

Spiele auf Handys sind nichts Neues. Paradoxerweise ist genau diese Tatsache ein großes Problem für Spiele-Designer. „Kunden erwarten bei Handy-Spielen oft nur eine Miniaturausgabe von alten Java-Spielen“, sagt Chris Petty, Communications Director beim britischen Unternehmen Bluesky North. „Viele Anbieter bringen daher einfach eine Tetris-Version mit anderen Farben heraus.“
Da das Potenzial von Adobe Flash Lite noch nicht allgemein bekannt ist, sind die Vorstellungen der Auftraggeber oft zu zurückhaltend. Mit der neuen Technologie sollen lediglich die Entwicklungszeiten verkürzt werden – die Möglichkeiten für bessere visuelle Gestaltung und mehr Interaktivität werden dabei jedoch übersehen. Außerdem, so Petty, „liegt der Schwerpunkt immer noch auf der Entwicklung, weil man bisher davon ausgegangen ist, dass die Entwickler die nötigen designerischen Fähigkeiten im Laufe der Zeit dazugewinnen.“
„Vieles von dem, was Sie über interaktives Design im Web wissen, gilt hier nicht mehr.“ So müssen Text, Farben und Animationen auf einem 5 x 5 cm großen Bildschirm absolut präzise eingesetzt werden. Im Falle von Fickle Blox bedeutete dies, zwölf einfache Gesichter zu schaffen, die einfache Ausdrücke nach Art der Emoticons tragen: ein Zwinkern, ein finsterer Blick oder ein Lächeln. „Jeder, der vorher mit großformatigeren Design-Flächen gearbeitet hat, neigt dazu, mehr Details einzubringen als nötig“, sagt Petty. „Sommersprossen auf dem Gesicht einer Spielfigur sind zwar nett, aber kein Spieler kann sie auf einem so kleinen Bildschirm erkennen.“

