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Erstellt:
21 February 2006

Auszug aus „Real World Adobe Photoshop CS2“ von Bruce Fraser und David Blatner.

Aktionen für die Stapelverarbeitung von Rohbildern zu erstellen, ist relativ einfach. Sie müssen sich keine Gedanken darüber machen, ob die Aktion auch bei Dateien funktioniert, die bereits über Ebenen oder Alphakanäle verfügen oder die nicht den RGB-Farbraum verwenden. Sie arbeiten immer mit einer bekannten Größe.

Denken Sie daran, dass, wenn Ihre Aktionen andere Aktionen aufrufen, die anderen Aktionen in die Aktionen-Palette von Adobe® Photoshop® CS2 geladen werden müssen. Ansonsten schlägt die aufrufende Aktion fehl, da die aufgerufene Aktion nicht gefunden wird. Eine einfache Lösung ist, alle Aktionen, von denen andere Aktionen abhängen, im selben Set wie letztere zu speichern.

Einfache Aktion – Als JPEG speichern

Lassen Sie uns mit einer einfachen Aktion anfangen, bei der ein Rohbild in seiner Originalauflösung geöffnet und als JPEG-Datei mit höchstmöglicher Qualität im sRGB-Farbraum gespeichert wird.

1. Erstellen Sie ein Aktionsset.

Beginnen Sie, indem Sie ein neues Aktionsset namens „Stapelverarbeitung“ erstellen, in dem Sie die Aktionen speichern, die Sie in diesem Lehrgang erstellen.

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Um ein Aktionsset zu erstellen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Neues Aktionsset“, geben Sie einen Namen ein und klicken Sie anschließend auf „OK“. Das neue Set wird in der Aktionen-Palette angezeigt.

2. Erstellen Sie eine neue Aktion.

Wählen Sie, bevor Sie die Aktion erstellen, in Bridge ein Rohbild aus, auf das bereits benutzerdefinierte Camera Raw-Einstellungen angewendet wurden. Auf diese Weise können Sie, wenn Sie die Aktion erstellt haben, sofort und ohne weitere, unnötige Schritte aufzuzeichnen (Dateien auswählen usw.) mit der Aufzeichnung beginnen und die Camera Raw-Einstellung „Ausgewähltes Bild“ korrekt aufzeichnen.

Klicken Sie jetzt in der Aktionen-Palette in Photoshop auf das Symbol „Neue Aktion“, geben Sie einen Namen für die Aktion ein (z. B. „Als JPEG speichern“) und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche zum Beginnen der Aufzeichnung, um das Dialogfeld zu verlassen und mit der Aufzeichnung der Aktion zu beginnen.

3. Zeichnen Sie den Schritt „Öffnen“ auf.

Wechseln Sie, nachdem Sie mit der Aufnahme begonnen haben, wieder zu Bridge und öffnen Sie das Bild in Camera Raw, indem Sie Strg/Befehl + O drücken. (Sie müssen das Bild mit Camera Raw in Photoshop öffnen.) Das Camera Raw-Dialogfeld wird geöffnet.

Wenn Sie die Aktion „Stapelverarbeitung“ verwenden, wird das Camera Raw-Dialogfeld nicht angezeigt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie die richtigen Einstellungen vornehmen, wenn Sie diesen Schritt aufzeichnen. Sie müssen im Camera Raw-Dialogfeld mehrere Schlüsseleinstellungen für diese Aktion vornehmen.

  • Wählen Sie im Menü „Einstellungen“ die Option „Bildeinstellungen“ aus, damit das Bild mit den benutzerdefinierten Originaleinstellungen geöffnet wird, und nicht mit denen, die Sie für dieses Bild ausgewählt haben.

  • Wählen Sie im Dropdown-Menü „Farbraum“ die Option „sRGB“ aus, um ein konvertiertes Bild zu erstellen, dass sich bereits im sRGB-Farbraum, dem Standardfarbraum für das Internet, befindet.

  • Wählen Sie im Menü für die Tiefe den Eintrag „8 Bit/Kanal“ aus, da Sie lediglich JPEG-Dateien speichern (die nur 8-Bit-Kanäle unterstützen) und diese Aktion keine Vorgänge beinhalten wird, für die eine höhere Bittiefe nützlich wäre.

