Auf die richtige Geschwindigkeit kommt es an: Slow-Motion-Videos.

Lerne mehr über hohe Frame-Raten und deren Effekte auf die Geschwindigkeit deines Videos. Und halte deine Betrachter mit Slow-Motion-Effekten in Atem.

Gehe es langsam an.

Ändere in deinem nächsten Projekt mit Slow-Motion-Effekten die Geschwindigkeiten, im eigentlichen wie im übertragenen Sinn. Slow Motion ist das Gegenteil von Zeitraffer und liefert die Zeitlupen-Illusion, dass sich die Zeit in deinem Filmmaterial verlangsamt. Dies wird erreicht, wenn du dein Werk mit einer hohen Frame-Rate aufzeichnest, und es dann mit normaler Geschwindigkeit abspielst. Im Grunde zeigst du mehr von dem, was geschieht – was deine Augen in Echtzeit nicht sehen können.

 

„Das schafft meistens mehr Dramatik und Emotionen“, sagt Videofilmer Josh Flom.

 

Es kann auch Spannung erzeugen, wie bei einer Explosion in einem Action-Film. Es kann deiner Arbeit einen vermehrt filmischen Charakter geben. Oder du kannst Bewegung einfügen, wo keine vorhanden ist, mit einem schnellen Slow-Motion-Filmschwenk über Szenen hinweg. Was auch immer der Fall sein sollte, finde heraus, was du benötigst, um deiner Toolbox für Videoerstellung die Slow-Motion-Effekte hinzuzufügen.

 

Was du für ein Slow-Motion-Video benötigst.

Sieh dir, bevor du losziehst, um Aufnahmen zu machen, die Grundlagen zur Frame-Rate nochmals an. Die Frame-Rate für Videos ist standardmäßig 24fps (Bilder pro Sekunde). Du brauchst aber Frame-Raten wie 50 oder 60fps um ein ruckelfreies Abspielen bei niedrigeren Geschwindigkeiten zu gewährleisten.

 

„Wenn ich 50 Bilder pro Sekunde habe, kann ich es auf 40 % der Geschwindigkeit verlangsamen“, sagt Videofilmer Chris Printz.

 

Je höher die Frame-Rate, desto mehr kann das Video verlangsamt werden, ohne dass es verzögert aussieht. Die meisten Videokameras wie diejenigen von Samsung und Sony haben die Fähigkeit, jenseits der normalen Abspielgeschwindigkeit von 24fps zu filmen, wobei neuere iPhone-Modelle bis zu 120fps erfassen können. Egal womit du deine Aufnahmen machst, mache einen Testdurchlauf. In der Postproduktion kannst du die Frame-Rate nicht mehr ändern. Sorge deshalb dafür, dass die Einstellungen deiner Videokamera deinen Wünschen entsprechen.

Eine Person, die oben auf einem schneebedeckten Berg ein Slow-Motion Video aufnimmt.e

Öffne die Shutter.

Wenn dein Aufnahmematerial realistisch aussehen soll, wirst du deine Belichtungszeit auf das Doppelte deiner Frame-Rate einstellen müssen, mindestens. Das ergibt Bewegungsunschärfe, einen optischen Effekt, der aufgrund schneller Bewegung entsteht und Objekte verschwommen oder unscharf aussehen lässt.

 

„Bei allem, was unter dem Doppelten liegt, wirst du ruckeliges Filmmaterial bekommen“, sagt Printz.

 

Richte deine Kamera auf eine Lichtquelle und filme eine Zeit lang, um im Vorhinein zu sehen, wie dein Aufnahmematerial aussehen wird. Wenn du abgestufte Farbverläufe, Flackern oder Flimmern des Lichts durch deinen Sucher siehst, passe die Belichtungszeit entsprechend an.

 

Ändere die Bit-Rate.

Wenn du vorhast, nur in Slow-Motion zu filmen, denke an den Speicherplatz, den dies auf deiner Videokamera benötigen wird.

