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Kurze Tipps
Hier finden Sie einige Ratschläge zum Farbmanagement.

1. Überdenken Sie Ihren Workflow. Überlegen Sie sich, welche Probleme Sie speziell lösen möchten, anstatt sofort alles auf einmal in Angriff zu nehmen. Wenn Sie es z. B. leid sind, dass die Farben auf den verschiedenen Monitoren in Ihrer Grafikabteilung voneinander abweichen, wäre es gegebenenfalls ratsam, einige selbstkalibrierende Monitore zu kaufen und diese mit dem gleichen Weisspunkt und Gamma-Wert einzurichten.

2. Arbeiten Sie auf ein Ziel hin. Setzen Sie sich ein klar absteckbares Ziel in Bezug auf Zeit und/oder Materialien. Wenn Sie z. B. beim Scannen das Farbmanagement nutzen, können Sie versuchen, die Zeit, die zum Erzielen akzeptabler Scan-Ergebnisse und das Retuschieren dieser zur Zufriedenheit Ihrer Kunden erforderlich ist, zu reduzieren. Oder Sie versuchen bei Online-Überprüfungen, die Anzahl der nicht verwertbaren Probedrucke, die Sie durchführen müssen, bevor Sie Ihrem Kunden ein gelungenes Ergebnis präsentieren (und in Rechnung stellen) können, möglichst gering zu halten.

3. Führen Sie Aufgaben schrittweise durch. Nachdem ein oder zwei spezifische Probleme gelöst sind und Sie erste Ergebnisse sehen können, können Sie zusätzliche Komponenten eingliedern. So können Sie z. B. Adobe PressReady verwenden, um mit Ihren Composites die Druckbedingungen zu simulieren. Möglicherweise Sind Sie in jedem Stadium des Vorgangs vollkommen mit den Ergebnissen zufrieden. Wenn Sie jedoch mehr Kontrolle haben möchten, können Sie Ihre Aktivitäten je nach verfügbarer Zeit und finanziellen Ressourcen schrittweise erweitern.

4. Beziehen Sie Ihre Dienstanbieter mit ein. Dies ist wahrscheinlich der wichtigste Aspekt des Farbmanagements, besonders dann, wenn Sie planen, dieses vom Scan-Vorgang bis zum vertraglich vereinbarten Probedruck anzuwenden. Die Kommunikation zwischen Anbietern und Kunden ist der Schlüssel zum erfolgreichen Farbmanagement.

5. Sprechen Sie mit anderen Benutzern. Informieren Sie sich über deren Erfahrungen, und lernen Sie von deren Fehlern (oder Erfolgen). Auf der ColorSync-Web-Site finden Sie einen Listen-Server, eine grossartige Ressource für diesen Zweck.

6. Machen Sie Ihre Hausaufgaben. Es zahlt sich aus, sich über die Ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu informieren. Erkundigen sich daher gründlich, bevor Sie sich für irgendwelche Produkte oder Workflow-Änderungen entscheiden. Die GATF bietet ein hervorragendes Buch, "The GATF Guide to Practical Color Management", sowie Seminare zu diesem Thema an. Praktisch jedes Unternehmen dieser Branche bietet auf seiner Web-Site Informationen an, ganz zu schweigen von Beratern und Prepress-Dienstanbietern, die über Erfahrungen mit der Technologie verfügen. Fachausstellungen sind ebenfalls hervorragend geeignet, um sich über das Farbmanagement zu informieren. Seybold bietet in der Regel mehrere Seminare zu dem Thema an und gibt Hauptanbietern die Gelegenheit, sich vorzustellen.

7. Seien Sie experimentierfreudig. Vielleicht werden Sie erst nach einigen Anläufen die Ihren Ansprüchen entsprechende Kombination von Tools und Techniken finden, um beispielsweise alle nötigen Geräte zu kalibrieren und einzurichten. Seien Sie daher auf alles gefasst, wenn Sie zum ersten Mal mit Farbmanagement arbeiten. Aller Anfang ist schwer. Jeder Workflow unterscheidet sich in der Art des Publishings und der Probleme, auf die Sie stossen, vom nächsten. Daher ist auch jede Farbmanagement-Lösung speziell auf das Problem zuzuschneiden.
Überblick
Häufige Probleme bei der Farbgestaltung
Vorteile des ICC-Farbmanagements
Funktionsweise des Farbmanagements
Kurze Tipps

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