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Andrew Nemeth
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Andrew Nemeth
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Adobe Photoshop(r)
DER AUS AUSTRALIEN STAMMENDE MEISTER DER VR, ANDREW NEMETH, KREIERT NAHTLOSE FOTOPANORAMAS FÜR DAS WEB
Der australische Fotograf Andrew Nemeth ist nicht nur in das Medium seiner Wahl vertieft, er ist vollständig damit umgeben - in nicht weniger als vollen 360 Grad Panorama mit Stereo-Sound. Als Pionier der Fotografie der Virtuellen Realität (VR) ist Nemeths Wunsch nicht etwa, die ihn umgebende Welt einzufangen: Er möchte nicht weniger als sie neu erschaffen.

Nemeth erinnert sich an seinen "Big Bang" mit VR: "Ich habe seit meiner Kindheit fotografiert, aber ich war immer enttäuscht, weil ich nicht die gesamte Szenerie einfangen konnte. Gegen Ende 1995 lud ich ein paar QuickTime VR-Szenen herunter. Krawumm! Ich fiel vom Hocker! Endlich konnte ich alles fotografieren und nicht nur Fragmente aufnehmen."

Bald darauf begann Nemeth damit, seine VR-Träume in die Realität umzusetzen und schuf ein Projekt mit dem Namen Sydney VR. Mit einer Kombination aus eigens modifizierten 35mm-Kameras und Software-Tools von Apple und Adobe begann er damit, eine VR-Führung durch seine Heimatstadt zu erstellen.

Nemeth arbeitete für das nächste Jahr an diesem anspruchsvollen Projekt und wurde so ganz nebenbei zum Experten in den Fragen der allgemeinen Kreation von Panoramas und insbesondere Apples QuickTime VR. Als seine aus 118 Bildern bestehende Sydney-VR-Web-Site Anfang 1997 das Licht der Welt erblickte, hatte Nemeth bereits Artikel über seine Techniken veröffentlicht, an der University of New South Wales Multimedia unterrichtet und Beiträge zu Apples Trainings-CD für QuickTime VR-Entwickler erstellt.


Wenn ich eine direkte Überblendung durchführen würde, würde der Person vielleicht ein Arm oder der halbe Körper abgeschnitten...

- Andrew Nemeth


Seitdem hat Nemeth seine VR-Kenntnisse in Arbeit umgesetzt. Er arbeitete an Projekten für die Art Gallery of New South Wales, den Sydney Morning Herald, die Brauerei Lion-Nathan und erst kürzlich an einem grossen Projekt für das War Memorial in Canberra..

Das Erstellen des perfekten VR-Panoramas erfordert eine Kombination aus sorgfältiger Fotografie und grosser Geduld während des Vorgangs der Zusammenstellung des Panoramabildes.

Wenn er in schwachem Licht fotografiert (wie bei den Innenaufnahmen für das War Memorial), verwendet Nemeth ein dreibeiniges Stativ, das sein speziell angepasstes Kameragehäuse hält. Wenn er eine Szene im Freien fotografiert, die Menschen enthält, bevorzugt er ein einbeiniges Stativ für seine Leica-Kamera sowie eine 16mm-Linse, weil diese Konfiguration ihm erlaubt, schneller zu arbeiten.

Der extreme Weitwinkel der Leica-Linse erlaubt Nemeth, ein 360-Grad-Panorama in nur sechs Bildern aufzunehmen. Wenn er eine Decken- oder Himmels-Ansicht erstellen möchte, richtet er die Kamera direkt nach oben und nimmt ein siebtes Bild auf.

Jeder, der einmal versucht hat, in Photoshop ein Panoramabild zu kombinieren kann Ihnen berichten, dass es eine sehr knifflige Aufgabe ist, die Lichtwerte der gescannten Bilder auszubalancieren und die Rahmen 'zusammenzunähen'. Nemeth, der alle seine Arbeiten am Mac durchführt, verwendet ein Freeware Photoshop-Plug-in, das ihm bei der Zusammenstellung der Bilder hilft.

"Ich benutze das Plug-in dazu, jedes der sechs Bilder so anzuordnen, dass ich einen Bereich erhalte, der das Innere einer Kugel darstellt. Anschliessend verbinde ich sie", erklärt er. "Ich erstelle in Photoshop eine Reihe von Ebenen-Masken, und ich male auf den Ebenen-Masken, um die Bereiche auszumalen, die ich verbinden möchte. Wenn ich einen Fehler mache, oder wenn die Anordnung nicht sauber gelingt, kann ich die Arbeitsschritte mühelos zurücknehmen und von vorn beginnen. Die Verwendung der Ebenen-Maskierung ermöglicht mir die volle Kontrolle über den Grad der Weichheit der Übergänge zwischen den Bildern".

Eines von Nemeths Markenzeichen ist die perfekt gerenderte Gruppenszene. "Manchmal befindet sich eine Person direkt am Rand einer Aufnahme, aber nicht in der nächsten. Wenn ich eine direkte Überblendung durchführen würde, würde der Person vielleicht ein Arm oder der halbe Körper abgeschnitten. Aber mit einer Ebenen-Maskierung kann ich um die Ränder der Person herummalen und den Überblendungspunkt direkt am Rand erzeugen. Was meine Arbeit so einzigartig macht, ist, dass ich Aufnahmen von Menschen machen kann, die geradewegs an der Kamera vorbeilaufen und sie so überblenden, dass es überhaupt nicht auffällt".

Ein weiteres Nemeth-Markenzeichen ist der Stereo-Soundtrack, den er vielen seiner Szenen beifügt. "Meist bemerken die Leute nicht einmal, dass ich da bin", beschreibt er die Reaktion der Leute auf seine VR-Anstrengungen. "Obwohl die Aufnahme des Stereosounds nicht allzu einfach ist und diskret bleiben soll"!

Trotz seines beachtlichen Erfolges zieht Nemeth, der sich auch als "VR-Söldner" bezeichnet, die (ironische) Freiheit eines Full-Time-Jobs vor: "[Es] lässt mir die Freiheit, das zu fotografieren, was ich möchte, nämlich hauptsächlich ungestellte Aufnahmen von Leuten, die ihrem Leben nachgehen - etwas, was Sie in Australien immer noch tun können"! bemerkt er bitter.

Für die Zukunft braucht Nemeth nicht allzu weit zu blicken, um inspiriert zu werden: "Wussten Sie, dass Sydney über 100 Kilometer breit ist und doch nur 3 Millionen Einwohner hat!? Die unkontrollierte Ausbreitung des Vorstadtgebiets führt zu vielen visuellen Merkwürdigkeiten, die geradezu danach betteln, fotografiert zu werden"!

Wenn Sie weitere Werke von Andrew Nemeth betrachten möchten, besuchen Sie www.nemeng.com.

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