Kleines Typografie-Glossar
In diesem Glossar werden Begriffe erläutert, die in der Typografie häufig verwendet werden.
- Ausrichtung
- Die horizontale Positionierung des Textes innerhalb der Seitenränder. Folgende Möglichkeiten stehen zur Auswahl: linksbündig, rechtsbündig, Blocksatz und zentriert. Für linksbündig und rechtsbündig werden auch die Begriffe linksbündiger Flattersatz und rechtsbündiger Flattersatz verwendet.
- Oberlänge
- Der Teil von Kleinbuchstaben (z. B. k, b oder d), der über die x-Höhe der anderen Kleinbuchstaben in einer Schriftart herausragt.
- Grundlinie
- Eine gedachte Linie, auf der die meisten Zeichen einer Schriftart aufliegen.
- Textkörper; Grundtext
- Die Absätze in einem Dokument, die den Großteil des Inhalts ausmachen. Der Textkörper sollte eine angemessene, leicht lesbare Schriftart mit einer Größe von üblicherweise 10 oder 12 Punkt aufweisen.
- Fettschrift
- Ein Schriftbild, das durch dunklere und dickere Konturen verstärkt wurde, sodass die Buchstaben auf der Seite hervorstechen. Wichtige Überschriften sollten in Fettschrift angezeigt werden. Für Hervorhebungen im Textkörper ist Kursivschrift zu empfehlen.
- Aufzählungszeichen
- Dicke Punkte oder andere Sonderzeichen, die links von Listeneinträgen angezeigt werden, um zu verdeutlichen, dass es sich zwar um verschiedene, aber verwandte Punkte handelt.
- Großbuchstabenhöhe; Versalhöhe
- Die Höhe von der Grundlinie bis zum oberen Ende der Großbuchstaben einer Schriftart. Die Großbuchstabenhöhe kann mit der Höhe der Oberlänge übereinstimmen. Von einigen Systemen wird diese Höhe zum Festlegen der Schriftgröße verwendet.
- Zentriert
- Text, der in gleichen Abständen vom linken und rechten Rand platziert wird. Überschriften sind oft zentriert. Das gleichzeitige Anwenden von zentriertem Text mit einer links- oder rechtsbündigen Ausrichtung sollte vermieden werden.
- Zeichen, Zeichencode
- Der Begriff „Zeichen“ hat je nach Zusammenhang unterschiedliche Bedeutungen. Bei modernen Computer-Betriebssystemen wird er oft als Code definiert, der eine bestimmte Bedeutung hat. So steht der Dezimal-Zeichencode 97 für den Buchstaben a. Die meisten Betriebssysteme verwenden heutzutage einen Zeichencode mit Dateneinheiten von 8 Bit, die als Byte bezeichnet werden.
- Siehe auch Zeichenkodierung, Glyphe, Tastatur-Layout.
- Zeichenzuordnung
- Siehe Zeichenkodierung.
- Zeichenkodierung
- Bei der Zeichenkodierung werden in einer Schriftart oder einem Betriebssystem Zeichen Glyphen zugeordnet und tabellarisch dargestellt. Die meisten Betriebssysteme verwenden heutzutage einen Zeichencode mit Dateneinheiten von 8 Bit, die als Byte bezeichnet werden. Daher sind Zeichenkodierungstabellen auf höchstens 256 Zeichen beschränkt. Es wird jedoch nicht von allen Betriebssystem-Herstellern die gleiche Zeichenkodierung verwendet. Für die Macintosh-Plattform wird z. B. der standardmäßige, von Apple Inc. definierte Macintosh-Zeichensatz verwendet, während für die Windows-Plattform eine völlig andere, von Microsoft definierte Kodierung verwendet wird. Die OpenType-Schriftarten (ebenso wie die Standard-Type 1-Schriftarten) enthalten jedoch alle für beide Kodierungen benötigten Glyphen, sodass eine einwandfreie Funktionsweise nicht nur mit diesen beiden, sondern auch mit anderen Systemen gewährleistet ist.
