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Und was gibt's Neues im Bereich Motion? Der letzte Monat war schon ganz schön heftig, es kam mir vor, als wäre ich in Bewegung gewesen, und die Welt hätte still gestanden. Im Sommer Web-Seminare in Grossbritannien, dann San Jose, Seybold San Francisco, IBC in Amsterdam und jetzt die Adobe Web Conference in London. Die Palette der Adobe-Web-Tools hat die volle Aufmerksamkeit der weltweiten Webdesign-Community schon auf unserer Grossbritannien-Tour, und noch viel mehr auf der Seybold-Konferenz in einem ungewohnt grauen San Francisco. Natürlich ist LiveMotion in puncto Erstellung einfacher Animationen und Interaktivität Flash noch um Längen voraus, und ich muss wirklich ein Loblied auf die Bitmap-Kompression der Software singen. Ich erstellte ein LiveMotion-Demo für die Adobe-Web-Serie, das eine sanft animierte Oberfläche zeigt, die verschiedene Adobe-Produkte hervorhebt. Wenn der Anwender über die Produktbuttons rollt, wird ein neues Fenster mit Produktinfos, Bitmap-Grafiken (mit verblassten Alpha-Kanälen) und gerenderten 3D-Animationen sichtbar. Das hat die Konferenz schlichtweg umgehauen. 3D-animierte Targa-Grafiken mit Pixel-perfekten Alpha Kanal-Transparenzen in Live Motion? Klar! Die Gesamtdateigrösse für die Demo: ganze 152 KB. Und das coolste an dieser Datei, die die Vorzüge von LiveMotion ins rechte Licht rückte, war die Tatsache, dass ich Bitmap-Grafiken individuell auf verschiedene Werte komprimieren konnte, Framerates inbegriffen. Auf diese Weise konnte ich die gesamte Vektoranimation mit supercoolen 25 fps abspielen, und die Bitmaps irgendwo zwischen 8 und 10 fps. Eine Gruppe von Leuten, die heute eine unserer Creative Jam Café-Sessions besuchte, bestand aus lauter überzeugten Flash-Anwendern, die die Vor- und Nachteile von LiveMotion diskutierten. Als sie das Feature für individuelle Komprimierung sahen, waren sie dann überzeugt Die Features für Web-Ausgabe und Flash-Animation in Illustrator 9.0 erhielten gute Kritiken, aber die Tools für Smart Objects und Quicktime-Bearbeitung in GoLive erhielten den grössten Applaus. Was ist an ihnen so smart"? Das eine ist, dass man ursprüngliche Photoshop-Dokumente mit Ebenen (sie haben richtig gehört: Ebenen!) direkt in eine Bildbox in GoLive importieren und als neue GIF- oder JPEG-Datei auf der Festplatte in Form einer reduzierten Miniaturdarstellung speichern kann. Aber wenn man das Bild dann in GoLive anklickt und vergrössert, ist es aufgrund der fehlenden Interpolation verzerrt das war einmal. Das Smart Object liest jetzt die hoch auflösende Originaldatei und stellt auf der Festplatte ein neues Bild in der neuen Grösse bereit echt smart"! Der Quicktime-Editor in GoLive ist nicht minder revolutionär. Eine einzige Software, die Quicktime-Filme, Photoshop-Bilder, HREF-Tracks und sogar interaktive SWF-Tracks zu einem fertigen Film zusammenmixen kann, da schien für viele Anwender ein Extraprogramm nötig zu sein und nicht ein blosses Feature von GoLive 5.0 Ich glaube, die wichtigste Neuerung im Print-, Web- und Videografik-Markt war Photoshop 6.0, das ich erstmals letzte Woche auf der Seybold in San Francisco vorführen durfte. Ein gigantisches Upgrade! Der wichtigste Teil der neuen Version wird durch den Werbeslogan Beyond Pixels" (Jenseits von Pixeln) widergegeben. Die Software enthält Vektorpfade und Text als voll editierbare, auflösungsunabhängige Formen. Die Ausgabe als PDF und EPS bietet grosse Vorteile für eine gleichbleibende Qualität, da die Vektorinformationen (obwohl sie als Pixel in Photoshop gerendert werden) unbeschadet exportiert werden. Die neuen Ebenenformate sind ideal für Design und Kreativität (die Abschrägungen mit Konturen sind einfach göttlich), aber die Fähigkeit, Effekte von Ebene zu Ebene zu ziehen und mehrfache Effekte als sofort zugänglich Styles zu speichern, hat die Produktivität um mehr als 200 Prozent erhöht. Ich liebe es, neue Hintergrundfarben, Schlagschatten, innere Schatten, Abschrägungen mit Konturen und einen 2 Pixel-Strich mit nur einem Mausklick anzuwenden. Als einer der ersten Beta-Tester bin ich schon seit Monaten von dieser Funktion begeistert. Das Werkzeug für perspektivisches Beschneiden ist geradezu genial (es ist schon erstaunlich, wie sehr dieses Wort mit Adobe-Produkten assoziiert wird...), und auch die neuen selbst codierenden Rollover-Animationseffekte in ImageReady 3.0 sind vom Feinsten. Die IBC in Amsterdam war gefüllt mit wundervollen Apparaten, Gerätschaften und holländischen Mädels in Motion Capture-Montur (warum mag ich wohl Promotionshows so gern?). Mein Augenmerk fiel ganz besonders auf zwei Dinge (jeglicher Bezug zum vorangegangenen Satz ist völlig unbeabsichtigt). Das eine war die Targa 3000-Karte von Pinnacle, unter der Premiere 5.1c lief. Die Übergangseffekte waren so ziemlich die besten, die ich je bei einem Videokarten-Standard gesehen habe. Das zweite waren die coolen Bild-im-Bild-Formatvorlagen: Sie ermöglichen ein pixelperfektes Scalieren von Videoclips in Echtzeit. Zudem waren die neuen HDTV-Systeme, auf denen sowohl Premiere als auch After Effects in voller 16:9-Auflösung liefen, ein echtes Wunderwerk. Der Tag, an dem der HDTV mit Flachröhre, 36 Zoll Diagonale und 22:9-Breitbild zum Defacto-Standard wird, ist hoffentlich auch der Tag, an dem wir alle den Film Matrix" im Fernsehen sehen können So, jetzt mache ich mich bereit für die nächste Reise nach Deutschland, um After Effects, Photoshop 6.0, Illustrator und die Web Collection auf der Photokina und Maxpo in Köln vorzuführen. Halten Sie Ihre Ohren dicht am Boden, und die Augen immer in den Himmel gerichtet. Die Neuheiten sind auf dem Weg. Bis nächsten Monat.
Steve Holmes ist freischaffender Experte für Design und Animation. Er erstellt Effekte mit Bewegtbildern, Animationen, ausserdem Web-Sites und Grafik-Designs und leitet Outlaw FX vom ländlichen England aus. Auf Messen arbeitet er regelmässig als Promoter für Adobes Motion- und Web-Produkte und veranstaltet eine ganze Reihe von Fortbildungskursen. Sein E-Mail-Kontakt ist steve@outlawfx.com. Information zum Weiterbildungsprogramm und dem Angebot von Outlaw finden Sie unter www.outlawfx.com. |