Adobe Photoshop Lightroom ist speziell auf die Anforderungen von Fotografen zugeschnitten und daher ganz auf effiziente Fotoverarbeitung und optimale Bildqualität ausgelegt.
Jeder Schritt wird mit maximaler Effizienz ausgeführt – von der Erfassung, Bearbeitung und Retusche bis zur Ausgabe in Diashows, Print-Präsentationen und Web-Galerien. Durch die Optimierung des Workflows reduziert Lightroom den Zeitaufwand für das Sortieren und Verwalten der Bilder, sodass Sie sich mehr auf das Fotografieren konzentrieren können. Lightroom hilft Ihnen bei der Auswahl der besten Aufnahmen, fügt anschließend wichtige Metadaten hinzu und erstellt hochwertige Negative. Nutzen Sie benutzerdefinierbare Funktionen zur Graustufenkonvertierung oder Anpassung von Farbton und -sättigung getrennt nach Lichtern und Tiefen sowie weitere Optionen zur effizienten und verlustfreien Korrektur von Belichtung, Tonkurven und Farbe. Darüber hinaus unterstützt Lightroom eine Vielzahl von Dateitypen wie JPEG, TIFF, PSD, DNG und mehr als 150 proprietäre Rohdatenformate.
Lightroom wurde für die Anforderungen von Profifotografen entwickelt und kann auf Macintosh OS X- oder Windows-Systemen eingesetzt werden. Die Anwendung bietet eine skalierbare Architektur sowie flexible Dateiverwaltung und nutzt offene Standards wie DNG und XMP. Lightroom zeichnet sich besonders durch hohe Anwenderfreundlichkeit aus: Seine modulare Benutzeroberfläche ermöglicht kurze Einarbeitungszeiten und optimiert die Verwaltung und Bearbeitung digitaler Bilder durch intuitive Steuerungsfunktionen.
Für pixelgenaue Korrekturen oder die Erstellung professioneller Kompositionen ist Lightroom nicht geeignet – für diese Aufgaben benötigen Sie Adobe Photoshop. Dank der engen Integration zwischen Photoshop und Lightroom lassen sich die erweiterten Funktionen zur Bildbearbeitung jedoch mit nur einem Mausklick aufrufen. Die beiden Produkte bilden eine optimale Kombination. Lightroom wurde größtenteils von denselben Entwicklern programmiert, denen Photoshop seine Stellung als Standard für professionelle Bildbearbeitung verdankt und die außerdem dafür verantwortlich zeichnen, dass Adobe Camera Raw die von Profifotografen am häufigsten eingesetzte Technologie zur Verarbeitung von Rohdaten ist. Die Integration und Kompatibilität von Lightroom mit anderen Anwendungen wie Photoshop unterstreichen das langfristige Engagement und die Führungsposition von Adobe im Bereich der digitalen Fotografie.
Adobe Bridge ist unverzichtbar für Web-, Print- und Multimedia-Designer, Videografen, Trickfilmer, Wissenschaftler, Künstler u. v. a. Wie der Name schon sagt, bildet die Software eine Brücke zwischen den Komponenten der Adobe Creative Suite. Dies erleichtert den Transfer von Dateien zwischen Anwendungen. Professionelle Anwender nutzen Adobe Bridge zur Dateisuche und -übertragung zwischen Anwendungen – z. B. von Adobe Photoshop und Adobe Illustrator® nach Adobe InDesign®, Adobe Acrobat®, Adobe Flash®, Adobe Dreamweaver®, Adobe After Effects® oder Adobe Premiere® Pro.
