen problemlos verwendet werden können. Einige Applikationen, die Schriften vollständig oder teilweise anstelle des Betriebssystems verarbeiten, müssen jedoch eventuell aktualisiert werden, damit sie OpenType CFF-Schriften erkennen und rendern können (siehe unten).
Applikationsspezifische Probleme (alphabetisch nach Applikation)
AutoCAD (Windows):
Unterstützt nur TrueType-Schriften und zeigt keine OpenType CFF- oder Type 1-Schriften in Schriftenmenüs an.
CorelDraw 9, 10, 11 und X3 (Windows):
Für einige OpenType CFF-Schriftfamilien werden in CorelDraw 9, 10, 11 und X3 für Windows bestimmte Schriftstärken nicht im Schriftenmenü angezeigt. Grundschriften und damit verknüpfte Schriftschnitte im fetten Format werden normalerweise richtig angezeigt. Zusätzliche Schriftstärken, die im Schriftenmenü von CorelDraw separat angezeigt werden sollten, erscheinen jedoch nicht. Zum Beispiel ist die normale und fette Version einer Schrift verknüpft, während die halbfetten Schriften nicht im Schriftenmenü von CorelDraw erscheinen.
Corel Ventura 8 (Windows):
In Corel Ventura 8 für Windows lassen sich bestimmte Schriftstärken von einigen OpenType CFF-Schriftfamilien nicht drucken. Dieses Problem scheint in den gleichen Fällen aufzutreten wie oben für CorelDraw genannt.
Corel WordPerfect 9 (Windows):
In Corel WordPerfect 9 für Windows werden die Schriften aus bestimmten OpenType CFF-Schriftfamilien mit extrem unregelmäßigen Abständen angezeigt. Je nach Drucker und Treiber kann sich dieses Problem auf das Druckergebnis auswirken. Dieses Problem scheint in den gleichen Fällen aufzutreten wie oben für CorelDraw genannt.
FrameMaker® 6.0 (Windows):
Wenn der Menüname einer OpenType-Schrift akzentuierte Zeichen enthält (zum Beispiel Orgánica GMM Semiserif), erkennt FrameMaker 6.0 für Windows diese Zeichen nicht und zeigt den Schriftnamen im Menü eventuell nicht richtig an. Die Schrift kann dennoch problemlos angewendet werden. FrameMaker für Windows zeigt zudem eine Fehlermeldung an, wenn ein Dokument aus FrameMaker für Macintosh mit einer solchen Schrift geöffnet wird. Die Schrift wird jedoch korrekt angezeigt und gedruckt.
Freehand 10 (Mac OS X):
Freehand 10 generiert einen Fehler beim Drucken unter OS X, wenn eine OpenType CFF-Schrift eine große Anzahl Glyphen enthält (ungefähr ab 1.100). Workaround: Verwenden Sie Freehand 8 oder 9, oder verwenden Sie Freehand 10 unter OS 9.
Wenn in Freehand 10 direkt aus dem Schriftenmenü heraus auf Schriftschnitte zugegriffen wird, kann es passieren, dass die Schriften nicht korrekt gedruckt werden, obwohl sie auf dem Bildschirm richtig angezeigt werden. Das gilt nur für Schriften, die auch über eine Verknüpfung für die Schriftschnitte „fett“ und „kursiv“ verfügbar sind. Workaround: Während Sie alle Grundschriften direkt aus dem Schriftenmenü heraus verwenden können, sollten Sie Schriften im fetten oder kursiven Format immer über das Popup-Menü für Stile auswählen, um das korrekte Druckbild dieser Schnitte sicherzustellen.
Freehand 8 (Windows):
Freehand 8 druckt OpenType CFF-Schriften auf PostScript-Druckern fälschlicherweise als Courier aus. Auf Nicht-PostScript-Druckern erfolgt der Druck jedoch fehlerfrei. Dieses Problem tritt nur in der Windows-Version auf.
Microsoft Excel 2000 und Excel XP (Windows 2000 und Windows XP):
Bei Verwendung der Windows-Zeichentabelle zum Kopieren/Einfügen zahlreicher gängiger mathematischer oder griechischer Zeichen werden diese Zeichen in Excel 2000 durch generische Versionen ersetzt. Excel 97, Word 97, Word 2000, Office 2003 und Office 2007 sind von diesem Problem nicht betroffen.
Microsoft Visio (Windows):
Unterstützt nur TrueType-Schriften und zeigt keine OpenType CFF- oder Type 1-Schriften in den Listen der Schriftenmenüs an.
Microsoft Windows-Zeichentabelle (Windows 2000/XP/Vista):