 

„60 Einzelbilder pro Sekunde heißt, dass du in jeder Sekunde 60 Fotos machst. Es heißt nicht, dass du eine höhere Qualität erhältst, du bekommst einfach mehr Einzelbilder, das heißt, es kostet viel mehr Speicherplatz. Es ist auch auf deinem Computer bei der Bearbeitung datenintensiv, denke also bei deinen SD-Karten und anderen Speichermedien daran“, fügt Flom hinzu.

 

Wenn du bei einer Filmaufnahme voraussehen kannst, dass es in den spannenden Augenblicken eine Pause geben wird, wie bei einer Sportveranstaltung oder einer Hochzeit, dann ändere die Geschwindigkeiten vom Slow-Motion auf 24fps, um Speicherplatz auf deiner Kamera zu sparen.


Der Speicherplatz auf deinem Computer ist für die Postproduktion nicht das Entscheidende, weil das Aufnahmematerial normalerweise auf einer externen Festplatte liegt, die, wenn du deine Arbeit dann aufbereitest, deine Video-Software anspricht. Ein Terabyte lokaler Speicherplatz sollte genügen, um zu rendern oder Proxy-Dateien von hochwertigen Video-Clips zu erstellen.

Wähle das richtige Tempo.

Verwende verschiedene Geschwindigkeiten, damit Slow-Motion spannend bleibt. Hier kommen Speed-Ramp-Effekte ins Spiel. Wenn du zum Beispiel ein Paar zeigst, das durch ein Feld läuft, würdest du sie gerne ein paar Sekunden zeigen, wie sie mit normaler Geschwindigkeit laufen, es dann verlangsamen und es dann wieder beschleunigen.

 

„Slow-Motion sieht besser aus, wenn es mit normaler Geschwindigkeit kombiniert wird“, sagt Printz.

 

Bewahre die Aufmerksamkeit deiner Betrachter, indem du nicht zu viel auf Slow-Motion zurückgreifst. Füge andere Techniken wie Zeitraffer hinzu, um deine Projekte einzigartig zu machen.

 

Überlege, ob deine Slow-Motion-Szene Audio enthält. Verlangsamte Audiodateien haben einen viel tieferen, langgezogenen Ton, „der sich nicht gut anhört“, sagt Prinz. Wenn du den Ton nicht für das Stück brauchst, ist er überflüssig. Sowohl mit Adobe Premiere Pro als auch mit Premiere Rush kannst du Audio stummschalten oder Audio- von Videospuren trennen, um zu vermeiden, dass man verzerrte Stimmen hört.

Das Adobe Premiere Pro Effekte-Menü, welches ein Bild von einem Snowboarder, der einen Trick ausführt, überlagert
Adobe Premiere Pro

Verlangsamen mit den Pro-Funktionen.

Die leistungsfähigen Tools in Premiere Pro helfen dir, Slow-Motion-Videos schneller zu bearbeiten und deine Audio- und Videodateien aufzupolieren. Schneide überflüssige Geräusche einfach heraus oder füge fortgeschrittene Videoeffekte und Farbkorrektur hinzu. Und wenn dein Filmmaterial aufgrund von Bewegung wackelig geworden ist, verwende die Rolling-Shutter-Reparatur, um es auszurichten.

Bild von der Bearbeitung eines Videos auf einem Mobiltelefon mit Adobe Premiere Rush, welches das Bild eines Snowboarders, der einen Berg herabfährt, überlagert.
Adobe Premiere Rush

Slow-Motion es unterwegs.

Wenn du in Eile bist und noch ein paar Bearbeitungen machen musst, nimm deine Arbeit mit Premiere Rush, dem Videoeditor für Mobiltelefone, einfach mit. Fange dank Cloud-Integration dort an, wo du aufgehört hast. So kannst du arbeiten, wo immer du bist. Verlangsame oder beschleunige Videos mit intuitiver, benutzerfreundlicher Videogeschwindigkeitssteuerung, die entwickelt wurde, um immer wieder schneller oder langsamer abzuspielen. Und wenn du fertig bist, poste dein Werk auf deinen bevorzugten Social-Media-Kanälen, von überall aus.

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