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VIDEO.

Bokeh-Effekte für Videos.

Dieser Unschärfe-Effekt erzeugt faszinierende Lichtphänomene in Form von Ringen, Kreisen oder Ellipsen und gibt deinem Video eine besondere Ästhetik.

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https://main--cc--adobecom.aem.page/cc-shared/assets/video/creativecloud/video/discover/media_11b2b3c2b953c8667f589e676f1f0daf1a701d543.mp4#_autoplay | Einen Bokeh-Effekt erstellen

Eine Einführung in Bokeh-Effekte.

Bokeh ist eine Technik, mit der traumartige und künstlerisch unscharfe Effekte in Fotos oder Filmen erzeugt werden. Das Wort Bokeh stammt aus dem Japanischen und bedeutet „unscharf“ oder „verschwommen“. Häufig bezeichnet „Bokeh“ die ästhetische Qualität eines unscharfen Bildes bzw. dessen Wirkung bei der Betrachtung.

Bokeh steht auch für die goldenen Kugelformen, die in Bildern bei unscharfem Licht entstehen. „Das durchschnittliche Publikum versteht unter Bokeh etwas „Ästhetisches“ oder den Gesamteindruck eines Bilds“, so Filmemacher Colin Dougan.

Bokeh-Effekte und Bokeh-Videos lassen sich durch Verwendung bestimmter Objektive oder mit Bokeh-Effekt-Werkzeugen in Programmen für Videobearbeitung erzeugen. Beide Methoden sind effektiv, insbesondere mit den digitalen Tools, die erstaunliche Effekte ermöglichen.

Ein klares Konzept.

Viele Grundsätze der Bokeh-Fotografie lassen sich auch auf Video übertragen. Die besten Ergebnisse lassen sich nur durch sorgfältige Planung erreichen. Bereits im Vorfeld der Aufnahmen solltest du dir Gedanken über den Bildaufbau machen, damit die Bokeh-Effekte die gewünschte Wirkung erzielen.

Wenn du ein Storyboard der Szene erstellst, überlege dir, wie du das verfügbare visuelle Feld für ästhetisch ansprechende Bokeh-Hintergründe und -Vordergründe nutzt. Wichtig ist auch, dass sich deine Vorstellungen am Aufnahmetag tatsächlich umsetzen lassen. Denke dabei an die Beleuchtung, die Location und die Anforderungen des Skripts. Baue dein Konzept am besten auf diesen drei „Gründen“ auf:

  • Vordergrund: Objekte, die der Kamera am nächsten sind
  • Mittelgrund: Objekte zwischen dem Vorder- und Hintergrund einer Szene
  • Hintergrund: Die Hintergrundkulisse oder der Rahmen für den Mittel- und Vordergrund

Jeder dieser Bereiche kann mit einem Bokeh-Effekt versehen werden. Notiere dir bei der Vorbereitung deiner Szenen und Aufnahmen, wo und wann du mit Bokeh arbeiten willst. So kannst du eine Szene mit vielen verschiedenen Effekten füllen – von komisch bis dramatisch. In vielen beliebten Sitcoms wie The Office werden Pointen durch Unschärfe und dann Fokussierung auf die Reaktion eines Charakters auf etwas Lächerliches verstärkt. Berücksichtige das in deinem Storyboard. Und nicht vergessen: Bokeh muss nicht zwangsläufig mit einem verschwommenen Hintergrund zu tun haben.

Bokeh mit der Kamera erzeugen.

Überzeugende Weichzeichner- und Bokeh-Effekte lassen sich mit unterschiedlichsten Objektiven erzeugen. Aber es gibt einige Richtlinien, Kameraeinstellungen und Tricks, die du dafür kennen solltest.

Überzeugendes Bokeh durch schnelle Objektive.

Für gute Bokeh-Effekte brauchst du ein schnelles Objektiv. „Schnell“ bedeutet, dass das Objektiv eine sehr weit geöffnete Blende hat, durch die wesentlich mehr Licht in die Kamera eindringen und den Film belichten oder auf den digitalen Sensor treffen kann. Die Blendenöffnung wird durch F-Zahlen gesteuert, mit denen die Blendenbreite eingestellt wird.

Platziere dein Objekt näher am Objektiv oder an einem bestimmten Fokuspunkt, um eine geringe Tiefenschärfe zu erreichen. Dadurch wird alles andere unscharf, und du kannst mit Bokeh-Effekten experimentieren. Nimm ein Objektiv mit einer Blendeneinstellung von 2,8 oder niedriger, um richtig wirkungsvolle Bokeh-Effekte zu erzielen. Noch besser ist eine große Blendenöffnung von 1,8 oder 1,4. Mit automatischen F-Zahl-Änderungen und Blendenprioritätseinstellungen lässt sich das nur schwer erreichen, es ist also besser, hier manuell vorzugehen.