  • Legen Sie im Menü „Größe“ die gewünschte Größe fest (in diesem Fall 1536 x 1024).

  • Legen Sie im Feld „Auflösung“ eine Auflösung von 72 ppi fest (wenn wir einmal davon ausgehen, dass Bilder im Internet eine Auflösung von 72 ppi haben).

Klicken Sie anschließend auf „OK“, um das Bild zu öffnen. (Falls die Warnmeldung über Profilfehler angezeigt wird, klicken Sie auf „OK“, um sie zu schließen. Dies wird in der Aktion nicht aufgezeichnet und Sie unterdrücken die Meldung sowieso, wenn Sie die Aktion „Stapelverarbeitung“ verwenden.) Das Bild wird geöffnet und der Schritt „Öffnen“ wird in der Aktionen-Palette angezeigt.

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Wenn Sie den Schritt „Öffnen“ aufzeichnen, ist es wichtig, dass im Menü „Einstellungen“ die Option „Bildeinstellungen“ ausgewählt ist und die Workflow-Einstellungen so sind, wie sie für die Stapelverarbeitung sein sollen.

4. Zeichnen Sie den Schritt „Speichern“ auf.

Um den Schritt „Speichern“ aufzuzeichnen, wählen Sie im Menü „Datei“ die Option „Speichern unter“ oder drücken Sie Strg/Befehl + Umschalt + S. Das Dialogfeld „Speichern unter“ wird angezeigt. Der Dateiname und der Speicherort, den Sie hier angeben, haben keinen Einfluss auf den Stapelverarbeitungsprozess. Wir verwenden meistens ganz offensichtlich unsinnige Namen, z. B. „foo.jpg“ und speichern die Datei auf dem Desktop, damit wir sie später schnell in den Papierkorb verschieben können.

In diesem Beispiel müssen Sie als Format „JPEG“ festlegen. Aktivieren Sie auch alle anderen Einstellungen in diesem Dialogfeld, die die Aktion umfassen soll. Klicken Sie anschließend auf „Speichern“, um zum Dialogfeld „JPEG-Optionen“ zu gelangen, legen Sie die gewünschte Qualität fest, wählen Sie unter „Format-Optionen“ die Option „Baseline (Standard)“ aus, um maximale Kompatibilität mit der Software zur JPEG-Anzeige zu gewährleisten, und klicken Sie dann auf „OK“. Die Datei wird auf dem Desktop unter dem Namen „foo.jpg“ gespeichert und der Schritt „Speichern“ wird in der Aktionen-Palette angezeigt. Schließen Sie anschließend das geöffnete Dokument, sodass in der Aktionen-Palette der Schritt „Schließen“ angezeigt wird.

5. Beenden und speichern Sie die Aufzeichnung.

Klicken Sie als Letztes in der Aktionen-Palette auf die Schaltfläche zum Beenden, um die Aufzeichnung zu stoppen. In Photoshop können Sie keine einzelnen Aktionen auf der Festplatte speichern – nur Aktionssets. Wenn Sie also eine Aktion unmittelbar nach dem Erstellen speichern möchten, müssen Sie in der Aktionen-Palette das Aktionsset auswählen, das die Aktion enthält, und anschließend im Palettenmenü der Aktionen-Palette die Option „Aktionen speichern“ wählen.

Tipp: Sie sollten die Aktion jetzt speichern. Beachten Sie, dass die Aktionen, bis Sie sie mit dem Befehl „Aktionen speichern“ speichern, nur in den Photoshop-Voreinstellungen vorhanden sind. Diese werden nur aktualisiert, wenn Sie die Anwendung auf „normale“ Weise verlassen (über den Befehl „Beenden“). Wenn Photoshop abstürzt oder ein Stromausfall auftritt, gehen sämtliche nicht gespeicherten Aktionen verloren. Wenn Ihre Aktionen also auch nur ein wenig komplexer sind, sollten Sie sie speichern, bevor Sie irgendetwas anderes tun. Sie können Aktionen an jedem beliebigen Ort speichern, doch wenn sie automatisch in der Aktionen-Palette angezeigt werden sollen, auch wenn die Photoshop-Voreinstellungen gelöscht wurden, sollten Sie sie im Ordner „Adobe Photoshop CS2/Vorgaben/Photoshop-Aktionen“ speichern.

