Stelle mit Aurafotografie elektromagnetische Felder farblich dar.

Erfahre mehr über die Geschichte der Aurafotografie. Finde heraus, wie du die verträumten, ätherischen Farben von Auraporträts erzeugen und entschlüsseln kannst.

Mehrere nebeneinander liegende Aurafotos

Bild von Jaime Hopper

Wecke die Hellsichtigkeit in dir.

Als Aura wird die individuelle Ausstrahlung oder Energie von Personen, Orten oder Gegenständen bezeichnet. Die Aurafotografie überträgt dieses Phänomen in die physische Welt und macht es sichtbar. Mit der erforderlichen Spezialausrüstung kannst du die elektromagnetische Energie, die den Körper einer Person umgibt, aufzeichnen und daraus farbenfrohe Porträts gestalten.

 

Auf diese Weise entstehen faszinierende Fotos, die du vielleicht schon auf Instagram gesehen hast. Sie zeigen oft den von einer Art farbigem Lichthof umrahmten Kopf einer Person vor dunklem Hintergrund. Doch hinter der Aurafotografie steckt mehr, als du vielleicht denkst.

 

Die Ursprünge der Aurafotografie.

„Die Aurafotografie hat sich aus der nach ihrem sowjetischen Erfinder Semyon Kirlian benannten Kirlianfotografie herausgebildet. Bei der Kirlianfotografie wird ein Gegenstand unter elektrische Spannung gesetzt und seine Entladung fotografiert“, erläutert der Aurafotograf Charlie Watts von Aura Weaver. Wird ein Gegenstand auf einer Fotoplatte platziert und elektrisch aufgeladen, lassen sich beim Entladen einzigartige, bunte Bilder mit einem Korona- oder Glimmeffekt erzeugen.

 

Die Aurafotografie kam in den 1970er Jahren auf und etablierte sich parallel zu einem allgemein wachsenden Interesse an Kristall- bzw. Energieheilung und New-Age-Trends. Der Wissenschaftler Guy Coggins übertrug als Erster die Techniken der Kirlianfotografie auf sein eigenes Kamerasystem. Die AuraCam 3000 verwendete einen von Coggins und seinem Team von Hellsichtigen entwickelten Algorithmus, der elektrische Energie in leuchtende Farben transformierte. Heute arbeiten viele Aurafotografen mit dem von Coggins entwickelten Nachfolgemodell, der AuraCam 6000.

 

In letzter Zeit hat diese Form der Fotografie wieder verstärkt Zulauf erhalten – nicht zuletzt, weil Christina Lonsdales mobiles Aurafotografie-Labor Radiant Human von Gwyneth Paltrows Lifestyle-Marke Goop präsentiert wurde. Auch Magic Jewelry im Chinatown-Viertel von New York City hat sich in der Szene einen Namen gemacht. 

Auraporträt einer Person

Bild von Charlie Watts

So funktioniert die Aurafotografie.

Das Setup.

Für die Aurafotografie ist besondere Spezialausrüstung erforderlich: eine Aurakamera, zwei Handplatten, ein dunkler Hintergrund und ein dunkler Aufnahmeraum. Allein das Equipment kann um die 15.000 Euro kosten. Der Einstieg in die Aurafotografie will also wohlüberlegt sein. Einige Aurafotografen arbeiten in stationären Studios. Viele Künstler richten sich aber ein mobiles Fotolabor ein und reisen damit zu Festivals, Partys und Straßenfesten.

 

„Ich beginne meine Sitzungen gern mit einer kurzen, gemeinsamen Meditation. Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass die Aura umso kräftiger wird, je entspannter die porträtierte Person ist“, erläutert Watts. Anschließend legt das Modell die Hände auf die Handsensoren, die die elektrische Entladung aufzeichnen. „Beim Berühren der Handplatten werden verschiedene Informationen erfasst. Man spricht dabei auch von der Messung des Meridians“, so Watts. Dieses Biofeedback wird dann in die Kamera eingespeist.

 

Die Aura spiegelt das persönliche Empfinden im jeweiligen Moment wider. Ein Aurafoto, das ein Jahr später – oder auch nur 15 Minuten später – aufgenommen wird, wird also anders aussehen.

 

Die Aurakamera.

Die Kamera selbst hat keine Einstellungen für Blende oder Verschlusszeit. Die Umgebung muss deshalb möglichst dunkel sein. „Ich persönlich reise mit einer kleinen Jurte als Fotostudio. Im Inneren verwenden wir einen schwarzen Hintergrund und ein sehr helles Ringlicht“, sagt Watts.

