| Die Möglichkeiten von Multimedia-Werbespielen sind noch längst nicht ausgereizt. „Das Web ist reif für Kino-Qualität“, sagt De Rooij. „Es wird noch eine Weile dauern, bis wir mit einer Disney-Produktion konkurrieren können, aber die Fortschritte sind unverkennbar.“ Da High-Definition-Videos im Web immer präsenter werden und Web-Designer bei der Grafikanimation neue Anwendungen nutzen können, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis eine Disney-ähnliche Qualität zum Standard auf Computer-Bildschirmen wird.
Der Blick in die Zukunft der Online-Spiele bleibt spannend: Das kreative Potenzial der Spieleschmieden und Game-Designer wird sich wohl niemals erschöpfen, und während laufend neue Ideen entwickelt und weitergesponnen werden, steigt die Integrationsfähigkeit der Software-Produkte im gleichen Maß, wie technische Grenzen, z. B. Bandbreitenbeschränkungen, wegbrechen. Dadurch eröffnet sich eine unglaubliche Vielzahl an Möglichkeiten. Beerda und De Rooij erschaffen Spielewelten, in denen der Spieler als Held seines eigenen Action-Films auftreten kann. John Denton setzt auf Adobe Flash Professional, um eingebettete Widgets für Web 2.0-Angebote zu erstellen, mit denen Spiele genauso einfach gemeinsam genutzt werden können wie z. B. Musikdateien. Doch ganz gleich, wie fortschrittlich, raffiniert oder beeindruckend diese Online-Erlebnisse sein werden, im Grunde geht es ihnen immer um das eine: die Freude am Spielen.
Kevin Peaslee ist Creative Director bei Axis41 und Autor mit fast zwanzig Jahren Erfahrung. |