Die Windows-Zeichentabelle zeigt Leerstellen oder Aufzählungszeichen für alle undefinierten Zeichen in einer OpenType CFF-Schrift an, anstatt sie zu übergehen. Zusätzlich werden für eine Reihe von Sprachen aus dem Nahen Osten und Indien Glyphen angezeigt, die in den Schriften nicht vorhanden sind. Aus diesem Grund kann es schwierig sein, zu erkennen, welche Zeichen eine Schrift tatsächlich unterstützt, weil die Zeichentabelle mühsam durchsucht werden muss.
Hinzu kommt, dass f-Ligaturen (FB00-FB04) eventuell nur in TrueType-Schriften angezeigt werden, obwohl fast alle Zeichen aus der Zeichentabelle ausgewählt und problemlos in Unicode-Applikationen (wie Microsoft Office) eingefügt werden können. Auch wenn eine OpenType CFF-Schrift ausgewählt ist, kann es sein, dass die Ligatur in der TrueType- oder OpenType-Schrift (.ttf) dargestellt wird, die der Schrift am ähnlichsten ist. Dieses Problem scheint unter Windows XP SP2, Windows Vista und Office 2003/2007 nicht mehr aufzutreten (das heißt, die korrekten Glyphen werden eingefügt).
Microsoft Word® 2000 und XP (Windows NT/2000/XP):
Die Microsoft Word-Funktion zum Einfügen von Symbolen erkennt OpenType CFF-Schriften nicht als Schriften mit erweiterten Zeichensätzen. Stattdessen wird nur die aktuelle Code-Seite angezeigt.
Microsoft Word X (Mac OS X):
In Microsoft Word X werden OpenType OTF-Schriften eventuell nicht in Stildefinitionen gespeichert. Wenn Sie einen Stil mithilfe einer OpenType-Schrift definieren, kann es sein, dass die Schrift beim Speichern des Stils in Times umgewandelt wird. Dieses Problem wurde in Version 10.1.2 und späteren Updates von Word X behoben.
Microsoft Word X (Mac OS X):
Einige OpenType Pro-Schriften lassen sich nicht korrekt in ein Word-Dokument eingeben. Dieses Problem tritt vor allem bei Pro-Schriften auf, die Glyphen für mitteleuropäische Sprachen umfassen und im unteren Bereich des Schriftenmenüs von Word aufgeführt werden. Beim Platzieren des Cursors in der Mitte eines Worts oder am Ende einer Zeile von Text im OpenType Pro-Format wird die Schrift in die standardmäßige MS Word-Schrift umgewandelt. Wenn Sie den Cursor an das Ende einer Textzeile platzieren und zu tippen beginnen, erscheint der gesamte nachfolgende Text in der standardmäßigen MS Word-Schrift. Workaround: Dieses Problem kann in vielen Fällen behoben werden, wenn Sie in Word unter „Einstellungen > Bearbeiten“ die Option „Schrift der Tastatur anpassen“ deaktivieren.
PageMaker 7.x (Windows):
In PageMaker 7.x werden neuere OpenType CFF-Schriften (wie Arno Pro und Hypatia Sans Pro) auf PostScript-Druckern als Courier gedruckt. Auf Druckern ohne PostScript-Funktion erfolgt die Ausgabe jedoch fehlerfrei.
QuarkXPress 6.x (Mac OS X):
Beim Drucken bestimmter OpenType-Schriften in QuarkXPress® 6.x erscheint die Fehlermeldung, dass die Schrift vermutlich beschädigt ist und durch Courier ersetzt wird. Klicken Sie einfach auf „OK“, und fahren Sie fort. Normalerweise wird die Schrift trotzdem korrekt gedruckt. Ein Workaround zur Vermeidung dieser Fehlermeldung wird von Quark auf der folgenden Web-Seite bereitgestellt: http://www.quark.com/service/desktop/downloads/details.jsp?idx=545
Quark Xpress 6.5 (Mac OS X 10.4.x):
In Quark Xpress 6.5 unter Mac OS X 10.4.x kann es vorkommen, dass die Abstände von OpenType-Zeichen bei bestimmten Zoom-Faktoren auf dem Bildschirm ungleichmäßig wirken. Bei Zoom-Faktoren in Zehnerschritten (100 %, 110 %, 120 % usw.) werden die Schriften korrekt dargestellt, bei anderen Zoom-Faktoren wie 162 % oder 123 % kann der Zeichenabstand ungleichmäßig wirken. Dies hat keine Auswirkung auf die Druckausgabe.
Suitcase 10 (Mac OS):
In Extensis Suitcase 10 können OpenType-Schriften nur unter Mac OS X und nur in Carbon- oder nativen Applikationen (keinen Classic-Applikationen) aktiviert werden. Unter Mac OS 8 oder 9 (nicht Classic) können Sie dies umgehen, indem Sie ATM Deluxe statt Suitcase verwenden.

 

Technischer Support

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