- Es wird jedoch nicht von allen Betriebssystem-Herstellern die gleiche Zeichenkodierung verwendet. Für die Macintosh-Plattform wird z. B. der standardmäßige, von Apple Inc. definierte Macintosh-Zeichensatz verwendet, während für die Windows-Plattform eine völlig andere, von Microsoft definierte Kodierung verwendet wird. Die Standard-Type 1-Schriftarten enthalten jedoch alle für beide Kodierungen benötigten Glyphen, sodass eine einwandfreie Funktionsweise nicht nur mit diesen beiden, sondern auch mit anderen Systemen gewährleistet ist.
- Siehe auch Zeichen, Glyphe, Tastatur-Layout.
- Farbe
- Siehe Typografische Farbe.
- Schmal
- Eine engere Version einer Schriftart, mit deren Hilfe die Anzahl der Zeichen für den vorgegebenen Bereich vergrößert werden kann.
- Kontrast
- Ein subjektiver Eindruck, dass grafische Elemente (z. B. Schriftarten) zwar unterschiedlich sind, aber miteinander harmonieren. Dadurch wird die Vielfalt vergrößert, ohne dass der Gesamteindruck negativ beeinflusst wird. Innerhalb einer bestimmten Schriftart bezieht sich Kontrast auch auf unterschiedlich breite Konturen, aus denen sich Zeichen zusammensetzen. Helvetica hat einen niedrigen, Bodoni einen hohen Kontrast.
- Texteinpassung
- Anpassung von Größe und Zeichenabstand der Schrift, sodass ein vorgegebener Seitenbereich nicht überschritten wird.
- Unterlänge
- Der Teil von Kleinbuchstaben (z. B. y, p oder q), der über die Grundlinie der anderen Kleinbuchstaben einer Schriftart hinausragt. In einigen Schriftbildern trifft dies auch auf die Großbuchstaben J und Q zu.
- Dingbats
- Schriftbilder, die aus Symbolen bestehen, z. B. Dekorationen, Pfeile und Aufzählungszeichen.
- Display-Schrift
- Eine Schrift, deren Design speziell für die Anzeige in großen Punktgrößen ausgelegt ist, z. B. für Überschriften. Display-Schriften sind in kleineren Größen oft nicht mehr optimal lesbar, vor allem bei umfangreichem Text. Wenn es sich um eine Serifenschrift mit verschiedenen optischen Größen handelt, weisen die Display-Größen normalerweise leichtere Grundstriche sowie sehr viel feinere Serifen und Haarstriche auf als die Textgrößen der gleichen Schrift.
- dpi
- Abkürzung für „dots per inch“ (Bildpunkte pro Zoll). dpi bezieht sich auf die Auflösung, mit der ein Gerät (z. B. Monitor oder Drucker) Text und Grafiken anzeigen kann. Monitore haben gewöhnlich eine Auflösung von 100 dpi oder weniger, Laserdrucker eine Auflösung von 300 dpi oder mehr. Ein auf einem Laserdrucker ausgedrucktes Bild sieht schärfer aus als die Anzeige des gleichen Bildes auf dem Bildschirm.
- Hängende Initiale
- Textgestaltungsmittel, bei dem der erste Großbuchstabe eines Absatzes größer als die Grundschrift ist und mit dem oberen Teil der ersten Zeile abschließt. Dadurch wird der Beginn eines neuen Abschnittes im Text, z. B. eines Kapitels, gekennzeichnet.
- Auslassungspunkte
- Ein Interpunktionszeichen, das aus drei aufeinanderfolgenden Punkten besteht (...). Es deutet auf die Auslassung eines Wortes oder Satzes hin.
- Geviert
- Eine in der Typografie übliche Maßeinheit. Ein Geviert wird gewöhnlich als die Breite des Großbuchstabens M im vorliegenden Schriftschnitt und der vorliegenden Schriftgröße definiert. Eine genauere Definition wäre die aktuelle Schriftgröße in Punkt. Bei einer Schriftgröße von 12 Punkt entspricht ein Geviert 12 Bildpunkten.
