HARRISON VON CHRISTIAN SCHWARTZ: „ICH HABE UNZÄHLIGE LIGATUREN UND VARIANTEN ENTWORFEN, UM DIE SCHRIFT SO ORGANISCH WIE MÖGLICH WIRKEN ZU LASSEN.“
war, als Harrisons Ehefrau beim Anblick der Schrift in Tränen ausbrach.
ANDERE WERKZEUGE, GLEICHER KREATIVER AUFWAND
Die Wertschätzung typografischer Traditionen ist ein essenzieller Bestandteil des modernen Schriften-Designs. Im 19. Jahrhundert arbeiteten Stempelschneider, die heutigen Schriften-Designer, noch mit Hammer und Feile an Entwürfen in Messing und Blei. Heute ermöglicht moderne Technologie effizienteres Arbeiten,
Die Unbeständigkeit des Lebens kam ins Spiel, als Christian Schwartz die Handschrift von George Harrison als Grundlage für die Schriftart Harrison verwendete. Hierfür hatte er in hoher Auflösung eingescannte Schriftproben Harrisons erhalten, die es nun nachzubilden galt. „Die Herausforderung bei dieser Schriftart bestand darin, den Charakter der Schrift zu erhalten und sie gleichzeitig so regelmäßig in einem typografischen System abzubilden, dass jede Kombination von Buchstaben möglich wurde.“ Schwartz wusste, dass ihm dies gelungen
die damals unvorstellbar war. Doch obwohl die körperliche Arbeit nicht mehr so mühsam ist, hat sich am kreativen Aufwand beim Schriften-Design wenig verändert. Nach wie vor dauert es oft Jahre bis zur Fertigstellung einer neuen Schriftart. Die Leser von Texten machen sich jedoch nur selten Gedanken über den Ursprung der Schriftart oder ihre Entstehung.

Die freie Autorin Peta Owens-Liston verfasst regelmäßig Beiträge für das Time Magazine.
BRUNEL VON CHRISTIAN SCHWARTZ UND PAUL BARNES: EIN SCHRIFTENKLASSIKER AUS DEM 19. JAHRHUNDERT WURDE FÜR MODERNE ZEITSCHRIFTEN WIEDERENTDECKT.