
Als die digitale Fotografie noch in den Kinderschuhen steckte, drehte sich die Diskussion vor allem darum, wie die Bilderstellung vom analogen (Film und Print) zum digitalen (Dateien und Pixel) Prozess zu überführen sei. Jetzt, da die digitale Fotografie in der Kunst angekommen ist, geht die Debatte in die entgegengesetzte Richtung: Wie kann die Faszination analog erstellter Bilder in die Welt der digitalen Bilder integriert werden?
Denn in Letzteren fehlen oftmals die subtilen Farb- und Strukturvariationen, die bei der analogen Bildbearbeitung möglich waren. Fotografen der alten Schule beklagen oft, dass die Umwandlung von Negativen, Dias und Szenen mit kontinuierlichen Farbtönen in numerische Werte eher seelenlos sei. Aber es führt kein Weg daran vorbei: Der Trend, fotografische Farben und Farbtöne digital zu reproduzieren, ist unumkehrbar und haucht einer Branche neues Leben ein, die in den letzten 30 Jahren eher statisch war. Die meisten „Analogianer“ (OK, das Wort steht nicht im Duden) haben also zähneknirschend auf digitale Workflows für Aufnahmen, Bearbeitung und Produktion umgestellt. Doch ihr Herz und Verstand sind immer noch bei den subtilen Farbtönen und Strukturen der „guten alten“ analogen Zeiten.

„Für mich ist Photoshop die ideale Verbindung zwischen traditioneller Malerei und der digitalen Welt. Ich setze noch nicht einmal zusätzliche Plug-ins oder besondere Filter ein. Auch so gibt mir Photoshop das wundervolle Gefühl der kreativen Freiheit. Es ist ein bisschen wie Fliegen – ein Gefühl der Leichtigkeit.“
Jarek Kubicki ist so ein „Analogianer“. Durch seinen Hintergrund in Fotografie, traditioneller Malerei, Grafik und Illustration schätzt er die im wahrsten Sinne des Wortes „greifbaren“ Vorzüge analoger Techniken wie dem Zeichnen mit Kohle auf Papier. Seine Arbeiten schwelgen in sanften Übergängen von Dunkelgrau bis Tiefschwarz und dem subtilen Fluss weißer Hintergründe in erste Ahnungen einer erkennbaren Struktur. Dabei versucht er erst gar nicht, die Strichführung und Markierungen in seinen Illustration zu kaschieren, sondern integriert sie in das Design.

Jarek Kubicki ist aber auch Realist. In seinen einzigartigen Bildern kombiniert er virtuos die besten gestalterischen Mittel digitaler und analoger Techniken. Es gelingt ihm, die hochgelobten zarten Strukturen und Farbtöne traditionell erzeugter Fotografien festzuhalten und mit moderner Geschwindigkeit und Effizienz zu optimieren. Seine Geheimwaffe ist die schier unendliche Variabilität und Präzision digitaler Workflows mit Adobe® Photoshop®.
„Ich bin von Photoshop CS3 direkt auf CS6 umgestiegen. Sie können sich also vorstellen, dass ich viele Unterschiede und Verbesserungen entdeckt habe. Zum Beispiel kann ich jetzt endlich mit Smart-Objekten arbeiten und alle OpenGL-Funktionen nutzen.“

„Oft fragen mich andere Bildkünstler nach den Photoshop-Pinseln, die ich verwende. Da gibt es nur zwei: den runden und den quadratischen – ohne Struktur. Die Leute sind dann immer ganz überrascht. Aber wenn ich einen pinselartigen Effekt erzielen möchte, dann male ich mit einem echten Pinsel und Farbe auf Papier und scanne das Ergebnis. In Photoshop „male“ ich dann mit der gescannten Struktur. Das ergibt einen sehr natürlichen Effekt, obwohl ich digital arbeite. Eben wie richtige Farbe auf richtigem Papier.“

„Ich verwende Photoshop CS6, schon seit es im Beta-Stadium war. Die Creative Cloud™ ist auch eine hervorragende Sache, um alle Adobe-Programme abonnieren zu können. Eigentlich eher eine Revolution, der hoffentlich noch viele Software-Hersteller folgen werden.“
„Mein Rat an alle Künstler, die am Anfang ihrer kreativen Reise stehen: Vergesst, was ihr wisst und was ihr mal gesehen habt. Vergesst, wie Objekte und die Natur auszusehen haben. Befreit euch von allen Doktrinen. Und wenn ihr frei seid, dann fangt mit der Arbeit an.“

Jarek Kubicki wurde 1976 in Danzig geboren und arbeitet als Künstler, Fotograf und Web-Designer. Er besuchte und absolvierte die weiterführende Kunstschule in Gdingen und die Akademie für Schöne Künste in Danzig. Nach einigen Jahren bei großen Werbeagenturen in Warschau kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wo er sein eigenes Studio „Insania Evidens“ gründete. Hier ist er weiterhin in den Bereichen Webdesign, CI-Design und Industrie-Design tätig. Er entwirft Platten-Cover bzw. CD-Hüllen für Musikalben und hat an mehreren Gruppenausstellungen in Polen, Deutschland, Großbritannien und Rumänien teilgenommen. Mehr von Kubickis Arbeiten finden Sie auf seiner Website.