- Langer Gedankenstrich
- Ein Gedankenstrich mit der Länge eines Gevierts wird zum Anzeigen einer Unterbrechung in einem Satz verwendet.
- Halbgeviert
- Eine in der Typografie übliche Maßeinheit. Ein Halbgeviert wird gewöhnlich als die Breite des Großbuchstabens N im vorliegenden Schriftschnitt und der vorliegenden Schriftgröße definiert. Eine genauere Definition wäre die Hälfte der Breite Geviert.
- Gedankenstrich
- Ein Gedankenstrich (Bindestrich) mit der Länge Halbgeviert, der verschiedene Bedeutungen haben kann.
- Kodierung
- Siehe Zeichenkodierung.
- Schriftschnitt
- Einer der Stile innerhalb einer Familie von Schriftschnitten. Der kursive Stil der Schriftfamilie Garamond wird z. B. als Schriftschnitt bezeichnet.
- Familie
- Auch als Schriftfamilie bezeichnet. Eine Sammlung von Schriftschnitten, die für die gemeinsame Verwendung erstellt wurden. Die Schriftfamilie Garamond verfügt z. B. über verschiedene Stile: normal, kursiv, Standard, halbfett und fett. Jeder der Stile wird als Schriftschnitt bezeichnet.
- Linksbündig
- Text, der am linken Rand ausgerichtet ist, wird als linksbündig bezeichnet. Da der Text nicht auch am rechten Rand ausgerichtet ist, wird er auch als linksbündiger Flattersatz bezeichnet.
- Rechtsbündig
- Text, der am rechten Rand ausgerichtet ist, wird als rechtsbündig bezeichnet. Da der Text nicht auch am linken Rand ausgerichtet ist, wird er auch als rechtsbündiger Flattersatz bezeichnet.
- Schriftart
- Die Kombination aus einer bestimmten Stärke und Breite sowie einem bestimmten Stil eines Schriftbilds. Vor der Einführung skalierbarer Schriften gab es zwischen den Begriffen Schriftart, Schriftschnitt und Schriftfamilie kaum einen Unterschied. Schriftart und Schriftschnitt werden noch immer für das gleiche Konzept verwendet, obwohl der Begriff Schriftschnitt in den meisten Fällen zutreffender ist.
- Schriftfamilie
- Auch als Familie bezeichnet. Eine Sammlung von Schriftschnitten, die für die gemeinsame Verwendung erstellt wurden. Die Schriftfamilie Garamond verfügt z. B. über verschiedene Stile: normal, kursiv, Standard, halbfett und fett. Jeder der Stile wird als Schriftschnitt bezeichnet.
- Glyphe
- Der Begriff „Glyphe“ hat je nach Zusammenhang unterschiedliche Bedeutungen. Bei modernen Computer-Betriebssystemen wird er oft als Form in einer Schriftart definiert, die für einen Zeichencode auf dem Bildschirm oder Ausdruck steht. Das häufigste Beispiel einer Glyphe ist ein Buchstabe, aber die Symbole und Formen einer Schriftart wie ITC Zapf Dingbats sind ebenfalls Glyphen.
- Siehe auch Zeichen, Zeichenkodierung, Tastatur-Layout.
- Hängender Einzug
- Textgestaltungsmittel, bei dem die erste Zeile eines Absatzes linksbündig ausgerichtet ist und die folgenden Zeilen um einen bestimmten, gleichen Wert eingezogen sind. Dies wird auch als Ausrückung bezeichnet. Es handelt sich hierbei um eine gute Möglichkeit zum Anzeigen von Aufzählungen.
- Überschrift
- Kurze, hervorgehobene Zeilen von Text zur Einleitung des folgenden ausführlichen Textkörpers. Der Begriff beschreibt auch die Kategorie von Schriftschnitten, die auf Überschriftentext angewendet werden sollten.
- Hints
- Mathematische Anweisungen, die in digitale Schriftarten eingefügt wurden, damit diese in allen Schriftgrößen und auf Ausgabegeräten mit verschiedenen Auflösungen einwandfrei angezeigt werden.
