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Führende Designer aus den USA nehmen an der AIGA-Kampagne "Geben Sie Ihre Stimme ab" teil.

Von Matt Davidson

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Links: Charles S. Anderson hat die AIGA-Posterkampagne "Geben Sie Ihre Stimme ab" nicht ausgesessen (Ortsgruppe: Minneapolis; Unternehmen: Charles S. Anderson Design Company). Mitte: Priscilla Henderer spielt auf den Aspekt der Mitbestimmung in der Demokratie und die vielen Stimmen an, aus denen eine Nation besteht. (Ortsgruppe: Baltimore; Unternehmen: Priscilla Henderer Design) Rechts: Sharon Werner verwendete ein ernüchterndes Bild und eine ebensolche Schrifttype, um eine maximale emotionale Wirkung zu erzielen. (Ortsgruppe: Minneapolis; Unternehmen: Werner Design Werks)

Der von einer Kugel durchbohrte Helm eines Soldaten. Ein Barcode auf der Rückseite eines kahlen Kopfes. Eine amerikanische Flagge, die in ein Hakenkreuz übergeht. Würden Ihnen diese Bilder auffallen?

Grafik-Designer wissen, dass ihr Beruf einen beträchtlichen Einfluss auf die Gesellschaft hat. Noch gibt es jedoch keinen Konsens darüber, wie man diese Kraft zum Wohl der Allgemeinheit einsetzen kann. Dieses Vakuum in puncto Design-Aktivismus füllt das American Institute of Graphic Arts (AIGA). Mit dem Auftrag, kreative Leistungen überparteilicher Art zu entdecken, organisierte das AIGA dieses Jahr eine Kampagne unter dem Motto "Geben Sie Ihre Stimme ab". Ziel war es, die Beteiligung an der Präsidentschaftswahl in den USA am 7. November zu erhöhen. Es handelt sich dabei um die jüngste landesweite Kampagne der Organisation.

"Wir möchten Designern die Möglichkeit geben, ihr Engagement für Themen zu zeigen, die sie bewegen", sagt Ric Grefé, Leiter des AIGA. "Die Idee der Kampagne 'Geben Sie Ihre Stimme ab' war: Wie können wir Designer für ein überparteiliches politisches Thema gewinnen?"

Hier zeigen wir Ihnen, wie Werner ihr Poster erstellte.

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Kit Hinrichs von Pentagram Design wählte eines seiner bevorzugten grafischen Elemente für dieses Poster. Er kreierte einen Grossteil der Illustration in Adobe® Illustrator®, erstellte die Schatten der Schriften jedoch in einem anderen Programm. Über seine mehr als 3.000 amerikanische Flaggen umfassende Sammlung scherzt er: "Es ist ernst - schon eine Krankheit." (Ortsgruppe: San Franciscom; Unternehmen: Pentagram)
Anfang dieses Jahres merkte Grefé, dass die bevorstehenden Wahlen sich für eine AIGA-Initiative geradezu anboten. Über eine landesweite Kampagne konnte das AIGA vermitteln, dass es wichtig sei, an der Wahl teilzunehmen und so die geringe Wahlbeteiligung der letzten Jahrzehnte zu bekämpfen. Zugleich konnte das Institut für eigene Ideen wie freie Meinungsäusserung und soziale Aktivitäten werben. Mit diesem Ziel im Hinterkopf bat man alle 41 Ortsgruppen, ein Mitglied zu bestimmen, das ein Poster einreichen sollte. Einziges Kriterium war, dass das Thema die Leute zum Wählen animieren sollte. Ausserdem sollte das Poster die Logos von AIGA und dem Sponsor, der Papierfabrik Yupo, enthalten.

Das Echo war überwältigend: Insgesamt 22 Beiträge von Ortsgruppen aus dem ganzen Land kamen zusammen. Mit Unterstützung des Sponsors Yupo und des AIGA selbst produzierten die Drucker 1.000 Kopien von jedem Poster. Die Idee stiess auch bei einigen bekannteren AIGA-Mitgliedern auf Resonanz: Charles S. Anderson, Kit Hinrichs, Jennifer Sterling und D.J. Stout opferten Zeit und Kreativität für das Projekt.

Die Kunst des Posters
Die 22 Poster reichen vom Einfachen bis zum Obskuren, vom Schrägen bis zum Poetischen. Die Designer hatte komplette künstlerische Freiheit, die Grenze war die eigene Fantasie.

Sharon Werner von Werner Design Werks in Minneapolis kombinierte starke grafische Elemente mit einem Wortspiel und kreierte damit eines der eindrucksvollsten Poster. Ein Soldatenhelm, der in breiten Pinselstrichen auf einem roten Hintergrund aufgetragen ist, zieht mit folgenden Worten die Aufmerksamkeit auf sich: "Some Americans got it in their heads that voting was a right worth fighting for. Go vote" (Einige Amerikaner hatten im Kopf, dass das Wahlrecht etwas war, für das es sich zu kämpfen lohnte. Gehen Sie zur Wahl!). Erst wenn man das Loch im Helm sieht, versteht man die eigentliche Botschaft. Hier zeigen wir Ihnen, wie Werner ihr Poster kreiert hat.

Durch die Verbindung von Symbolen für Freiheit und Tyrannei wird Carrie Alexanders Poster dem Betrachter lange in Erinnerung bleiben. Die Darstellung löst eine ungute Stimmung beim Betrachter aus (Ortsgruppe: Washington).
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