Nutzen Sie die gesamte Bandbreite für Ihre Video- und Audio-Inhalte. Adobe® Flash® Player (ab Version 9), Adobe AIR® und Adobe Flash Media Server 3.5 bieten umfassende Unterstützung für Codierungsstandards auf MPEG-4-Basis, die von den Bitraten für 3G (UMTS) bis hin zu HD-Anforderungen (TV) das gesamte Spektrum abdecken. Zu den Codierungstechnologien zählen ISO/IEC 14496-10 (MPEG-4 Teil 10) für Video, ISO/IEC 14496-3 (MPEG-4 Teil 3) für Audio und ISO/IEC 14496-12 (MPEG-4 Teil 12) für die Übertragung anderer Mediendateien als Bestandteil des Datenstroms.
Der Video-Codec H.264 liefert Video in ausgezeichneter Qualität. Dank seiner Skalierbarkeit ergeben sich mit diesem Codec zahlreiche Möglichkeiten zur Verteilung einmal erstellter Inhalte, sodass vorhandene Investitionen in Infrastruktur und Codierungstechnologie optimal ausgeschöpft werden. Der wichtigste Codec in Flash Player 8 ist On2 VP6, der sich durch eine besonders hohe Effizienz auszeichnet. Auch spätere Versionen von Flash Player sowie Adobe Flash Lite® 3 unterstützen diesen auf dem VP6-Video-Codec basierenden Standard für die Bereitstellung an mobilen Endgeräten.
Für Video-Streaming werden die folgenden Profile des Standards MPEG-4 Teil 10 von der Adobe Flash-Plattform unterstützt:
| Base | Main | High | High 10 | High 4:2:2 | |
|---|---|---|---|---|---|
| I- und P-Slices | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| B-Slices | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja |
| SI- und SP-Slices | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Mehrere Referenzbilder | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| In-loop Deblocking Filter (Filterung von Block-Artefakten) | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Entropiecodierung nach CAVLC | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Entropiecodierung nach CABAC | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Flexible Macroblock Ordering (FMO) | Ja | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Arbitrary Slice Ordering (ASO) | Ja | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Redundant Slices (RS) | Ja | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Interlaced Coding (PicAFF, MBAFF) | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Chroma-Format 4:2:0 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| S/W-Videoformat (4:0:0) | Nein | Nein | Ja | Ja | Ja |
| 8-Bit-Sample-Tiefe | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| 9- und 10-Bit-Sample-Tiefe | Nein | Nein | Nein | Ja | Ja |
| Adaptive Blocktransformation 8x8 / 4x4 | Nein | Nein | Ja | Ja | Ja |
| Quantisierungsmatrizen (Skalierung) | Nein | Nein | Ja | Ja | Ja |
| Separate QP-Einstellung für Cb und Cr | Nein | Nein | Ja | Ja | Ja |
Die Flash-Technologie basiert auf drei Videoprofilen: LT, SD und HD.
Jedes Profil ist in drei Level unterteilt:
| Level | Codec | Zielauflösung / Datenrate |
|---|---|---|
| LT Level 1 | VP6 Mobile | (GSM) |
| LT Level 2 | VP6 Mobile | (3G) |
| LT Level 3 | VP6 Mobile | (3G-High) |
| SD Level 1 | On2 VP6 und H.264 | 160 x 112 |
| SD Level 2 | On2 VP6 und H.264 | 320 x 240 |
| SD Level 3 | On2 VP6 und H.264 | 640 x 480 |
| HD Level 1 | On2 VP6 und H.264 | 640 x 480 |
| HD Level 2 | On2 VP6 und H.264 | 1280 x 720 |
| HD Level 3 | On2 VP6 und H.264 | 1920 x 1080 |
Typische Frame-Raten liegen zwischen 5 und 30 Bildern pro Sekunde. Höhere Frame-Raten und Bildschirmauflösungen erfordern eine höhere Rechnerleistung bei der Wiedergabe. Ab Version 9 unterstützt Flash Player die Hardware-beschleunigte Wiedergabe im Vollbildmodus.
Durch die Unterstützung von drei Videoprofilen gewährleisten die leistungsstarken Werkzeuge der Adobe Creative Suite® 4 effizientere Abläufe bei der Produktion von Inhalten und der breit angelegten, zielgruppenoptimierten Bereitstellung auf Bildschirmen, mobilen Endgeräten und im Web.
Ab Version 9 unterstützt Flash Player darüber hinaus die Wiedergabe von abgeleiteten Formaten des MPEG-4-Containers wie z. B. MP4, M4A, MOV, MP4V, 3GP und 3G2, sofern diese H.264-Video und/oder HE-AAC-Audio enthalten.
MPEG-4 und das offene Dateiformat F4V unterstützen eingebettete Metadaten. Anbieter von Inhalten können mit dieser Funktionalität ihre Datei um Angaben zu Dauer, Dateigröße, Format (Codec), Bildformat, Bilder pro Sekunde (fps), Datenrate und Farbtiefe sowie andere Informationen im Zusammenhang mit Video, Audio, Text und Eigentumsrechten versehen. Mithilfe von Metadaten lässt sich eine korrekte Decodierung und damit einwandfreie Wiedergabe der Dateien sicherstellen. Darüber hinaus ermöglichen sie die Nachverfolgung der Herkunft sowie des Autors und des rechtmäßigen Inhabers einer Datei.
Der Lizenzvertrag für Endanwender von Flash Player gestattet die Wiedergabe von H.264-Inhalten für den nicht kommerziellen Eigengebrauch. Für kommerziell orientierte Anwendungen von Flash Player zur Decodierung von H.264-Video ist unter Umständen eine eigene Lizenz erforderlich. MPEG LA regelt die Lizenzvergabe für standardbasierte Technologien, bei denen die Patentrechte auf mehrere Organisationen und Institute verteilt sind. Als Verwalter von so genannten Patent-Portfolios eröffnet MPEG LA Anwendern einen einfacheren Zugang zu den Technologien, da keine Einzelverhandlungen mit den ggf. zahlreichen Patentinhabern geführt und mehrere Lizenzgebühren entrichtet werden müssen. Die von MPEG LA angebotenen Lizenzen umfassen Patente, die für die Implementierung von H.264 entscheidend sind.
Zu den Nutzerkategorien, für die unter Umständen eine Lizenz sowie die Zahlung von Tantiemen oder anderen Gebühren erforderlich sind, zählen u. a. AVC-Produkte (Advanced Video Coding), On-Demand-Video und Video-Abonnements. Die meisten Kategorien betreffen die kommerzielle Nutzung und Implementierung, andere hingegen sind weitgefasster.
Die Lizenzbedingungen und ein Dokument mit häufig gestellten Fragen können auf den Websites von MPEG LA* und Via Licensing* eingesehen werden. Fragen, auf die Sie unter den häufig gestellten Fragen keine Antwort finden, richten Sie bitte an die Q&A-Abteilung von MPEG LA: qanda@mpegla.com.