VIDEO.
Wann ist das Weichzeichnen von Videoinhalten sinnvoll und wann nicht?
Mit Weichzeichnereffekten kannst du verschiedene Aufnahmen in deinen Videos unterstreichen. Erfahre, wie du Weichzeichnungstechniken bei der Videobearbeitung strategisch einsetzen kannst.
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Weichzeichnen oder nicht weichzeichnen?
Die Weichzeichnung gehört zu den häufigsten Effekten in Videos, Fotos und Werbe-Spots. Da Unschärfeeffekte besonders nützlich sind, werden sie geradezu inflationär verwendet. Sowohl aus praktischen als auch aus künstlerischen Gründen. Deshalb solltest du dich darüber informieren, wie du sie bei der Videobearbeitung am besten nutzen kannst. Dieses Wissen ist bei der Postproduktion äußerst wertvoll.
Praktische Gründe für das Weichzeichnen eines Videos.
Die wichtigsten und häufigsten Gründe für den Einsatz von Unschärfeeffekten in Videos:
- Du willst die Identität einer Person schützen, indem du ihr Gesicht unscharf machst.
- Du willst vertrauliche Informationen wie Nummernschilder und Logos verbergen.
- Du willst einen bestimmten Bereich deines Videomaterials in den Fokus rücken.
Weichzeichnereffekte werden häufig aus Datenschutzgründen eingesetzt, zum Beispiel in Dokumentarfilmen. Sprich vorab mit den betreffenden Personen darüber, wie sie in einem Dokumentarfilm gezeigt werden wollen. Es ist wichtig, ihre Privatsphäre zu schützen und Haftungsrisiken zu vermeiden. In manchen Fällen muss im Vorfeld die Genehmigung der Beteiligten eingeholt werden. Diese Formalitäten werden größtenteils in der Vorproduktion erledigt. So weiß die für die Videobearbeitung zuständige Person genau, wer oder was weichgezeichnet, verkleinert/vergrößert oder verpixelt werden soll.
Künstlerische Gründe für das Weichzeichnen von Videos.
Du kannst aber auch aus ästhetischen Gründen verschiedene Arten von Weichzeichnereffekten in Videos einsetzen. Solche kreativen Effekte nennt man auch Bokeh-Effekte. Sie tragen zum Storytelling und zur Stimmung bei.
Unschärfen lassen sich mithilfe von Objektiven oder durch die Anpassung der Tiefenschärfe erzeugen. Es ist aber nicht so einfach zu erklären, wann diese Effekte Sinn machen. Use Cases für Unschärfen lassen sich in 2 Kategorien unterteilen: Fokus und Spezialeffekte.
1. Durch Weichzeichnung können Filmemachende den Fokus und die Aufmerksamkeit von Zuschauenden auf einen bestimmten Teil eines Frames oder auf ein Motiv lenken. Wenn du den Hintergrund unscharf machst, betonst du den Vordergrund – und umgekehrt.
2. Unschärfen können als Spezialeffekt genutzt werden, um einen Blickwinkel zu simulieren oder um Übernatürlichkeit darzustellen. Du kannst zum Beispiel die Wirkung einer mystischen Figur verstärken, indem du sie komplett (oder auch nur ihre Kanten) weichzeichnest. Oder wenn eine Figur aus einem Zustand der Bewusstlosigkeit aufwacht, kannst du ihre Perspektive mithilfe von Weichzeichnereffekten langsam in den Fokus rücken. Letztlich musst du überlegen, was deinem Film gut tut, und Weichzeichnereffekte nach Bedarf einsetzen.
Grundlagen für die Erstellung von Unschärfeeffekten in der Postproduktion.
Mit Software für Videobearbeitung wie Adobe {{premiere}} hast du die volle Kontrolle über dein Filmmaterial. Du kannst Unschärfen, Masken und andere Effekte hinzufügen. Die wichtigsten Tools zum Weichzeichnen von Videos:
Das Schnittfenster.
Im Bedienfeld „Schnittfenster“ kannst du Video-Clips zusammenstellen, Effekte anwenden und die verschiedenen Videospuren verwalten. Wenn du Keyframes und Masken anwendest, ist es hilfreich, die verschiedenen Werkzeuge des Schnittfensters zu kennen. Du wirst häufig Weichzeichnereffekte auf einzelne Clips oder Teile davon anwenden. Daher solltest du wissen, wie diese Effekte funktionieren – z. B. Zoomen, Ausblenden und Schneiden von Szenen.
Keyframing und Maskierung.
