Adobe Magazine für Kreative
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Wie entwickelt man ein ansteckendes Online-Spiel?
Von Kevin Peaslee
Unternehmen hat der Spieltrieb gepackt. Auf der ganzen Welt setzen sie Online-Spiele zur Unter­hal­tung ihrer Kunden ein – und zum Ausbau von Markt­positionen. Die weltweite Popularität solcher Spiele wächst mit den neuen Möglich­keiten der Kreativ­profis, das interaktive Erlebnis so eindrucks­voll, innovativ und komplex wie möglich zu gestalten. Werbespiele bzw. „Advergames“ führen Inter­essierte an einem neuen Bezugs­punkt im Web zusammen. Für den Spieler bedeutet das in erster Linie reinen, ungetrübten Spaß; den Unter­nehmen hinter den Spielen bieten sich dagegen wirkungs­volle neue Strategien zur Marken­bildung, Erstellung von Kunden­daten­banken, Stärkung der Kunden­zufrieden­heit und Erhöhung des Umsatzes.
Gerade im Web mit seinen schier unbegrenzten Unter­hal­tungs­möglich­keiten ist es jedoch schwer, Auf­merk­sam­keit zu erregen. Um Spieler zu ködern und ihnen Appetit auf mehr zu machen, kommen deshalb bei der Ent­wick­lung von Werbe­spielen die neuesten Tech­no­lo­gien und Ani­ma­tions­tech­ni­ken zum Einsatz. Das betrifft sowohl 3D-Spiele für Handys als auch große Multiplayer-Communitys. Die besten Werbe­spiele reizen die Möglich­keiten verschiedener Video­formate und von Tech­no­lo­gien wie Adobe Flash Professional aus. Sie bieten auf diese Weise packende Multimedia-Erlebnisse, die Video- und Audio-Streams sowie inter­aktive Inhalte in kompri­mier­ter Form für die Verwen­dung im Web oder auf mobilen End­geräten vereinen.
Doch sind diese Hightech-Spiele wirklich ein Phäno­men des 21. Jahrhunderts? Das Konzept des Spielens wurde schließlich nicht im Studio eines inno­va­tiven Kreativ-Direktors entwickelt. Spiele gab es bereits Jahr­tau­sende vor dem Internet, 3D-Umgebungen, benutzer­definier­baren Avataren und dem Arcade-Klassiker „Pong“.