Erweitere dein Publikum mit Podcast-Videos.

Podcasts sind natürlich in erster Linie ein Audiomedium. Doch indem du eine Videokomponente hinzufügst, kannst du Benutzern auf Social-Media-Plattformen mehr bieten als ihr normaler Podcastfeed.

Foto einer Person, die sich für ein Podcast-Video mit einem Smartphone filmt

Was ist ein Podcast-Video?

Podcasts bestehen in erster Linie aus menschlicher Sprache. Ganz gleich, ob ein Podcast von nur einer Person moderiert wird oder ob eine Podiumsdiskussion stattfindet – das Wichtigste sind die Worte und Ideen der Menschen. Doch die Kommunikation geht weit über bloße Worte hinaus. Handgesten, Mimik und Körpersprache spielen beim Sprechen eine wichtige Rolle. Indem du Podcasts ein Videoelement hinzufügst, kannst du diese zusätzlichen Nuancen einfangen und mehr bieten als einfache Audioinhalte.

 

Podcast-Videos können Zuschauern diese feinen Nuancen der Kommunikation vermitteln. So haben Podcaster die Möglichkeit, ihre Botschaft stärker zu verbreiten und ein größeres Publikum zu erreichen als über ihre üblichen Plattformen.

 

Erstellen eines Podcast-Videos.

Da es sich um Videoinhalte handelt, ist die Erstellung eines hochwertigen Video-Podcasts arbeitsintensiver als bei einer reinen Audiodatei für einen RSS-Feed. Hierbei handelt es sich um das standardisierte Format, mit dem Apps wie Apple Podcasts, Stitcher und Google Play problemlos Podcast-Folgen wiedergeben und herunterladen können.

Drei Personen, die um einen Tisch herum sitzen und einen Podcast aufnehmen

Bild von Focus Forward Media 

Filmen eines Podcast-Videos.

In Podcast-Videos steht der Podcast an erster Stelle – erst danach kommt das Video. Achte also in erster Linie auf gute Audioqualität. Separate Mikrofone eignen sich im Allgemeinen besser für die Aufnahme als integrierte Kameramikrofone. Du musst jedoch nicht gleich jede Menge teure Ausrüstung kaufen. „Du brauchst nicht unbedingt die besten Kameras“, erklärt Mike Neilan, ein Podcaster bei Focus Forward Media. „Bei Podcasts geht es darum, eine Geschichte zu erzählen. Du brauchst keine Kamera, die in 4K aufnimmt. Hol dir lieber ein gutes Mikrofon für knapp 100 Euro.“

 

Wenn du ein Online-Interview durchführst, kannst du deine Gäste nicht immer filmen. Vielleicht haben sie keine Webcam oder müssen von einem anderen Ort aus anrufen. Wenn das der Fall ist, brauchst du trotzdem eine visuelle Komponente, während sie sprechen. Und hierbei solltest du mehr bieten als ein bloßes Standbild. Du kannst beispielsweise die animierte Wellenform der gesagten Worte oberhalb eines Porträts oder Logos einfügen, um dem Videomaterial ein dynamisches visuelles Element hinzuzufügen.

 

„Wir wollten erst einmal herausfinden, wie der eigentliche Podcast aussieht, bevor wir Videos hinzufügten“, erinnert sich Neilan. Focus Forward stellte sicher, dass der Podcast funktionierte und der Ton sauber klang, bevor das visuelle Element hinzugefügt wurde. Diese visuellen Elemente sind zwar wichtig, doch entscheidend sind deine Worte, Ideen und Gespräche, um Zuhörer zu fesseln. Wenn du ein Podcast-Video erstellst, solltest du stets beachten, was einen guten Podcast ausmacht – selbst wenn er keine Videokomponente enthält. Die Podcast-Grundlagen, wie die Beseitigung von Hintergrundgeräuschen und das Herausschneiden von Versprechern, gelten mit oder ohne visuelles Element.

 

Bearbeiten eines Podcast-Videos.

In der Regel lohnt es sich, Audio- und Videoaufnahmen getrennt durchzuführen und sie später in der Bearbeitung zu kombinieren. „Wir nehmen Audio und Video voneinander getrennt auf“, so Christina Jones, Podcasterin bei Creatives Are Essential. „Sobald wir die Podcasts aufgenommen haben, synchronisieren wir sie in Adobe Premiere.“

 

Richte deine Aufnahmeumgebung möglichst so ein, dass seltsame Schnitte vermieden werden. Verwende, wenn möglich, mehr als eine Kamera für die Aufnahme. Wenn du nur eine Kamera hast, musst du wahrscheinlich bei der Audiobearbeitung auf Jumpcuts zurückgreifen. Mit mehreren Kameras kannst du bei Audioschnitten die Einstellung umschalten, damit Zuschauer nicht von störenden Jumpcuts abgelenkt werden. Auch ein Schnitt auf die B-Roll kann Audiobearbeitungen nahtloser gestalten und damit Audio- und Videoinhalt besser vereinen.

Füge zusätzliche Inhalte hinzu.