Adobe Bridge ist in vielen verschiedenen Bereichen einsetzbar und bietet deshalb zahlreiche Funktionen, die für Fotografen uninteressant sind. Diese Vielseitigkeit ist für Designer und Postproduzenten ausgesprochen wichtig. Fotografen hingegen suchen eher nach einem Werkzeug, das sich durch leistungsstarke Funktionen speziell für die Fotobearbeitung, Flexibilität und Qualität auszeichnet. Lightroom wurde in Zusammenarbeit mit Profifotografen (darunter Fotojournalisten sowie Werbe-, Portrait-, Hochzeits- und Kunstfotografen) entwickelt und erfüllt daher die wichtigsten Kriterien für ein effizientes und professionelles Bildverwaltungs-Tool.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen Bridge und Lightroom besteht in der Art, in der sie Bilddaten speichern. Adobe Bridge ist ein Datei-Browser, der lokal gespeicherte Ordner durchsucht und ihre Inhalte anzeigt. Fotografen müssen jedoch häufig auf Dateien zugreifen, die sich auf einem mobilen Datenträger (z. B. DVD) oder externen Laufwerk befinden. Über Adobe Bridge können keine Dateien von Offline-Medien aufgerufen werden. Lightroom ist hingegen eine datenbankbasierte Technologie zugrunde gelegt, die extern gespeicherte Dateien problemlos anzeigen kann. Sie fügen der Datenbank neue Einträge hinzu, indem Sie Fotos in Lightroom importieren. Die Dateien müssen beim Import nicht verschoben oder kopiert werden, da Sie den jeweiligen Speicherort (lokale Festplatte oder extern) mithilfe der Datenbank in Lightroom jederzeit feststellen können.
Darüber hinaus ermöglicht das Datenbankmodell einen schnelleren Zugriff auf Informationen. Suchläufe anhand von EXIF- und IPTC-Metadaten oder Stichwörtern werden im Nu ausgeführt. Auch Ihre Lightroom-Daten müssen nicht auf der lokalen Festplatte gespeichert werden. Sie können mehrere Datenbanken z. B. für einzelne Kunden und Projekte erstellen und sie wahlweise lokal oder auf einer externen Festplatte unterbringen. Außerdem lassen sich über die Lightroom-Datenbank Informationen zu virtuellen Kopien, Bildkollektionen, Bearbeitungshistorien, Schnappschüssen, Diashows und Vorlagen für die Verwendung in Print-Präsentationen oder im Web effizient abrufen.
Der Unterschied lässt sich am besten folgendermaßen beschreiben: Lightroom ist die Anwendung für viele Fotos und Photoshop die Software für ein spezielles Bild. Mit Lightroom können Sie große Mengen an digitalen Fotografien verarbeiten, hochwertige Negative erstellen und Bildkollektionen im Web, in Print-Medien oder als Diashow veröffentlichen. Photoshop hingegen wird für pixelgenaue Korrekturen, erweiterte Bildbearbeitung und Compositing-Zwecke eingesetzt. Zusammen bilden Lightroom und Photoshop die optimale Kombination für die Bearbeitung und Nachbearbeitung von digitalen Fotografien.
Ein Beispiel: Sie müssen 2.000 Bilder in der Vorschau anzeigen, sortieren, bewerten und mit Ihren Copyright-Informationen versehen, Einstellungen für Weißbalance anpassen, Ton- und Farbwerte ändern, Kopien in Schwarzweiß anfertigen u. v. m. Anschließend geben Sie die Bilder in Print-Präsentationen, im Web oder als Diashow aus. Dabei steht Ihnen nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung. Genau für diese Art von Workflow wurde Lightroom entwickelt.
Wenn einige dieser Bilder in einer Anzeige eingesetzt werden sollen, müssen Sie nach der Auswahl der besten Fotos z. B. die Augen des Models mit Spezialeffekten hervorheben, das Muster eines Kleids verändern oder das Model im Vordergrund platzieren, um eine komplexe Komposition mit mehreren Ebenen zu erstellen. Für diesen Fall ist Photoshop die ideale Lösung.
Lightroom bietet dieselben Funktionen zur Bearbeitung von Fotos, die Ihnen zur Verfügung stehen, wenn Sie Adobe Camera Raw über Photoshop CS3 oder Adobe Bridge einsetzen, denn Lightroom nutzt die gleiche Verarbeitungs-Engine wie Camera Raw. Daher erzielen Sie konsistente und mit anderen Adobe-Anwendungen kompatible Ergebnisse. Adobe ist bewusst, dass jeder Fotograf auf andere Weise arbeitet. Sie müssen sich deshalb nicht ausschließlich für eine einzige Anwendung entscheiden, sondern können bei Bedarf auch mehrere Software-Produkte gemeinsam einsetzen.