- Kursiv
- Ein schräg gestellter, schreibschriftähnlicher Schriftschnitt. Ein gerader Schriftschnitt wird in der Regel als normal bezeichnet.
- Blocksatz
- Ein Textblock, der so ausgerichtet ist, dass er sowohl rechts als auch links bündig ist. Text im Blocksatz wirkt förmlich, ist gegebenenfalls jedoch schwerer lesbar.
- Kerning (Unterschneidung)
- Die Anpassung des horizontalen Zwischenraums zwischen einzelnen Zeichen in einer Textzeile. Die Kerning-Anpassung ist in großen Anzeige- und Überschriftenzeilen besonders wichtig. Ohne sie ist das Erscheinungsbild vieler Buchstabenkombinationen eventuell nicht optimal. Durch Kerning soll ein visuell gleicher Abstand zwischen allen Buchstaben erreicht werden, sodass die Lesbarkeit des Textes erhöht wird.
- Die verwendete DTP-Software wendet Kerning unter Umständen auf der Basis von Wertetabellen automatisch an. In einigen Programmen steht auch eine manuelle Kerning-Funktion zur Vornahme genauer Änderungen zur Verfügung.
- Tastatur-Layout, Tastaturbelegung
- Auch als Zeichenzuordnung bekannt. Beim Tastatur-Layout bzw. bei der Tastaturbelegung handelt es sich um eine vom Betriebssystem des Computers verwendete Tabelle, durch die bestimmt wird, welcher Zeichencode einer bestimmten Taste oder Tastenkombination zugeordnet ist.
- Siehe auch Zeichen, Zeichenkodierung, Glyphe.
- Durchschuss (Zeilenabstand)
- Abstand zwischen den einzelnen Textzeilen, durch den das Dokument besser lesbar wird. Der Begriff bezeichnete im Bleisatz einen dünnen, nicht druckenden Abstandhalter, mit dem Zwischenräume zwischen den Zeilen eingefügt wurden. Der Durchschuss wird von den meisten Anwendungen standardmäßig auf Basis der gewählten Schriftgröße festgelegt. Bei geringerem Durchschuss kann die Seite zwar mehr Text aufnehmen, die Lesbarkeit verringert sich jedoch. Bei einem größeren Durchschuss wird der Text großzügiger auf der Seite verteilt, und das Dokument ist besser lesbar. Der für den Durchschuss gewählte Wert kann auch negativ sein. In diesem Fall überschneiden oder berühren sich die einzelnen Zeilen.
- Buchstabenabstand
- Der durchschnittliche Abstand zwischen den Buchstaben in einem Textblock wird so angepasst, dass zur Erhöhung der Lesbarkeit mehr oder weniger Text in einem vorgegebenen Bereich angezeigt wird. Während beim Kerning der Abstand zwischen einzelnen Buchstaben angepasst wird, wird die Anpassung des Buchstabenabstands auf einen gesamten Textblock angewendet. Anstelle des Begriffs Buchstabenabstand wird auch der Begriff Laufweite verwendet.
- Ligatur
- Zwei oder mehr Buchstaben, die zu einem Zeichen zusammengefasst sind. Bei einigen Schriftbildern kann es vorkommen, dass sich bestimmte Buchstabenkombinationen wie fi oder fl überschneiden und deren Erscheinungsbild negativ beeinflusst wird. Die Ligaturen für fi und fl wurden geschaffen, um dies zu verhindern. Buchstabenkombinationen wie ff, ffl und ffi sind in den Adobe OpenType Pro-Schriftarten sowie einigen Adobe OpenType Standard-Schriftarten verfügbar.
- Rand
- Der weiße Bereich, der Textblöcke umgibt. An den Kanten einer Seite müssen für gewöhnlich Ränder erstellt werden, da die meisten Drucker diesen Bereich nicht bedrucken können. Leerräume können auch zu einer besseren Lesbarkeit und einem ansprechenderen Erscheinungsbild eines Dokuments beitragen.
