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Versuch und Irrtum
„Testen ist das A und O“, sagt Petty. „Man muss genau darauf achten, ob beispielsweise Farben miteinander harmonieren.“ Mit Adobe Device Central CS3 lässt sich jeder Aspekt eines Designs auf unterschiedlichen mobilen Endgeräten anzeigen und testen – ganz bequem vom Desktop aus. Weitere Informationen
MOBILES SPIELEN WIRD ERWACHSEN

Spiele auf Handys sind nichts Neues. Paradoxerweise ist genau diese Tatsache ein großes Problem für Spiele-Designer. „Kunden erwarten bei Handy-Spielen oft nur eine Miniaturausgabe von alten Java-Spielen“, sagt Chris Petty, Communications Director beim britischen Unternehmen Bluesky North. „Viele Anbieter bringen daher einfach eine Tetris-Version mit anderen Farben heraus.“

Da das Potenzial von Adobe Flash Lite noch nicht allgemein bekannt ist, sind die Vorstellungen der Auftraggeber oft zu zurückhaltend. Mit der neuen Technologie sollen lediglich die Entwicklungszeiten verkürzt werden – die Möglichkeiten für bessere visuelle Gestaltung und mehr Interaktivität werden dabei jedoch übersehen. Außerdem, so Petty, „liegt der Schwerpunkt immer noch auf der Entwicklung, weil man bisher davon ausgegangen ist, dass die Entwickler die nötigen designerischen Fähigkeiten im Laufe der Zeit dazugewinnen.“

Aus diesem Grund sind Designer, die die visuellen und interaktiven Möglichkeiten von Flash Lite in vollem Umfang nutzen können, derzeit sehr gefragt. „Wir haben mit der Entwicklung von Handy-Spielen begonnen, um unser designerisches Können auf einem neuen Medium umzusetzen“, erzählt Petty. Und mit Spielen wie Fickle Blox und Go Sushi hat Bluesky North bewiesen, dass gutes Design und mobiles Spielen kein Widerspruch sind.
Beide Spiele sind einfach, schön anzuschauen und machen süchtig. Die Navigation erfolgt mit den Tasten direkt unterhalb des Handy-Displays. „Es gibt keinen Grund, von diesem Konsens bei der Steuerung abzuweichen“, erklärt Petty. Die Spiele nutzen eine Kombination aus Vektor- und Bitmap-Grafik. Vektoren werden für skalierbare Grafiken im Vordergrund genutzt, Bitmaps für Hintergründe mit geringem Speicherbedarf.

„Vieles von dem, was Sie über interaktives Design im Web wissen, gilt hier nicht mehr.“ So müssen Text, Farben und Animationen auf einem 5 x 5 cm großen Bildschirm absolut präzise eingesetzt werden. Im Falle von Fickle Blox bedeutete dies, zwölf einfache Gesichter zu schaffen, die einfache Ausdrücke nach Art der Emoticons tragen: ein Zwinkern, ein finsterer Blick oder ein Lächeln. „Jeder, der vorher mit großformatigeren Design-Flächen gearbeitet hat, neigt dazu, mehr Details einzubringen als nötig“, sagt Petty. „Sommersprossen auf dem Gesicht einer Spielfigur sind zwar nett, aber kein Spieler kann sie auf einem so kleinen Bildschirm erkennen.“

+ Einfachheit und Schönheit sind
die Markenzeichen des Go Sushi-
Handyspiels von Bluesky North