Einige Optionen und Schieberegler in Lightroom sind mit denen der in Adobe Bridge und Photoshop implementierten Camera Raw-Funktionen nahezu identisch. Damit können Sie problemlos zwischen den Anwendungen wechseln und schnell produktiv arbeiten. Wenn Sie Rohdaten mithilfe der erweiterten Funktionen von Lightroom bearbeiten, werden die Änderungen beim Öffnen der Fotodatei in Camera Raw übernommen. Dies betrifft beispielsweise das ausschließlich in Lightroom verfügbare Werkzeug für präzise Korrekturen. Da Camera Raw 3.7 nur Unterstützung für Rohdatenformate bietet, müssen Sie zur verlustfreien Bearbeitung von JPEG- und TIFF-Formaten Photoshop Lightroom verwenden. PSD-Dateien können mit Lightroom oder mit Photoshop CS3 verlustfrei bearbeitet werden; zwischen der in Photoshop zu diesem Zweck eingesetzten Methode (Smart Objects) und der Verarbeitungs-Engine von Camera Raw besteht aber kein Zusammenhang.
Um Kompatibilität mit den Lightroom-Einstellungen für „Ad-hoc-Entwicklung“ und „Entwickeln“ zu gewährleisten, muss für Photoshop das Plug-in Camera Raw 3.7 installiert werden. Anwender von Photoshop CS3 können das Plug-in automatisch mithilfe der Update-Funktion installieren (im Menü „Hilfe“) oder manuell unter www.adobe.com/de/products/photoshop/cameraraw.html von der Adobe-Website herunterladen.
Änderungen an Fotos, die Sie in Lightroom über „Ad-hoc-Entwicklung“ in der Bibliothek oder über das Modul „Entwickeln“ vornehmen, werden standardmäßig in der Lightroom-Datenbank gespeichert. Damit die Änderungen in Camera Raw korrekt angezeigt werden, können sie in einer separaten XMP-Filialdatei gespeichert werden. Dazu aktivieren Sie im Lightroom-Dialogfeld „Voreinstellungen“ unter „Datei-Management“ das Kontrollkästchen „Änderungen automatisch in die XMP-Filialdateien schreiben“. Die XMP-Filialdatei wird im selben Ordner wie die ursprüngliche Rohdatei gespeichert. Beim DNG-Format werden die Änderungen direkt in die Ausgangsdatei geschrieben. Adobe empfiehlt, auch in Camera Raw die Option zum Speichern der Bildeinstellungen in XMP-Filialdateien zu wählen.
Ab Version 3.7 lassen sich Bilddateien, die mit ausschließlich in Lightroom verfügbaren Einstellungen oder Werkzeugen geändert wurden, in Camera Raw nicht weiter bearbeiten. Dazu zählen Funktionen wie Wiederherstellung, Lichterkorrektur, Lebendigkeit, HSL-Farbanpassung, Graustufen, Kopieren/Reparieren und Rote-Augen-Reduzierung. Auf Basis der von Lightroom angelegten Filialdateien werden die Anpassungen in Camera Raw 3.7 jedoch angezeigt. Darüber hinaus können Sie die in Lightroom vorgenommenen Einstellungen in Camera Raw bei Bedarf löschen, indem Sie „Importierte Einstellungen löschen“ oder „Camera Raw-Standards zurücksetzen“ aufrufen.
Da Camera Raw nur die aktuellen Einstellungen der primären Bilder in der Lightroom-Bibliothek lesen kann, ist es nicht möglich, Änderungen an virtuellen Kopien von Fotos oder Schnappschüssen in Camera Raw 3.7 anzuzeigen oder zu bearbeiten.
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