- Schräg
- Ein schräg gestellter Schriftschnitt. Dieser Schriftschnitt ähnelt dem kursiven Schnitt, weist aber nicht den handschriftlichen Charakter einer echten Kursivschrift auf. Ein gerader Schriftschnitt wird in der Regel als normal bezeichnet.
- OpenType
- OpenType™ ist eine Weiterentwicklung der Schriftformate TrueType und Adobe® PostScript® Type 1. Das von Microsoft und Adobe Systems gemeinsam spezifizierte Format ist technisch gesehen eine Erweiterung des TrueType-Formats von Microsoft. Eine OpenType-Schrift besteht aus Konturen für PostScript- oder TrueType-Schriften, die in einer einzigen, sowohl unter Macintosh als auch unter Windows installierbaren Datei vorliegen. Darüber hinaus können OpenType-Schriften erweiterte Zeichensätze auf Unicode-Basis sowie fortschrittliche typografische Funktionen zum Positionieren oder Ersetzen von Glyphen enthalten, womit sich die Schriftendatei um zahlreiche zusätzliche Glyphen erweitern lässt.
- Absatzlinien
- Grafische, mit einem Absatz verbundene Linien, die Textblöcke voneinander trennen. Linien werden häufig verwendet, um auf einer Seite Spalten voneinander zu trennen oder Abbildungen hervorzuheben. Mit einigen DTP-Anwendungen können Absatzstile erstellt werden, die über und/oder unter einem Absatz eine Absatzlinie einfügen.
- Pica
- Eine Maßeinheit, die etwa 1/6 Zoll (0,42 cm) entspricht. Ein Pica sind 12 Punkte. In Großbritannien und den USA ist ein Pica 0,166 Zoll. Bei PostScript-Druckern entspricht ein Pica genau 1/6 Zoll.
- Punkt
- Eine in der Typografie verwendete Maßeinheit. Ein Zoll (2,54 cm) umfasst ca. 72 Punkte. Ein Pica entspricht 12 Punkten.
- Punktgröße
- Eine für Schriften übliche Maßeinheit. Der Abstand vom oberen Ende der größten Oberlänge bis zum untersten Ende der größten Unterlänge in Punkt. In Europa werden Schriften oft anhand der Großbuchstabenhöhe in Millimetern gemessen.
- Initiale
- Textgestaltungsmittel, bei dem der erste Großbuchstabe eines Absatzes größer als die Grundschrift ist und mit der Grundlinie der ersten Zeile des Textes abschließt. Vergleiche „Hängende Initialen“.
- Negativ drucken
- Das Drucken von weißem oder leicht farbigem Text auf einem schwarzen oder dunklen Hintergrund zur Hervorhebung. Hierbei wird, besonders bei kleinen Schriften, die Lesbarkeit sehr eingeschränkt.
- Normal
- Hiermit wird der gerade Schriftschnitt (im Gegensatz zum kursiven Schriftschnitt) innerhalb einer Schriftfamilie beschrieben.
- Linie
- Eine durchgezogene oder gestrichelte Linie in Dokumenten zum Trennen einzelner Elemente einer Seite. Linien und andere grafische Hilfsmittel sollten selten und nur zum Verdeutlichen der Funktion anderer Elemente auf der Seite verwendet werden.
- Groteskschrift (Sans Serif)
- Eine Schriftart ohne Serifen. Die Darstellung ist gewöhnlich wenig kontrastreich. Groteskschriften verleihen Dokumenten ein ordentliches, einfaches Erscheinungsbild.
- Serifen
- Kleine dekorative Striche an den Enden eines Buchstabens. Serifen verbessern die Lesbarkeit, da sie das Auge lenken.
- Kompresser Satz
- Text, dessen Durchschuss (Zeilenabstand) die gleiche Punktgröße aufweist wie die verwendete Schrift. Normalerweise werden nur Texte in größeren Punktgrößen kompress gesetzt, z. B. Überschriften.
- Stil
Eine Variante des Erscheinungsbilds (z. B. kursiv oder fett), die die Schriftschnitte einer Schriftfamilie bestimmt.
- Symbol
- Eine Schriftkategorie, in der es sich bei den Zeichen um Sonderzeichen und nicht um alphanumerische Zeichen handelt.
