| „Natural Step“ ist eine gemeinnützige Organisation, die Unternehmen und Kommunen bei der Entwicklung von Programmen für nachhaltige Ressourcenverwaltung unterstützt. Als sie ihr erstes Büro in den USA eröffnete, wünschte sich die Gruppe ein „neues Gesicht“, das ihre Ziele besser widerspiegelte. Celery schuf ein Identitätssystem, das die „Öko-Innovation“ von „Natural Step“ genau auf den Punkt bringt. | ![]() |
1. Eine gründliche Fortbildung zum Thema Nachhaltigkeit. Das International Centre for Creativity Innovation and Sustainability mit Sitz im dänischen Hornbaek schult Kreativprofis darin, umweltverträgliche Prinzipien in ihrer täglichen Arbeit umzusetzen.
2. Geschäftspartner mit umweltorientierter Einstellung. Das Adobe Partner Connection bietet Ressourcen und Informationen zu Verlegern und Druckern auf der ganzen Welt.
3. Ökologisch einwandfreies Papier mit Forstzertifikat. Hilfreichen Informationen hierzu finden Sie im Leitfaden PAPER LOVER: The Graphic Designer’s Guide to making greener paper choices.
Die größte Überzeugungskraft erzielt man, wenn Botschaft und Medium eine Einheit bilden. Seit nahezu zehn Jahren verbindet Celery Design hochwertiges Design mit nachhaltigen Verfahren, um Umweltmarken zu gestalten und zu unterstützen. Jeder Kundenauftrag stellt für Celery eine neue Design-Herausforderung dar, besonders dann, wenn die Kunden befürchten, das ökologisch bewusste Vorgehen könnte die Kosten in die Höhe treiben.
Gründer Brian Dougherty meint dazu: „Im Design selbst liegt oft schon die Lösung verborgen. Und die Kostenfrage erübrigt sich meistens in dem Moment, in dem wir eine gemeinsame Gesprächsbasis gefunden haben.“ Mit guter Kommunikation und ausgefeilter Strategie kann man also eine Menge Geld sparen, das sich in andere, umweltfreundliche Projekte investieren lässt. „Zum Beispiel ist die Konzentration auf eine Zielgruppe wichtig“, erläutert Dougherty. „Wenn das Gesamtbudget sinkt, kann man etwas mehr in gutes Papier investieren. Die Resonanz zahlt sich dennoch aus. Einfach so weitermachen wie bisher und nur die Preise für das Papier erhöhen – das wird der Kunde schnell reklamieren. Stattdessen muss man gezielt Wege finden, das Geld des Kunden effektiv und verantwortungsvoll einzusetzen.“
SPRUNG INS KALTE WASSER
2004 begannen Joshua Trees, Designer und Dozent am Art Center College of Design, und sein Partner Yvan Martinez, hippe Print-Produkte zu entwerfen, die nebenbei auch umweltfreundlich waren. Sie nannten ihre Firma „Fake Forest“. Das erste Produkt, das durchgängig nach ökologischen Prinzipien gestaltet wurde, war das Briefpapier „Vintage Magazine Notes“. Zu Beginn des Projekts hatten sie nur ein Problem: Wie ließ sich ihre Idee umsetzen?
Sie brauchten einen Drucker und einen Hersteller für Briefumschläge, die ihren Umweltstandards entsprachen. Doch bis es soweit kam, mussten sie noch viel lernen: Ihre Vorräte an alten Magazinen sowie ihre Budget- und Mengenplanung wurden als zu niedrig erachtet. Zusätzlich wollten die meisten Drucker nicht ihre Arbeitspraktiken in Frage stellen, etwa die Verwendung flüchtiger organischer Verbindungen, schadstoffreicher Druckfarben und fotografischer Chemikalien. Endlich fanden sie einen Druckbetrieb, der zu ihnen passte. Und zu guter Letzt stießen sie auch auf einen Hersteller, der ihre Briefumschläge produzieren wollte – vorausgesetzt, sie würden die Auftragsmenge verdoppeln. Sie beschlossen, das Risiko einzugehen und doppelt so viel Geld zu investieren, als sie eigentlich vorgehabt hatten. Dabei wussten sie noch nicht einmal, ob sie am Ende nicht auf der gesamten Produktion sitzen bleiben würden.
Als nach all dieser Mühe jedoch im Magazin „Body + Soul“ ein Artikel über Fake Forest erschien, war das Auftragsbuch schlagartig voll. Die rigiden Richtlinien ihres Herstellers für den Warenversand machte jedoch die Anstrengungen von Trees und Martinez um umweltverträgliche Prozesse fast zunichte: „Alles sollte in Viererbündeln verpackt und in Plastiktüten gesteckt werden, damit die Händler die Pakete später noch einmal einzeln an ihre Filialen versenden konnten. Doch warum sollten wir vorher so strenge Maßstäbe bezüglich einer ökologisch verträglichen Produktionsweise anlegen, um dann alles wieder durch umweltschädliche Vertriebspraktiken zu zerstören?“ Schließlich konnten sie die Firma Anthropologie davon überzeugen, ihre Produkte statt in Folie in alte Zeitungen einzuschlagen, sodass der Umweltschutz-Gedanke von Fake Forest konsequent weitergeführt werden konnte.