Eingabehilfen

Flash CS3-Logo

Adobe

 

Inhalt

Erstellt:
16. April 2007
Benutzer-Stufe:
Anfänger
Produkte:
Flash

Flash Video – Lernhandbuch

Hinweis: In diesem Lernhandbuch wird Flash Video vorgestellt, und Sie lernen Werkzeuge zur Erweiterung Ihrer Möglichkeiten kennen. Häufig sind diese Materialien der Flash-Produktdokumentation entnommen. Neue oder unbekannte Funktionen können Sie in der Flash-Hilfe (auch verfügbar in den Flash-LiveDocs) nachschlagen.

Flash-Videos sind aufgrund ihrer umfassenden Browser-Kompatibilität optimal für die Präsentation von Videomaterial im Web geeignet. Dieses Lernhandbuch enthält eine Einführung in Flash Video mit Informationen zum Erstellen und Veröffentlichen von Flash-Videos.

Voraussetzungen

Für die Übungen in diesem Lernhandbuch benötigen Sie folgende Software:

Flash CS3 Professional

Hinweis: Dieses Lernhandbuch richtet sich an Anwender von Flash CS3 Professional. Falls Sie Flash 8 Professional verwenden, lesen Sie bitte die vorherige Version des Lernhandbuchs für Flash Video*.

Checkliste für die Erstellung von Flash-Videos

Die Generierung und Veröffentlichung von FLV-Inhalten (Flash Video) umfasst die nachfolgend beschriebenen Schritte. Die Abläufen zur Verarbeitung bereits aufgenommener On-Demand-Videos unterscheiden sich von denen zum Erstellen und Veröffentlichen von Live-Videos.

Weitere Informationen zu Live-Videos finden Sie im Flash Media Server-Developer Center*.

So erstellen Sie ein Flash-Video für die On-Demand-Bereitstellung:

  1. Zunächst benötigen Sie verwertbares Videomaterial. Entweder nehmen Sie selbst die digitale Videokamera in die Hand, oder Sie verwenden die Aufnahmen eines anderen.
  2. Entscheiden Sie sich für eine Bereitstellungsmethode. Siehe Bereitstellungsoptionen für Flash-Videos.
  3. Konvertieren Sie das Video in das FLV-Format (Flash Video). Siehe Videos erfassen und kodieren.
  4. Fügen Sie das Video zur gewünschten Seite hinzu, und präsentieren Sie das Ergebnis im Web. Siehe Flash-Videos zu Web-Seiten hinzufügen.

Videos im Web

Video und das Internet sind wie füreinander geschaffen. Das Medium Video bietet den Vorteil, dass es visuelle Erfahrungen nahezu exakt ablichtet. Das Erlebte wird „wie erlebt“ wiedergegeben. Das Internet ist ein unendliches Reservoir mit interessanten Inhalten. In Anbetracht der Wirkungskraft beider Medien wäre daher zu erwarten, dass auf Abertausenden von Websites Videos mit anderen Inhalten und interaktiven Steuerungen interagieren, um anspruchsvolle Online-Erlebnisse zu schaffen, die über die traditionellen Einsatzmöglichkeiten von Video hinausgehen.

Stattdessen ließen die ersten Videos im Internet gestalterisch zu Wünschen übrig. Meist wurden einfache Rechtecke mit Bildern in einem Popup-Fenster eingeblendet, wobei die ursprüngliche Web-Seite verdeckt wurde und somit der unmittelbare Zusammenhang zwischen Text und Video verloren ging. Die Bilder waren meist klein und unansehnlich, und der Eindruck war eher armselig.

In der Vergangenheit hinderten u. a. die folgenden technischen Herausforderungen Web-Designer daran, das gesamte Potenzial des Mediums Video auszuschöpfen:

Beschränkte Bandbreite

Videos sind äußerst datenlastig. Selbst ein kurzer Video-Clip erfordert die Übertragung mehrerer Megabyte. Das Wachstum der Bandbreiten hat diese technische Beschränkung nahezu aufgehoben. Immer mehr Internet-Anwender verfügen über die Bandbreite, die zur Anzeige von Videodaten über das Internet erforderlich ist. Die Dateigröße ist aber weiterhin für viele Besucher von Websites ein Problem.