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Speichern Sie das Aktionsset.

Wenn Sie die Schritte in der Aktionen-Palette erweitern, indem Sie (wenn vorhanden) auf die kleinen Dreiecke neben den Aktionen klicken, können Sie sehen, was für jeden Schritt aufgezeichnet wurde (siehe Abb. 11-82). Wenn Sie diese Aktion in der Stapelverarbeitung verwenden und die entsprechenden Optionen zum Überschreiben ausgewählt sind (siehe die Regeln zur Stapelverarbeitung), werden die von Ihnen aufgezeichneten Dateinamen und Speicherorte von den Einstellungen im Dialogfeld für die Stapelverarbeitung außer Kraft gesetzt. Alle anderen hier von Ihnen aufgezeichneten Einstellungen – die Workflow-Einstellungen für Camera Raw und die JPEG-Speicheroptionen – werden berücksichtigt.

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Speichern Sie die Aktion als JPEG-Aktion.

Varianten

Sie können Varianten dieser Aktion erstellen, indem Sie verschiedene Schritte des Typs „Öffnen“ und „Speichern“ erstellen. Beispielsweise können Sie größere JPEG-Dateien erstellen, indem Sie die Größeneinstellung im Camera Raw-Dialogfeld ändern, und Miniaturen einbetten oder JPEG-Dateien mit einer geringeren Qualität erstellen, indem Sie in den Dialogfeldern „Speichern unter“ bzw. „JPEG-Optionen“ die entsprechenden Einstellungen auswählen. Um Ihre Datei in einem anderen Format mit anderen Optionen zu speichern, wählen Sie einfach das gewünschte Format und die gewünschten Optionen aus, wenn Sie den Schritt „Speichern“ aufzeichnen.

Komplexe Aktion – zum Bearbeiten speichern

Jetzt versuchen wir es einmal mit einem etwas komplexeren Beispiel – einer Aktion, bei der TIFF-Dateien mit 16 Bit pro Kanal und mit Einstellungsebenen für die endgültige Bearbeitung in Photoshop erstellt werden. Diese Aktion eignet sich für eindrucksvolle Bilder, die manuell in Photoshop bearbeitet werden sollen. Die Bearbeitungen werden hierbei nicht automatisch vorgenommen, da sie höchstwahrscheinlich für jedes Bild in einem Stapel unterschiedlich sind. Stattdessen wird ein großer Teil der sich wiederholenden Routinearbeiten, die erforderlich sind, wenn ein Bild zur Bearbeitung eingerichtet wird, automatisch erledigt. Auf diese Weise sind alle erforderlichen Einstellungsebenen bereits vorhanden, wenn Sie ein Bild zur Bearbeitung öffnen, und Sie können sofort loslegen. (Und wenn Sie sie doch nicht benötigen, können Sie sie später löschen.)

1. Erstellen Sie die neue Aktion.

Sie können diese Aktion im selben Set wie die vorherige aufnehmen, da sie ebenfalls der Rohverarbeitung dient. Wählen Sie, wie auch zuvor, bevor Sie mit der Aufzeichnung der neuen Aktion beginnen, in Bridge ein Bild aus, auf das bereits benutzerdefinierte Camera Raw-Einstellungen angewendet wurden. Klicken Sie anschließend in der Aktionen-Palette auf das Symbol „Neue Aktion“, geben Sie ins Dialogfeld „Neue Aktion“ einen Namen ein (z. B. „Zur Bearbeitung speichern“) und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche zum Aufzeichnen, um mit der Aufzeichnung zu beginnen.

2. Zeichnen Sie den Schritt „Öffnen“ auf.

Beginnen Sie, wie auch zuvor, indem Sie Camera Raw aus Bridge starten; drücken Sie hierzu Strg/Befehl + O. Im Camera Raw-Dialogfeld muss wiederum unter „Einstellungen“ die Option „Ausgewähltes Bild“ aktiviert sein. Dieses Mal nehmen Sie jedoch andere Workflow-Einstellungen vor.