 

Alle über die Handplatten erfassten Informationen werden in die Aurakamera eingespeist. „Im Inneren der Kamera befinden sich mehrere Lichtsensoren. Je nach abgegebener elektrischer Energie wird ein individueller Farbalgorithmus erzeugt“, erklärt Watts. Die Aurakamera selbst hat die Form einer Schachtel. Integriert ist eine herkömmliche Polaroid-Kamera, die das Bild aufnimmt und ausdruckt. 

Aurakamera-Equipment

Bild von Charlie Watts

Aurabild lesen.

Das fertige Bild wird vom Aurafotografen interpretiert. Dabei sind nicht nur die Farben von Bedeutung, sondern auch ihre Position im Bild und ihre Formen. Jedes Auraporträt ist für sich betrachtet schön. Ihre besondere Wirkung erzielen diese Bilder aber daraus, dass keine zwei Personen dieselbe Aura haben.

 

Aurafarben interpretieren.

Die nachfolgende Auflistung dient als allgemeine Orientierungshilfe zur Bedeutung der Farben. Da jeder Aurafotograf seine eigene Interpretationsweise hat, werden einzelne Farben möglicherweise anders ausgelegt.

 

  • Rot: Leidenschaftlich, ich-bewusst, stark, eigenwillig, vital und mutig

  • Rosa/Pink: Liebevoll, fürsorglich, ich-bewusst, großzügig und heiter

  • Magenta: Gefühlsbetont, motiviert, geerdet und inspirierend; eine Mischung aus pinken und roten Auren

  • Orange: Ehrgeizig, spontan, kreativ, selbstbewusst, abenteuerlustig, sozial und gesellig

  • Gelb: Optimistisch, fröhlich, selbstbewusst, begeisterungsfähig, großzügig und verspielt

  • Grün: Liebevoll, mitfühlend, friedfertig, fürsorglich, verbunden mit der Natur und anderen Menschen

  • Blau: Expressiv, empathisch, unterstützend, intuitiv, loyal, vertrauensvoll und sensibel

  • Violett: Intuitiv, verspielt, hellsichtig, unvoreingenommen, unkonventionell und inspiriert

  • Weiß: Inspirierend, weise, kraftvoll, positiv und beschützend
Auraporträt einer Person
Auraporträt einer Person

Bilder von Charlie Watts

Auch die Position der Farbe sagt etwas aus. „Farben auf der linken Seite des Bilds repräsentieren die nach außen gerichtete Energie. Farben auf der rechten Seite stehen für die innere Energie. Farben über dem Kopf symbolisieren die aktuelle Energie“, erklärt Watts. „Weiße Streifen bezeichne ich als Engelslinien. Ich sehe darin direkte Nachrichten von der Erde. Sie sind in der Regel weiß, was Klarheit signalisiert. Also gebe ich dem Klienten mit, nach Momenten der Klarheit Ausschau zu halten, weil das im Foto zum Vorschein kommt.“ 


Die Deutung von Auraporträts liegt im Ermessen des Fotografen und seines Modells. Ob du der Interpretation Glauben schenkst, bleibt dir überlassen. So oder so kannst du dich aber an der ätherischen Schönheit der Bilder erfreuen.

 

Die inneren Farben zeigen.

Du musst dir keine Aurakamera-Ausrüstung anschaffen, um von Auren und Energiefeldern inspirierte Bilder zu gestalten. Entdecke die Welt der surrealistischen Fotografie, und erstelle traumartige Porträts mit den Tools in Adobe Photoshop Lightroom. Oder nutze Techniken der Bildbearbeitung für abstrakte Fotos, die mit Farben und Formen spielen und an den mystischen Charakter von Aurafotos erinnern.

 

Lasse dich von diesen Künstlern inspirieren, deren Werke die geheimnisvollen, mystischen Elemente der Aurafotografie zitieren:

 

 

Die brillanten Farbtöne und New-Age-Wurzeln der Aurafotografie bieten eine reiche künstlerische Inspirationsquelle. Ganz gleich, ob du dich an traditionellen Aurafotos versuchen willst oder die Porträts und Farbbedeutungen einfach nur als Anregung für deine eigenen Projekte nutzen willst: Öffne deinen Geist, und lasse dich von deiner Kreativität leiten.

Mitwirkender.

Adobe Photoshop Lightroom besser nutzen.

Bearbeite deine Fotos schnell und einfach mit den Lightroom-Vorgaben. Mit der Cloud-basierten Foto-Speicherverwaltung kannst du von überall auf deine Projekte zugreifen.

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