Bei weniger komplexen Bildern genügt es eventuell, zwei Ebenen auf diese Weise zu maskieren, aber in unserem Beispiel muss eine dritte Ebene für die vom Licht erhellten Details hinzugefügt werden. Die dritte Ebene wird auf fast dieselbe Weise hinzugefügt und maskiert wie die zweite. Öffnen Sie das dritte Rendering des Bildes (das für Lichter angepasst wurde), wählen Sie „Alles auswählen“, dann „Kopieren“ und fügen Sie es in das Ebenendokument ein: Es wird hier als dritte und oberste Ebene angezeigt. (Letzteres unter der Voraussetzung, dass die oberste Ebene beim Einfügen ausgewählt war. Wenn das nicht der Fall war und die Ebene zwischen den beiden vorhandenen eingefügt wird, ziehen Sie die sie an die oberste Position.)
Zur Maskierung der dritten Ebene klicken Sie in der Ebenen-Palette auf das entsprechende Augensymbol und laden Sie dann die kombinierte Luminanz der ersten beiden Ebenen, indem Sie entweder in der Kanäle-Palette bei gedrückter Befehlstaste auf die Miniaturansicht des RGB-Kanals klicken oder die Tastaturkombination Befehl + Wahl + ~ (Tilde) drücken. Nicht vergessen: Bei der geladenen Auswahl handelt es sich um die kombinierte Luminanz aller sichtbaren Ebenen. Wählen Sie dann die dritte, oberste Ebene aus, klicken Sie auf das entsprechende Augensymbol, um sie sichtbar zu machen, und klicken Sie dann auf das Symbol zum Hinzufügen einer Ebenenmaske. Die Auswahl wird auf die dritte Ebene (der Lichterebene) als Ebenenmaske angewendet.
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Hinzufügen und Maskieren der dritten Ebene: vor der Ebenenmaskierung
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Links: Ausblenden der neuen Ebene per Mausklick; Mitte: Befehl + Klick auf das RGB-Symbol bzw. Befehl + Wahl + ~ (Tilde). Rechts: Mausklick auf das Symbol zum Hinzufügen einer Ebenenmaske, damit die Auswahl als Ebenenmaske geladen wird.
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Hinzufügen und Maskieren der dritten Ebene: nach der Ebenenmaskierung
Das entstehende Bild hat noch keine rechte Tiefenschärfe, aber alle maßgeblichen Komponenten sind jetzt vorhanden. Sie können das Erscheinungsbild noch verbessern, indem Sie die Deckkraft der einzelnen Ebenen anpassen.
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Passen Sie die Ebenendeckkraft in den Ebenen-Paletten an.
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Das bearbeitete Ergebnis.
Auf dem Weg vom eingangs gezeigten Bild bis zum bearbeiteten Ergebnis haben wir Ebenen maskiert, jeweils mit den Einstellungen „Multiplizieren“ zum Abdunkeln, „Negativ multiplizieren“ zum Aufhellen und „Weiches Licht“ zur Kontrastverstärkung. Bei allen Ebenen haben wir die Deckkraft bei 100 % belassen und die Steuerung über die Ebenenmaske vorgenommen.
Das Ergebnis ist durch eine Bearbeitungsfolge mit ständigem Wechsel zwischen den einzelnen Ebenen entstanden. Es ist unwahrscheinlich, auf diese Weise zweimal exakt dasselbe Ergebnis erzielen zu können. Die Abbildung unten zeigt das nahezu fertige Bild, auf das Ebenen angewendet wurden, um den Kontrast zu verstärken (Weiches Licht), um es aufzuhellen (Negativ multiplizieren) und abzudunkeln (Multiplizieren).
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Die Ebenen, eingestellt auf „Weiches Licht“, „Negativ multiplizieren“ und „Multiplizieren“.
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Das bearbeitete Bild.
Zu Beginn haben wir eine auf „Weiches Licht“ eingestellte Ebene hinzugefügt, um den Kontrast zu verstärken. Die Ebenenmaske wurde weiß gelassen, während wir zwei weitere Ebenen hinzugefügt haben, die erste mit der Einstellung „Negativ multiplizieren“, die andere mit „Multiplizieren“. Auf diesen Ebenen haben wir die Ebenenmaske umgekehrt (Maske auswählen und Befehl + I drücken), um den Effekt auszublenden, dann haben wir mit einem weichkantigen Pinsel und einer Deckkraft zwischen 10 und 20 % die Aufhellung und Abdunklung auf das Bild übertragen. Anschließend haben wir wieder die Ebene mit der Einstellung „Weiches Licht“ aufgerufen und den Kontrast der Bäume im Vordergrund leicht verringert.