  • Wählen Sie im Menü „Farbraum“ die Option „ProPhoto RGB“ aus. Dies ist der Farbraum, den wir bevorzugen.

  • Legen Sie im Menü für die Tiefe 16 Bit pro Kanal fest, da die Bearbeitungen in Photoshop im Modus für den 16-Bit-Kanal vorgenommen werden sollen.

  • Wählen Sie im Menü „Größe“ die native Auflösung der Kamera aus.

  • Geben Sie ins Feld „Auflösung“ den Wert „240 ppi“ ein, da Sie beim Überprüfen der Änderungen höchstwahrscheinlich einen Tintenstrahldrucker mit einer Druckauflösung von 240 ppi verwenden (siehe Kapitel 13 zur Speicherung und Ausgabe von Bildern).

Klicken Sie anschließend auf „OK“, um das Bild zu öffnen. Das Bild wird geöffnet und der Schritt „Öffnen“ wird in der Aktionen-Palette angezeigt.

3. Fügen Sie die Anpassungsebenen hinzu.

Bei dieser Aktion werden dem Bild vor dem Speichern und Schließen drei Anpassungsebenen hinzugefügt: eine Tonwertkorrektur-Ebene, eine Ebene zur Gradationskurvenkorrektur und eine Ebene zur Farbton/Sättigung-Korrektur. Gehen Sie hierzu folgendermaßen vor:

  • Fügen Sie eine Tonwertkorrektur-Ebene hinzu, indem Sie im Menü „Ebene“, Untermenü „Neue Einstellungsebene“, den Eintrag „Tonwertkorrektur“ wählen. Klicken Sie einfach auf „OK“, um eine Tonwertkorrektur-Ebene zu erstellen, mit der zunächst noch keine Anpassungen vorgenommen werden. Denken Sie daran, dass Sie die Anpassungen in Photoshop auf Basis der einzelnen Bilder vornehmen werden – die Aktion nimmt Ihnen nur die Erstellung der Ebenen ab.

  • Fügen Sie zwei weitere Einstellungsebenen hinzu: zunächst eine Kurven-Ebene und dann eine Ebene für Farbton/Sättigung. Klicken Sie in beiden Fällen in den entsprechenden Einstellungs-Dialogfeldern auf „OK“.

4. Zeichnen Sie den Schritt „Speichern“ auf.

Wählen Sie, wie auch zuvor, im Menü „Datei“ die Option „Speichern unter“, nennen Sie die Datei „foo“ und speichern Sie sie auf dem Desktop, damit Sie sie schnell in den Papierkorb verschieben können, wenn Sie die Aktion erstellt haben. Wählen Sie diesmal „TIFF“ als Dateiformat und vergewissern Sie sich, dass die Kontrollkästchen „Ebenen“ und „Farbprofil einbetten“ aktiviert sind. (ProPhoto RGB-Dateien ohne Tags zu erstellen, wäre KEINE gute Idee.) Klicken Sie anschließend auf „Speichern“, um zum Dialogfeld „TIFF-Optionen“ zu wechseln, und nehmen Sie die gewünschten Einstellungen vor.

Schließen Sie anschließend das Bild (sodass das Bild auch im Stapelverarbeitungsprozess geschlossen wird) und klicken Sie in der Aktionen-Palette auf die Schaltfläche zum Beenden, um die Aufzeichnung zu stoppen.

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Die von Ihnen erstellte Aktion mit erweiterten Schritten in der Aktionen-Palette

Wie auch bei der zuerst erstellten, einfacheren Aktion, werden die Dateinamen und Speicherorte durch die Stapeleinstellungen außer Kraft gesetzt, wenn im Dialogfeld für die Stapelverarbeitung die erforderlichen Optionen zum Überschreiben ausgewählt sind. Die anderen in den Schritten „Öffnen“ und „Speichern“ aufgezeichneten Einstellungen werden berücksichtigt.

Auszug aus „Real World Adobe Photoshop CS2“ von Bruce Fraser und David Blatner. © 2005. Mit Genehmigung von Pearson Education, Inc. und Peachpit Press. Dieses Buch können Sie unter www.adobepress.comerwerben.

Über den Autor

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