Nachdem du Audio- und Video-Content zusammengefügt hast, kannst du zusätzliche Inhalte hinzufügen, wie Bildschirmtexte, die alle Sprecher identifizieren, Lower-Third-Grafiken (also Grafiken, die im unteren Drittel des Bildschirms erscheinen) und andere Bildschirmgrafiken. Podcasts bieten nur eingeschränkte Möglichkeiten, um Hörer an Werbetreibende weiterzuleiten. Sogenannte „Calls to Action“ (kurz: CTA, zu Deutsch: Handlungsaufruf) sehen hier meist so aus, dass der Moderator seine Zuhörer bittet, sich den entsprechenden Inhalt anzuschauen. Podcast-Videos hingegen können sogar klickbare Bildschirmgrafiken enthalten. Während im Podcast über eine Website gesprochen wird oder ein Produkt oder Service beworben werden, kannst du einen aufrufbaren Onscreen-CTA im Video einblenden, und den Prozess für Zuschauer reibungsloser gestalten.

 

Bewirb deine Podcast-Videos.

Podcast-Videos können ein effektives Werbeinstrument sein und Podcastern dabei helfen, mehr zu bieten als reine Audioinhalte.

 

Kenne deine Plattformen.

Verschiedene Plattformen haben auch unterschiedliche Anforderungen. YouTube und viele andere Plattformen benötigen für jedes hochgeladene Video eine eigene Miniaturansicht oder ein Promo-Bild. Andere Plattformen hingegen, darunter Apple Podcasts oder Spotify, benötigen nur ein einziges statisches Bild. Wenn du Zielgruppen auf verschiedenen Plattformen effektiv ansprechen willst, musst du deinen Content genau auf die jeweilige Plattform zuschneiden.

Collage aus vier verschiedenen Bildern von Personen, die gemeinsam an einem Tisch in einem Aufnahmestudio sitzen und Podcasts aufnehmen

Verwandle eine Podcast-Folge in mehrere Videos.

Ein Video für eine lange Podcast-Folge kann in kürzere Abschnitte aufgeteilt werden, die sich besser teilen lassen. Während eine ganze Folge zwischen 20 und 90 Minuten dauern kann, dauern manche Themen, die darin behandelt werden, nur ein oder zwei Minuten. Wenn solche Segmente in deinem Podcast vorkommen, kannst du sie herausnehmen und in kürzere Videos umwandeln. Und die eignen sich perfekt, um auf Social-Media-Plattformen Aufmerksamkeit zu erregen.

 

 „Indem du das Video aufnimmst, kannst du daraus Clips erstellen, sie auf Social Media hochladen und damit die Zuhörerzahl deines Podcasts steigern“, erklärt Mike McDonough von Focus Forward Media. Ein treues Publikum kann und wird zwar mit langen Inhalten interagieren, doch kürzere Videos lassen sich besser teilen und können ein gutes Instrument sein, um neue Abonnenten und Zuschauer zu gewinnen.

 

Unterhalte dich mit Gästen in ihrer Umgebung.

Einen bekannten Gast für deinen Podcast zu gewinnen, ist eine bewährte Methode, um dein Publikum zu erweitern. Wenn du prominente Gäste hast, werden diese auf ihren Kanälen für den Podcast werben, und dein Publikum ist eher dazu bereit, sich deinen Content anzusehen. Und Podcast-Videos bieten noch mehr Möglichkeiten, diese bewährte Methode zu nutzen. Durch Podcast-Videos kannst du mit Gästen aus dem Videobereich über die Plattform ihrer Wahl in Kontakt treten. Es ist einfacher, das Publikum eines YouTubers auf YouTube zu erreichen als auf TikTok – und umgekehrt. Du musst nicht versuchen, die Benutzer einer Videoplattform zu einem Audiomedium umzuleiten.

 

Geh über das normale Podcast-Format hinaus.

Die beliebtesten Podcasts haben Millionen von Abonnenten. Und Podcast-Hörer fühlen sich oft stark mit ihren Lieblingssendungen und -moderatoren verbunden. Doch auf diesem Markt Fuß zu fassen, kann sich als schwierig gestalten. Es gibt bereits eine Menge Podcasts, die um die Aufmerksamkeit der Zuhörer buhlen. 

 

Um diese Aufmerksamkeit zu erlangen, müssen sich Podcaster auf allen Kanälen präsentieren – und hierfür sind Videos ein effektives Mittel. Darüber hinaus bieten sie dir die Möglichkeit, noch mehr von dir und deiner Persönlichkeit in den Podcast zu präsentieren. Denn deine Zuhörer schalten nicht nur ein, weil sie interessiert, was du sagst. Sie schalten ein, weil sie an dir als Person interessiert sind. Indem du dich vor die Kamera stellst, kannst du dieses Bedürfnis bedienen. Denn um die unglaublich wichtige Verbindung zu deinem Publikum aufzubauen, zählt jeder Schritt. „Sei du selbst“, empfiehlt McDonough. „Das ist das Allerwichtigste.“

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