Komplexität der Videoerstellung für das Internet

Bisher existierten keine Standardwerkzeuge zum Erstellen interaktiver Steuerelemente für die Navigation in Videodaten sowie die Integration dieser Daten mit anderen Multimedia-Inhalten. Hinzu kommt, dass auf den meisten Betriebssystemen kein Client für die Wiedergabe von Videos vorinstalliert ist. Daher müssen viele Anwender zuerst ein Plug-in oder die Software eines Drittanbieters herunterladen, bevor sie ein Video anzeigen können.

Mangel an Optionen zur Integration von Videos mit anderen Web-Inhalten

Die meisten Web-basierten Videoformate bieten keine Rich-Media-Funktionalität, die über die Wiedergabe in einem rechteckigen Fenster hinausgeht.

Mit Flash Video – eine Anwendung, die Videodaten nahtlos und kontextgebunden in einer Form bereitstellt, die Besucher der Website mit Flash Player anzeigen können – werden diese Probleme vermieden.

Weitere Informationen über Videoformate finden Sie unter Technische Übersicht der Videostandards.

Über Flash Video

Flash Video ist eine ausgereifte Technologie für die Web-basierte Videoproduktion. Sie eröffnet Anwendern die Freiheit zur kreativen Gestaltung integrierter Inhalte mit Videos und anderen Daten, Grafiken, Sound und dynamischen Steuerelementen. Flash bietet bei der Online-Darstellung von Videos die folgenden Vorteile:

Hoher Verbreitungsgrad

Seit der Einführung von Flash Video im Jahr 2002 ist Flash Player der am häufigsten installierte Client für Internet-Videos. Der Player ist inzwischen auf mehr als 96 % aller PCs mit Internet-Anschluss zu finden. Außerdem wird Flash Player von einer Vielzahl von Plattformen und Betriebssystemen unterstützt. Aufgrund der weiten Verbreitung von Flash Player können die meisten Anwender Flash-Videos abspielen, ohne zusätzliche Plug-ins herunterladen zu müssen. Sie erreichen somit ein größeres Publikum bei einem geringeren Kostenaufwand für Entwicklung, Tests und technischen Support.

Optimale gestalterische Kontrolle

Flash-Videos werden nahtlos in Websites integriert. Durch Aktivierung einer neuen „Skin“ können Sie ein unternehmensspezifisches Erscheinungsbild gestalten und spezielle Steuerelemente entwerfen. Außerdem können Sie Größe und Seitenverhältnis für das Video einstellen und es dynamisch nach Maßgabe der Datenquelle anpassen.

Interaktivität und Kontextbindung

Mit Flash Video generieren Sie intuitive, interaktive Online-Erlebnisse. Da Flash das Flash Video-Format wie einen Medientyp verarbeitet, können Sie Videos wie jedes andere Objekt in einer SWF-Datei in Schichten anordnen, mit Skripten ausstatten und steuern. Flash Videos werden in das Webdesign integriert, statt als störendes Popup eingeblendet zu werden.

Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für eine Web-Seite mit Flash-Video-Inhalten und synchronisierten Text und Grafiken. Die gestrichelte blaue Linie zeigt die Begrenzung des Bereichs, in dem die SWF-Datei angezeigt wird. Der gestrichelte rote Umriss beschreibt den Bereich, in dem die FLV-Datei (Flash Video) als Teil des SWF-Inhalts dargestellt wird. Eine SWF-Datei kann Grafiken, Text und programmierte Elemente (z. B. zur Steuerung der Videowiedergabe) enthalten. Sie kann auf eine externe FLV-Datei verweisen und mit Flash Player abgespielt werden. Eine FLV-Datei enthält in erster Linie Audio- und Videodaten und wird innerhalb einer SWF-Datei wiedergegeben (siehe Abbildung 1).

Abb. 1: Eine Flash Video-Datei, die in einer SWF-Datei abgespielt wird

Abb. 1: Eine Flash Video-Datei, die in einer SWF-Datei abgespielt wird

Funktionen und Werkzeuge für Flash-Videos

Im Folgenden sind die Werkzeuge, Funktionen, Server und Dienste aufgelistet, die Sie für die Erstellung eindrucksvoller Flash-Videos verwenden können.