Denke schon vor den Aufnahmen daran, dass sich aggressive Bokeh-Effekte bei der Bearbeitung oft nur schwer anpassen lassen. „Bokeh sieht wirklich cool aus, aber dabei erhältst du nicht unbedingt das komplette Bild. Das kann die Möglichkeiten bei der Bearbeitung einschränken“, sagt Dougan.

Zoom zoom zoom.

Zoom- und Teleobjektive eignen sich hervorragend für Bokeh. Mit diesen Objektiven kannst du kontrollierte Zoom-Effekte erzeugen, die es dir ermöglichen, den Fokuspunkt während der Aufnahme zu ändern und so aufregende Bokeh-Verschiebungen zu erzielen. Ändere die Brennweite, indem du ein anderes Objektiv wählst. Dir wird möglicherweise auffallen, dass sich die Bokeh-Qualität von Objektiv zu Objektiv ändert.

Wenn du dich für den Autofokus entscheidest – was einige Kameraleute tun – solltest du einen bestimmten Fokusbereich festlegen, sodass der Kamerasensor die Prioritäten erkennt.

Staging und Beleuchtung.

Wenn du ein auffälliges Bokeh erzeugen möchtest, musst du über die Auswahl der Objektive hinausdenken. Das Staging und Blocking der einzelnen Szenen in deinem Video bestimmt, welches Bild du mit deiner Kamera aufnimmst. Wenn du einen leichten Bokeh-Effekt bevorzugst, solltest du darauf achten, dass die Lichtquellen im Hintergrund vorteilhaft angeordnet sind. Oder schaffe mithilfe eines Beleuchtungssets deine eigene Lichtkulisse.

Wenn du komplexe Bewegungen ausprobieren willst, bei denen du den Fokus und die Tiefenschärfe während der Aufnahme änderst, kann es sehr hilfreich sein, jede Szene zu proben und genau zu planen, wo sich die Darstellerinnen und Darsteller befinden werden. So kannst du beim Aufnehmen eine gute Unschärfe erreichen.

Bokeh im Schneideraum.

Genauso effektiv, wenn auch etwas zeitintensiver, ist das Gestalten von Bokeh in der Postproduktion. Schärfeverlagerungen und Bokeh-Effekte kannst du sowohl mit Adobe {{premiere}} als auch mit Adobe After Effects erzeugen. Überlege dir dabei genau, inwieweit ein Bokeh-Effekte die gesamte Szene ergänzen und verbessern kann.

Hinzufügen eines Bokeh-Effekts mit dem Werkzeug „Gaußscher Weichzeichner“ in {{premiere}}

Schärfenverlagerung in {{premiere}}.

In {{premiere}} kannst du mit Keyframes, Masken und dem Gaußschen Weichzeichner beeindruckende Schärfenverlagerungen vornehmen. Dazu ist Fingerspitzengefühl erforderlich, doch mit den digitalen Keyframe-Werkzeugen kannst du eine überzeugende Veränderung bei Bokeh-Effekten erzielen. Dabei sind allerdings das Timing und der Rahmen genauso wichtig wie beim physischen Erzeugen dieser Effekte mit dem Kameraobjektiv.

Plane im Voraus, und überlege dir, wie schwierig sich ein gewünschter Effekt in der Postproduktion erzielen lässt. „Bei jeder Sekunde eines Videos hast du es mit mindestens 24 Frames zu tun. Änderungen in einem Video vorzunehmen, ist mit einem hohen Bearbeitungsaufwand verbunden, insbesondere bei bewegungsintensiven Aufnahmen“, erklärt Dougan.

Erzeugen eines Bokeh-Effekts in After Effects mit der Funktion „Kameralinsen-Weichzeichner“

Weichzeichnen und Schärfen in After Effects.

Wenn du in der Postproduktion starke Unschärfen und Bokeh-Effekte erzielen möchtest, lohnt es sich, das Footage in After Effects zu übertragen. Hier findest du eine große Auswahl an Weichzeichnereffekten, mit denen du das Look-and-Feel verschiedener Objektivtypen und Tiefenschärfeeffekte präzise simulieren kannst.

Bokeh- und Tiefenschärfe-Effekte sind „handwerkliche Werkzeuge“, aber längst nicht die einzigen in den Werkzeugkästen der Kameraleute. Erfahre mehr über andere Aspekte des Filmemachens in diesen Tutorials.


Mitwirkende.

Colin Dougan


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