- Tabellenziffern; Versalziffern
- Ziffern mit der gleichen Breite. Dadurch wird das Positionieren von Daten in Tabellen vereinfacht.
- Laufweite
- Der durchschnittliche Abstand zwischen Zeichen in einem Textblock. Dies wird auch als Buchstabenabstand bezeichnet.
- TrueType
- Eine skalierbare, gemeinsam mit OpenType in Windows und Mac OS integrierte Schrifttechnologie.
- Type 1
- Der internationale Standard für digitale Schriften, der auf fast allen Computer-Plattformen zur Verfügung steht. Das ursprünglich von Adobe Systems entwickelte Type 1 ist heutzutage eines der am weitesten verbreiteten digitalen Schriftformate und wird von professionellen Designern digitaler Grafiken verwendet. Das Format liegt heute in weiterentwickelter Form als OpenType-Spezifikation vor.
- Schriftschnitt
- Die Buchstaben, Zahlen und Symbole, aus denen sich eine Schrift zusammensetzt. Der Schriftschnitt ist oft Teil einer Familie aufeinander abgestimmter Designs. Die Namen der einzelnen Schriftschnitte leiten sich vom Namen der Schriftfamilie ab und werden auch mit einer Bezeichnung wie kursiv, fett oder schmal versehen.
- Schriftfamilie
- Auch als Familie bezeichnet. Eine Sammlung von Schriftschnitten, die für die gemeinsame Verwendung erstellt wurden. Die Schriftfamilie Garamond verfügt z. B. über verschiedene Stile: normal, kursiv, Standard, halbfett und fett. Jeder der Stile wird als Schriftschnitt bezeichnet.
- Typografische Farbe
- Die scheinbare Schwärze eines Textblocks. Die typografische Farbe wird durch die relative Breite von Konturen, die die Zeichen einer Schriftart darstellen sowie sowie durch die Stärke, Punktgröße und den Durchschuss bestimmt, die für das Setzen des Textblocks verwendet werden.
- Flattersatz
- Je nach gewählter Ausrichtung beschreibt dieser Begriff Text, der linksbündig, rechtsbündig oder zentriert ausgerichtet ist.
- Stärke
- Die relative Farbtiefe der Zeichen in verschiedenen Schriftschnitten innerhalb einer Schriftfamilie. Die Stärke wird in relativen Begriffen wie dünn, leicht, fett, besonders fett und schwarz angegeben.
- Leerraum; Weißraum
- Die weißen Bereiche einer Seite, auf denen kein Text und keine Abbildungen gedruckt werden. Leerraum ist ein wichtiges grafisches Element bei der Seitengestaltung.
- Breite
- Eine der möglichen Varianten eines Schriftbilds innerhalb einer Schriftfamilie, z. B. schmal oder weit.
- Wortabstand
- Der durchschnittliche Abstand zwischen Wörtern. Er kann zur Verbesserung der Lesbarkeit oder zum Einpassen eines Textblocks in einem vorgegebenen Bereich verändert werden.
- WYSIWYG
- Abkürzung für „What you see is what you get“ (Die Bildschirmanzeige entspricht der Ausgabe). Macintosh, Windows und einige UNIX-Umgebungen bieten eine WYSIWYG-Bildschirmanzeige. Die Bildschirmanzeige entspricht der Druckausgabe also in dem Maße, in dem der Bildschirm eine genaue Wiedergabe ermöglicht.
- x-Höhe
- Ursprünglich war die x-Höhe die Höhe des Kleinbuchstabens x. Mittlerweile wird jedoch auch der Begriff Mittellänge verwendet, um die Höhe der Kleinbuchstaben einer Schrift ohne Ober- und Unterlänge zu bezeichnen. Einige Kleinbuchstaben ohne Ober- oder Unterlänge über- bzw. unterschreiten noch immer in geringem Maße die x-Höhe. Die x-Höhe bzw. Mittellänge kann von Schriftschnitt zu Schriftschnitt bei gleicher Punktgröße unterschiedlich sein.
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