Beim Weichzeichnen von Videos, insbesondere solchen, in denen sich jemand oder etwas bewegt, musst du zusätzlich mit Keyframing arbeiten. Keyframes sind bestimmte Punkte innerhalb eines Clips, an denen du eine räumliche Position, eine bestimmte Deckkraft und andere Effekte zuweisen kannst. Wenn du mehrere Keyframes an verschiedenen Stellen in einem Clip hast, interpoliert {{premiere}} den Abstand zwischen ihnen. Dadurch wird die Bewegung von Keyframe A zu Keyframe B animiert und so weiter.
Eine gängige Methode, mit Keyframes einen Teil eines Videos weichzeichnen zu lassen, sind Maskierungseffekte – dies ist eine der besten Methoden zum Weichzeichnen von Gesichtern. Durch Maskieren in {{premiere}} kannst du einen Unschärfeeffekt auf einen ganzen Clip anwenden. Die Maske bewegt sich immer zusammen mit dem maskierten Motiv.
Unschärfeeffekte.
Mit {{premiere}} kannst du nicht nur eine einfache Maske, sondern auch Unschärfe- und Videoeffekte erstellen, die unterschiedliche Kamerabewegungen, Farben und filmische Tricks simulieren. Im Bedienfeld „Effekte“ kannst du verschiedene Arten von Effekten auswählen:
- Gaußscher Weichzeichner: macht Bilder unscharf, lässt sie weicher wirken und eliminiert Rauschen auf horizontalen oder vertikalen Achsen.
- Schneller Weichzeichner: ähnelt dem Gaußschen Weichzeichner, deckt jedoch größere Bereiche ab.
- Kanal-Weichzeichner: verwischt den Rot-, Grün-, Blau- oder Alphakanal des Clips und erzeugt dadurch Unschärfe bei bestimmten Farben.
- Ebenenübergreifender Weichzeichner: ein Effekt, der sich zur Simulation von Flecken oder Fingerabdrücken eignet.
- Richtungsunschärfe: macht einen Teil eines Clips unscharf, um die Illusion von Bewegung zu erzeugen (gelegentlich auch als Bewegungsunschärfe bezeichnet).
- Da sich jeder Unschärfeeffekt rückgängig machen lässt, kannst du beim Keyframing und Weichzeichnen Fehler machen und experimentieren, bis du den gewünschten Effekt erzielt hast.
- Mit {{premiere}} hast du alle Tools, die du zum Weich- und Scharfzeichnen sowie zur Verbesserung der Videoqualität brauchst. Das Weichzeichnen von Videoinhalten ist sowohl unter macOS als auch Windows einfach. Tutorials und Anleitungen unterstützen dich dabei, deine Video-Skills zu erweitern. Deine fertigen Produktionen – inklusive wirkungsvollen Unschärfeeffekten – kannst du dann exportieren, bevor du sie online teilst.
Häufig gestellte Fragen.
Wie erzeuge ich Unschärfe in einem Video?
In {{premiere}} kannst du Werkzeuge im Schnittfenster, Keyframes und Masken sowie eine Vielzahl von Unschärfeeffekten im Bedienfeld „Effekte“ verwenden.
Kann ich einen Videohintergrund weichzeichnen?
Ja. Öffne deine Videodatei in {{premiere}}, und folge diesen Anweisungen:
- Klicke im Menü „Fenster“ auf „Effekte“, um das Bedienfeld „Effekte“ zu öffnen.
- Gib im Suchfeld weich ein. Scrolle zu „Gaußscher Weichzeichner“. Ziehe den Effekt auf die gewünschte Stelle im Schnittfenster.
- Wähle „Fenster > Effekteinstellungen“.
- Scrolle in diesem Bedienfeld zu „Gaußscher Weichzeichner“. Passe den Weichzeichnungsgrad an.
- Klicke unter „Gaußscher Weichzeichner“ auf das Icon „Freizeichnen-Bézier“.
- Zeichne im Programmmonitor die Kontur des Hauptmotivs im Video nach.
- Aktiviere unter „Maskenausweitung“ die Option „Umgekehrt“.
Klicke auf „Abspielen“, um das Video wiederzugeben. Wenn du harte Kanten um das Motiv herum entdeckst, klicke auf „Maske“, und wähle das Auswahl-Werkzeug.
Um einzelne Punkte anzupassen, klicke auf „Maskenausweitung“. Erhöhe den Wert, um die Maske zu vergrößern. Klicke auf „Weiche Maskenkante“, um den Wert zu reduzieren und die Kanten weicher zu machen.
Um die Datei zu speichern, wähle „Datei > Exportieren“.