Motive aus dem Nahen Osten, abstrakte Formen und Sherlock Holmes' tanzende Männchen hauchen einer alten Fassade neues Leben ein.
Von Matt Davidson
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| Im Rahmen der Renovierung der E.P. Foster Library im vergangenen Jahr schlug die Künstlerin Sally Weber eine neue Farbgebung für die Fassade und eine Buntglas-ähnliche Behandlung für den Haupteingang vor, um das Gebäude augenfälliger zu machen. |
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Noch vor einem Jahr umgab die E. P. Foster Library im kalifornischen Ventura ein langweiliger Beigeton. Dann gab die städtische Initiative "Public Art Programm" Weber den Auftrag, die Fassade neu zu gestalten. Die Vorderseite der Bibliothek erscheint nun in Grün, und der Eingangsbereich ist zu einem Portal aus bizarren Formen und Designs geworden.
"Das Problem war, dass niemand wusste, wo die Bibliothek eigentlich war", erinnert sich Weber, "Sie war beige und auf der Hauptstrasse, fiel aber irgendwie kaum auf. Im Eingang wollte ich einen Anziehungspunkt entstehen lassen. Jetzt, mit dem bunten Glas, sieht der Eingangsbereich wie ein Schmuckkästchen aus."
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| Durch Webers Buntglas scheinendes Sonnenlicht verwandelt den Innenbereich beinahe in eine Kapelle. Vorbild der Künstlerin waren aber nicht religiöse Darstellungen, sondern Designs auf Computer-Chips. |
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Bei der Ausstattung des etwa 3,5 x 5 Meter grossen Eingangsbereichs, von ihr "Matrix" getauft, hatte Weber ein Symbol für Kommunikation und die Suche nach Informationen im Sinn, das Besucher anregen sollte. Von Weitem sehen Betrachter eine Explosion von Farben, Mustern und Winkeln. Bei näherem Hinsehen entdeckt man Zitate und kleine Bilder in den Fenstern versteckt, die die Aussenwand des Eingangs einnehmen. "Ich habe versucht, die Vorstellung nach einem Streben zu vermitteln", erklärt Weber. "So etwas verbindet man ja mit Bibliotheken. Manchmal weiss man, nach was man sucht, manchmal nicht."
Weber gestaltete vielfarbige Stücke, die auf Folie gedruckt und dann in das Glas laminiert wurden. Inspiriert wurde sie dabei von den feinen geometrischen Formen, die auf Computer-Chips zu finden sind.
"Mich reizte daran der Ausgangspunkt abstrakte Formen als Form der Kommunikation mittels Hieroglyphen und Schrift, um dann den Bogen zu solchen Formen in Chip-Designs für digitale Kommunikation zu spannen", erläutert Weber. "Ich wollte also vom Grossen zum ganz Kleinen gehen. Da eine Bücherei eine Rolle spielte, wollte ich die Suche nach Informationen in grösserem und kleinerem Ausmass hervorheben."