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Von Leta Baker
Im Spätsommer 2006 verzeichnete die im US-Bundesstaat Ohio ansässige Kreativschmiede leftchannel solide 200 Besucher pro Tag auf ihrer Website. Als das Studio seinen neuesten Kurzfilm auf Motionographer.com veröffentlichte, ein abstraktes, 35 Sekunden langes Video mit dem Titel „Blissful“ (Glückselig), stieg der Zahl der Hits auf über 12.000. Dann stieß ein Web-Portal aus Spanien auf das Kunstwerk – und die Schallmauer von 100.000 wurde durchbrochen.

Die Marke tritt in den Hintergrund.
„Product Placement wie im Film ‚Austin Powers‘ ist die bekannte Form des ‚Branded Entertainment‘“, sagt Rainer Ziehm von leftchannel. Es gibt aber auch Arbeiten ganz anderer Art, die mit demselben Begriff bezeichnet werden und bei weitem anspruchsvoller und unterhaltsamer sind. Kreative Kurzfilme, die von vorausdenkenden Unternehmen (und in einigen Fällen ihren Kunden) produziert werden, tauchen überall im Web auf. Überraschenderweise wird dabei die Präsenz der beworbenen Marken bewusst zurückgehalten.

„Branded Entertainment ist eine Möglichkeit für Marketing-Experten, auf die Überholspur zu wechseln, den Werbe-Einheitsbrei hinter sich zu lassen und als Förderer der Kunst dazustehen“, sagt Justin Cone, Redakteur bei Motionographer.com. „Wenn die Marke zu auffällig ist, wird sie als aufgezwungen empfunden, und der Schuss geht nach hinten los.“