Adobe Magazine für Kreative
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UMWELTVERTRÄGLICHE
ZUSAMMENARBEIT
Dem White-Paper Print Design and Environ­mental Responsi­bility des American Institute of Graphic Arts zufolge „wird allein bei der Papierherstellung bezogen auf das Gewicht mehr Wasser pro End­produkt verbraucht als in anderen Industrie­zweigen. Zudem ist die Papier­industrie weltweit der drittgrößte Verbraucher fossiler Brenn­stoffe.“ Was kann ein Designer tun, um die Belastung der Umwelt zu verringern? Neben dem Wechsel zu umwelt­verträg­lichen Druck­lösungen lässt sich der tägliche Papier­verbrauch einschränken, wenn Sie auf elektro­ni­schem Weg mit Kollegen und Kunden zusammen­arbeiten. Anleitung zur Online-Zusammen­arbeit mit Adobe® Acrobat® Connect™
 
EINE NEUE, „GRÜNERE“
VERPACKUNG

Mit der Veröffent­li­chung der Adobe Creative Suite 3 hat Adobe begonnen, bei der Herstellung seiner Produkt­ver­packungen auf besonders umwelt­freundliche Verfahren zu achten. Die neue Box wurde gegen­über früheren Versionen um 50 % verkleinert. Die Falt­schachtel wird zu 100 % aus Recycling-Papier hergestellt, einer Mischung aus Altpapier und Makulatur. Die Banderole sowie Deckblatt und Druck­seiten des Handbuchs enthalten 10 % Altpapier.
Bis Mitte 2006 verschwen­dete Becky Eason noch keinen Gedanken an so etwas wie „grünes“ Druck-Design. Sicher, sie hatte von der globalen Erwär­mung gehört und trennte ihren Müll. Als Designerin und Unter­neh­merin hatte sie sich bereits einen Namen gemacht. Alles ging seinen gewohnten Gang bei Eason Associates, Inc., ihrer Design-Firma in Washington, DC. Da traf sie Derek Smith [www.dsmith-assoc.com], einen Berater für die umwelt­verträg­liche Nutzung von Papier.

„Ich möchte Designern und Druckern die Tatsache näher bringen, dass sie bei jeder Ver­wen­dung oder Empfeh­lung einer bestimmten Papier­art die Gelegen­heit haben, etwas für die Umwelt zu tun“, erläutert Smith. „Wenn es einen Bereich gibt, bei dem der Spruch ‚Wissen ist Macht‘ (und Unwissen Ohnmacht) wirklich zutrifft, dann ist es dieser.“

Nach 35 Jahren in der Papier- und Druckindustrie und fünf Jahren inten­siver Beschäf­ti­gung mit branchen­typischen Umwelt­problemen kann Smith zum Thema Nach­haltig­keit einiges erzählen. In seinen Semi­naren erklärt er, wie zerstö­re­rische Abhol­zung die Arten­vielfalt sowie die Erd­atmo­sphäre beeinflusst, und geht auf die enge Verbin­dung zwischen nach­haltiger Forst­wirtschaft und Papier­wahl ein. In Easons Firma fielen seine Worte auf frucht­baren Boden. Jetzt wollte das Team es genau wissen.

SUCHE NACH ANTWORTEN

Je mehr die Mitarbeiter von Eason Associates über die Möglich­keiten nach­haltiger Ressourcen­verwal­tung erfuhren, umso mehr erkannten sie, dass sich in ihrem Unter­nehmen und ihrer Branche etwas ändern musste. Der neue Umgang mit Umwelt und Wirt­schaft­lich­keit nahm allmählich Gestalt an, und die Idee für eine Kampagne reifte heran. Zuerst verdeutlichten sie ihren Kunden ihren neuen, „grüneren“ Standpunkt in einem Brief – und schlossen sich damit der wach­senden Gruppe der Firmen in der Druck- und Papier­industrie an, die sich zu einer umwelt­bewuss­teren Handlungs­weise verpflichtet haben.

„Zuerst dachten wir, dass das Thema für uns eine Nummer zu groß ist. Wie kann ein kleines Studio für Grafik-Design bei einem globalen Problem etwas bewirken? Doch jeder Beitrag zählt“, erklärt Eason. Die Designer-Branche ist hellhörig geworden, und der Sinn für Umwelt­freund­lich­keit setzt sich mehr und mehr durch.

BEWUSSTE WAHL
Hier sind ein paar einfache Hinweise von Eason Associates bezüglich der Auswahl von Papier und Drucker:

1. Verwenden Sie Altpapier – je höher der Anteil, umso besser.

2. Achten Sie auf eine Zertifizierung – Papierfabriken, Händler und Drucker, die sich ihrer Verant­wor­tung der Umwelt gegen­über bewusst sind, erhalten von der „Sustainable Forestry Initiative“, dem „Forest Stewardship Council“ (FSC) oder einer ähnlichen Organi­sation ein Forst­zertifikat. Es bestätigt, dass die Holz­produkte aus umwelt- und sozial­verträg­li­cher Wald­wirt­schaft stammen.

3. Vermeiden Sie Chlorbleiche – diese zur Aufhellung des Papiers verwendete Chemikalie verschmutzt das Abwasser. Es bietet sich daher an, ein Papier zu verwenden, das mit anderen, umwelt­verträg­li­chen Verfahren gebleicht wurde.