Wir dürfen nicht unerwähnt lassen, dass sich die Ebenenmasken auch mithilfe der Einstellungen für Ebenen oder Kurven bearbeiten lassen, wenngleich wir im aktuellen Beispiel nicht so vorgegangen sind. Um die Dominanz einer Ebene zu verringern, können Sie auf der betreffenden Ebene mit dem Schieberegler für den weißen Tonwertumfang die weißen (komplett sichtbaren) Bereiche in ein helles Grau abändern. Wenn der Effekt nur zu einem geringen Teil durch die vollständig maskierten Bereiche zu sehen sein soll, können Sie die schwarzen (komplett verborgenen) Bereiche der Maske mit dem Schieberegler für den schwarzen Tonwertumfang in ein dunkles Grau abändern.
Als letzten Schritt haben wir dem Bild eine vollständig maskierte Ebene mit der Einstellung „Weiches Licht“ hinzugefügt und den zusätzlichen Kontrast mit einem auf 5 % Deckkraft eingestellten Pinsel bearbeitet. Das Ergebnis ist das zu Beginn dieser Anleitung dargestellte Bild.
In diesem Beispiel haben wir drei verschiedene DNG-Dateien mit ihren jeweiligen Einstellungen aus Camera Raw gespeichert, sie in Photoshop geöffnet und sie durch Kopieren und Einfügen im selben Dokument zusammengeführt. Es gibt aber auch weitere praktikable Möglichkeiten, verschiedene Varianten desselben Raw-Bildes zu kombinieren.
Bearbeiten und Öffnen in Camera Raw ohne Speichern der Einstellungen Wenn die zur Erstellung der verschiedenen Varianten erforderlichen Bearbeitungsschritte relativ einfach sind, lohnt es sich nicht, sie als separate Einstellungen zu speichern. Stattdessen öffnen Sie in diesem Fall zunächst die Raw-Datei in Camera Raw unter Photoshop. (Diese Methode funktioniert nicht bei Camera Raw unter Adobe Bridge). Klicken Sie bei gedrückter Wahltaste auf „Öffnen“. (Die Funktion ändert sich in „Kopie öffnen“, wenn Sie die Wahltaste drücken.) Eine Kopie des Bildes wird geöffnet, ohne dass die Einstellungen von Camera Raw aktualisiert werden.
Diese Vorgehensweise ist nützlich, wenn Sie schnell eine Reihe verschiedener Varianten erstellen möchten, ohne die Basiseinstellungen für eine Raw-Datei zu ändern. Wenn die Datei in Photoshop geöffnet ist, folgen Sie zum Zusammenführen den im obigen Beispiel beschriebenen Abläufen.
Platzieren von Smart Objekten Eine weitere Alternative besteht darin, die Raw-Datei mehrere Male jeweils als Smart Objekt in einem Photoshop-Dokument zu platzieren. Auf diese Weise können Sie die Einstellungen jeder Variante bearbeiten, indem Sie auf das Ebenensymbol der als Smart Objekt eingefügten Raw-Datei doppelklicken: Dadurch öffnet sich das Bild in Camera Raw, sodass Sie hier die Einstellungen bearbeiten können, die nur auf das betreffende Smart Objekt angewendet werden.
Allerdings unterliegt diese praktische Methode zwei Einschränkungen: Erstens müssen Sie ein Photoshop-Dokument mit den korrekten Abmessungen erstellen, bevor Sie die Smart Objekte platzieren können. Zweitens lassen sich die Bilder zwar an Ort und Stelle bearbeiten, aber Sie sehen sie nicht in Kombination mit den übrigen Ebenen. Einerseits lassen sich mit diesem Verfahren die einzelnen Varianten zwar etwas schneller bearbeiten, als wenn Sie zur Rohdatei wechseln, diese bearbeiten und eine neue Version öffnen müssten, aber andererseits ist es mit dieser Methode auch nicht einfacher, die korrekten Einstellungen zu erzielen.
Das Verfahren mit mehreren Ebenen ist auch deshalb besonders ansprechend, weil es die Möglichkeit zur verlustfreien Bearbeitung bietet: Die Änderungen werden erst dann endgültig, wenn Sie die Datei reduzieren. Manchmal entstehen bei der verlustfreien Bearbeitung aber äußerst komplexe Dateien, die zum einen sehr groß und zum anderen schwer nachvollziehbar sind. Beschränken Sie sich daher am besten nicht nur auf die verlustfreie Bearbeitung. Schließlich lassen sich Pixelebenen auch direkt bearbeiten, und das ist manchmal sogar der bessere Weg. Wenn es Sie trotzdem beunruhigt, bei der Bearbeitung keinen „doppelten Boden“ zu haben, dann gibt es in Photoshop noch immer eine pfiffige Funktion, die als Fangnetz fungiert: die Protokoll-Palette.