ZEICHEN SETZEN:
TYPOGRAFIE – KUNST UND HANDWERK
ALTE TRADITIONEN
IN NEUEM GEWAND
Von Peta Owens-Liston
Bei der Entwicklung der Titelschrift NauHaus für das Magazin
The Wire griffen Jon Forss und Kjell Ekhorn vom Design-Studio
Non-Format zunächst auf Standardkomponenten zurück. Mit den experimentellen Schriften der Bauhaus-Zeit im Hinterkopf erstellten die beiden Designer einen Satz einfacher geometrischer Formen, die als grundlegende Stilelemente zum Einsatz kommen sollten: ein Quadrat, ein Kreis, ein gleichseitiges Dreieck, ein vertikal halbiertes Quadrat und ein diagonal halbiertes Quadrat. „Durch Kombinieren dieser einfachen Elemente konnten wir
interessante neue Buchstabenformen gestalten“, so Ekhorn.
„Obwohl alle Zeichen aus denselben Bausteinen zusammengesetzt sind, werden Konventionen wie die feste Versalhöhe mehr oder weniger außer Acht gelassen: manche sind groß, andere klein.“
Das Team von Non-Format ist ein gutes Beispiel dafür, wie jede neue Generation von Schriften-Designern ihre eigenen kreativen Ideen zum Ausdruck bringt, während sie gleichzeitig die Geschichte und die Traditionen der Typografie fortführt.
NAUHAUS VON NON-FORMAT:
DIE FÜR SICH BETRACHTET SEHR REGELMÄSSIGEN, STRENGEN BUCHSTABEN SIND, ZU WÖRTERN KOMBINIERT, EXTREM AUSDRUCKSSTARK.