Adobe Flash CS3 Professional enthält die folgenden Werkzeuge und Funktionen:

Adobe Flash CS3 Professional ist das Hauptwerkzeug, das für die Entwicklung der Flash Video-Benutzeroberfläche genutzt wird:

  • Importassistent: Wählen Sie einfach „Datei > Importieren > Video importieren“, um Videomaterial in Flash zu übertragen. Der Importdialog führt Sie Schritt für Schritt durch die Konvertierung von Videodateien in das FLV-Format und die Konfiguration der FLVPlayback-Komponente.
  • Export von Videokodierung und Cue-Points in XML: Mit dem Importassistenten oder Flash CS3 Video-Encoder können Sie Kodierungsoptionen und Cue-Point-Einstellungen in eine XML-Datei exportieren. Zur Gewährleistung der Konsistenz und Bedienfreundlichkeit während der Videoproduktion werden XML-Einstellungen nach dem gleichen Verfahren importiert.
  • FLVPlayback-Komponente: Mit dieser Komponente können Sie externe FLV-Dateien abspielen und eine Verbindung zum Flash Media Server herstellen. Die FLVPlayback-Komponente von Flash CS3 Professional wurde an die Komponentenstruktur von ActionScript 3.0 angepasst. Die Version von Flash 8 Professional ist für ActionScript 2.0-Dateien weiterhin verfügbar.
  • Benutzerdefinierte UI-Komponenten für FLVPlayback: Stellen Sie mithilfe dieser Elemente die Steuerungen der FLVPlayback-Komponente nach Ihren individuellen Anforderungen zusammen. Weitere Informationen finden Sie im Artikel Anpassung der ActionScript  3.0-basierten FLVPlayback-Komponente*.
  • FLVPlaybackCaptioning: Die neue Komponente in Flash CS3 Professional ermöglicht die Anzeige von synchronisiertem Text für die FLVPlayback-Komponente in einer ActionScript 3.0-Datei. Siehe Videos synchronisieren und Anzeigetext hinzufügen.
  • Neue Funktionen für die Layout- und Größenanpassung: Die ActionScript 3.0 FLVPlayback-Komponente bietet verbesserte Funktionen zur Optimierung der Größen- und Layouteinstellungen, z. B. Vorschau externer Videos, Größensteuerung bei der Anzeige mehrerer Videos und Darstellung in voller Bildschirmgröße.
  • Video-Codecs: Mit Flash Player 7 wurde der Sorenson Spark-Codec eingeführt, und später mit Flash Player 8 On2 VP5.
  • Kodierungsoptionen: Für die Kodierung von Flash-Videos stehen jetzt drei Verfahren zur Auswahl. Verwenden Sie den Importassistenten, den eigenständigen Flash 8-Video-Encoder oder das Flash Video QuickTime-Export-Plug-in. Letzteres konvertiert Audio- und Videodaten in FLV, wenn Daten aus Videoschnitt-Anwendungen von Drittanbietern exportiert werden, die QuickTime-Exporter-Plug-ins unterstützen.
  • Adobe Flash CS3-Video-Encoder: Mit diesem Standalone-Dienstprogramm können Sie Video-Quelldateien ins FLV-Format konvertieren. Der Flash CS3-Video-Encoder wird automatisch mit Flash CS3 Professional installiert.
  • Adobe Flash Player 9: Dieser schlanke und hochleistungsfähige Laufzeit-Client spielt Flash-Videos und andere Flash-Inhalte ab.

