Adobe Magazine für Kreative
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Die babylonische Sprach­verwirrung holt uns wieder ein: Kreativ­profis auf der ganzen Welt kämpfen mit unbe­kann­ten Zeichen­sätzen.
Unter­neh­men und Organi­satio­nen, deren Geschäfts­radius weit über die Sprach­grenzen hinausgeht, versuchen Schriften im Rahmen ihrer Corporate Identity ein­heit­lich zu gestalten. Anzeigen, Websites, Marketing-Materialien, Lizenz­verträge, Beschrif­tungen und Daten­blätter – dies ist nur eine kleine Auswahl der Bereiche, in denen mehr­sprachi­ges Publishing Anwen­dung findet. Neueste Tech­no­lo­gien haben die Sprach­barrieren gesprengt und lassen die Völker der Welt näher zusammen­rücken.
5 Tipps für das richtige Verhalten im Zeichen­dschungel

1. Lassen Sie das Layout von Mutter­sprachlern prüfen
Adobe® InDesign® bietet eine große Band­breite an Wörter­büchern, übersetzt jedoch nicht Ihre Texte. Das über­nehmen professio­nelle Über­setzer. Doch auch nach dem Layout muss ein Mutter­sprachler Satz, Schrift­art und Text auf Korrekt­heit prüfen.

Diane Burns, Firmen­vorstand und Mit­begrün­derin von TechArt International, schildert das am Beispiel eines Kunden aus den USA, der den chine­si­schen Markt erobern wollte. Der Kunde wählte einen chine­si­schen Schrift­satz aus, in dem alle Doku­mente gedruckt werden sollten. Als jedoch der Über­setzer in China die ersten Abzüge sah, war sein Urteil vernichtend – wegen der Schriftart: Sie wird in China haupt­sächlich für Grab­steine verwendet und dem­ent­sprechend mit Tod und Vergäng­lich­keit in Verbin­dung gebracht. Das war nicht ganz im Sinne des Unter­nehmers ...
Andere Stolper­steine gibt es im arabischen Alpha­bet. Burns erklärt: „Die Form eines Zeichens verändert sich abhängig von seiner Position im Wort.“ Diese Besonder­heit beim Layout arabischer Texte wird nicht von allen Software-Anwend­ungen unter­stützt, und ein Kreativ­profi, der mit der Schrift nicht vertraut ist, merkt gar nicht, dass hier eine Gefahren­quelle lauert. Die Lösung zu diesem Problem ist einfach: Arbeiten Sie mit einem ara­bi­schen Mutter­sprachler zusammen, der Ihren Text noch einmal Korrektur liest.