Weitere Anwendungen, Server und Videodienste

Ergänzend zu Flash CS3 Professional sind verschiedene Werkzeuge erhältlich, die Ihre Auswahl an Produktions- und Ausgabeoptionen umfassend erweitern:

  • Flash Media Server: Der frühere Flash Communication Server ist Adobes Server für Daten-Streams (Audio und Video), die an Flash Player 6 oder spätere Versionen gesendet werden können. Flash Media Server ist für Video-Streaming erforderlich.
  • Flash Video Streaming Service: Dieser Abonnement-Service von Drittanbietern verwendet Flash Media Server für die Stream-Übertragung von Videodaten mit hoher Leistung und Skalierbarkeit bis auf weltweite Verfügbarkeit. Wenn Sie keinen eigenen Flash Media Server einrichten können oder wollen, können Sie diesen Host-Dienst nutzen. Weitere Informationen zum Flash Video Streaming Service (FVSS) finden Sie unter Videos hoher Qualität mit Flash Video Streaming Service bereitstellen.
  • Flash Media Live Encoder: Ziel bei der Entwicklung der aktuellen Technologie zur Medienkodierung von Adobe war es, die Aufnahme von Audio und Video während des Live-Streamings auf dem Flash Media Server (FMS) oder über den Flash Video Streaming Service (FVSS) zu ermöglichen.
  • Adobe Dreamweaver CS3: Dieses Webdesign-Werkzeug unterstützt den Import von Flash-Videos in Web-Seiten. Die Anpassungsmöglichkeiten für den Video-Player sind allerdings begrenzt. Beachten Sie, dass Sie in Dreamweaver nur kodierte FLV-Dateien verwenden können.
  • Adobe After Effects CS3 Professional und Premiere Pro CS3: Adobes Standardwerkzeuge für Grafikanimation und Videobearbeitung unterstützen den Export in FLV, wenn Flash CS3 Professional installiert ist.

Ausgabeoptionen für Flash-Videos

Bevor Sie Flash-Videos auf einer Website verwenden können, müssen Sie sich für ein Bereitstellungsverfahren entscheiden. Am besten bewährt haben sich der progressive Download und das Streaming. (Für FLV-Dateien ist standardmäßig der progressive Download eingerichtet. Für Video-Streaming ist Flash Media Server erforderlich.)

Hinweis: Sie können Videos auch in die Flash-Zeitleiste einbetten. Dies wird jedoch nur für sehr kurze Video-Clips ohne Audiospur empfohlen.

Die folgende Tabelle unterstützt Sie bei der Auswahl der geeigneten Bereitstellungsoption. In der linken Spalte sind verschiedene Szenarien und in der rechten Spalte die empfohlenen Ausgabeoptionen beschrieben. Sind zwei Empfehlungen angegeben, kann jede dieser Empfehlungen genutzt werden.

Tab. 1: Bereitstellungsoptionen für Flash-Videos
  Eingebettet Progressiv Streaming
Clip ist weniger als 5 Sekunden lang      
Clip dauert 5 bis 30 Sekunden      
Clip ist mehr als 30 Sekunden lang      
Geringe Zuschauerzahl erwartet      
Mittlere bis hohe Zuschauerzahl erwartet      
Sofortiger Start      
Schutz des geistigen Eigentums      
Live-Streams      
Variable Streaming-Geschwindigkeiten basierend auf der Bandbreite des Zuschauers      
SMIL-basierte Dateiauswahl      

Weitere Informationen zu den Bereitstellungsverfahren finden Sie unter Bereitstellungsoptionen für Flash-Videos.

Wenn Sie sich für eine Option entschieden haben, wählen Sie ein Authoring-Werkzeug: Flash oder Dreamweaver.

Der Import von Videomaterial in Dreamweaver bietet sich an, wenn Sie Ihre Daten möglichst unproblematisch in die Website einfügen und auf anspruchsvolle interaktive Elemente, die über die grundlegenden Steuerungen (Wiedergabe, Stopp, Pause, Vor, Zurück) hinausgehen, verzichten möchten. Dreamweaver ermöglicht die nahtlose Integration von Flash-Videos in HTML-basierte Seitenlayouts.

Benötigen Sie interaktive Elemente oder eine umfassende Anpassung des Erscheinungsbilds Ihres Videos, sind die Videofunktionen in Flash CS3 besser geeignet. Zum Kodieren von FLV-Dateien (Flash Video) ist Flash CS3 Professional erforderlich.

Weitere Informationen zu den Authoring-Optionen finden Sie unter Flash-Videos zu Web-Seiten hinzufügen.

Über den Autor

Verfasst von Adobe Systems, Inc.