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7. März 2025 * 3 Min. Lesezeit

Verknüpfung von KI-Kompetenz, Lernergebnissen und Career Readiness.

Verknüpfung von KI-Kompetenz, Lernergebnisse und Career Readiness.

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Moderatoren

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Wenn Hochschulen generative KI flächendeckend in den Lehrplan einbinden wollen, müssen sie eine Brücke schlagen: zwischen der täglichen Studienarbeit, den angestrebten Lernergebnissen und der Tatsache, dass KI-Kompetenz mittlerweile überall vorausgesetzt wird.

Bei unserem Digital Literacy Café am 5. März haben wir Spitzenkräfte aus Wissenschaft und Wirtschaft an einen Tisch geholt. Im Zentrum stand die Frage, welche Kompetenzen und Erfahrungen Studierende heute sammeln müssen, um den Anforderungen künftiger Lehr- und Lernumgebungen sowie einer sich verändernden Arbeitswelt gerecht zu werden.

Wie KI die nächsten drei bis fünf Jahre in der Hochschulbildung prägen wird.

Den Auftakt der Diskussion machte Dr. Megan Workmon, die an der Arizona State University das Learning Experience Design für Enterprise Technology leitet. Für sie und ihr Team geht es bei KI vor allem darum, Probleme völlig neu anzugehen, Lösungen in den richtigen Kontext zu setzen und neue Horizonte zu eröffnen. Ihre Kernthesen sind im Einzelnen:

  • KI hilft uns entscheidend beim kreativen Stöbern („Creative Foraging“) – also dabei, uns durch gigantische Datenberge zu navigieren und Informationen völlig überraschend neu zusammenzusetzen.
  • Hochschulen müssen KI-Innovationen verantwortungsvoll und prinzipientreu gestalten. Kritische Empathie und ethische Vorstellungskraft müssen dabei an erster Stelle stehen.
  • In dieser neuen Realität ist Teamwork die ultimative Superkraft: Interdisziplinäre Teams verbinden die Stärken von Mensch, Maschine und Gemeinschaft.
  • Wir müssen vermitteln, wie man flexibel bleibt und in Systemen denkt – gerade in den unbeständigen, vagen Räumen, die KI schafft.

Im Anschluss stellte Dr. Bob Caron, Specialist Leader im Sektor Higher Education bei Deloitte, fest, dass sich ein Drittel der Qualifikationsprofile aktueller Arbeitsplätze in den vergangenen drei Jahren verändert hat. Er und sein Team identifizieren drei Kompetenzbereiche, deren Förderung durch die Universitäten essenziell ist, um Studierende auf einen erfolgreichen Berufsweg vorzubereiten:

  1. Technische Qualifikationen. Die Studierenden müssen den Umgang mit Werkzeugen wie der KI beherrschen, um ihre Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz wertsteigernd zu beschleunigen.
  2. Humankompetenzen. Hochschuleinrichtungen müssen sicherstellen, Hochschulen müssen sicherstellen, dass Studierende mit Ungewissheit umgehen, kritisch und sozial denken sowie unterschiedliche Perspektiven zusammenführen können.
  3. Ethische Kompetenzen. Studierende müssen die Auswirkungen ihrer Entscheidungen und der von ihnen genutzten Werkzeuge verstehen, auch in Bereichen wie Datenschutz, Sicherheit und den Herausforderungen des geistigen Eigentums.

Daran anknüpfend legte Dr. Magdalena Barrera, Vice Provost for Faculty Success an der San José State University, dar, dass ihr Team die Vision einer digitalen Zukunft verfolgt, in welcher der Mensch im Mittelpunkt steht. Ihre Arbeit konzentriert sich auf vier Schwerpunktbereiche:

  1. Ethisches Denken und verantwortungsvoller Einsatz von KI. Die Studierenden müssen die Fähigkeit erwerben, die gesellschaftlichen Implikationen von KI-Systemen im Hinblick auf Benachteiligungen, Datenschutz, Transparenz und verwandte Aspekte kritisch zu bewerten.
  2. Digitale Kommunikation und Erstellung von Inhalten. Studierende sollten Qualifikationen wie digitales Storytelling, Medienkompetenz und den verantwortungsbewussten Einsatz KI-generierter Inhalte verinnerlichen, um komplexe Informationen im späteren Berufsleben prüfen, strukturieren und vermitteln zu können.
  3. Kooperation von Mensch und KI. Die Studierenden müssen befähigt werden, mit KI-Anwendungen zur effizienten Problemlösung zu interagieren und gleichzeitig ihre eigene Entscheidungskompetenz zu wahren.
  4. Anpassungsfähigkeit und lebenslanges Lernen. Aufgrund der kontinuierlichen Evolution von KI-Technologien müssen Institutionen die Studierenden dabei unterstützen, Konzepte wie Höherqualifizierung, Micro-Learning und interdisziplinäre Ansätze zu adaptieren.

Herausforderungen, Änderungen und erste Erfolge.

Die Diskussionsteilnehmer berichteten auch über ihre Perspektiven zu den Herausforderungen bei der Weiterbildung von Lehrenden und Studierenden sowie über vielversprechende Initiativen, die sie selbst ins Leben gerufen haben:

  • Laut Caron tun sich Hochschulen mit Veränderungsprozessen traditionell schwer. Umso wichtiger sei es, dass Institutionen ihren Lehrenden helfen, den Unterricht moderner zu gestalten, und eng mit der Praxis kooperieren, um Lehrpläne am Puls der Zeit zu entwickeln.
  • Barrera betonte, dass Studierende nach Orientierung suchen, wie sie KI sinnvoller und zielgerichteter einsetzen können. Die SJSU hat deshalb eine Partnerschaft mit Adobe initiiert: Gemeinsam entwickeln sie innovative Lehrformate, die auf digitalen Projekten, Storytelling und einer fairen, chancengerechten Benotung basieren.
  • An der ASU wurde laut Workmon ein KI-Basiskurs ins Leben gerufen, den schon 3.500 Fakultätsmitglieder und Beschäftigte durchlaufen haben. Hinzu kommen mehr als 200 KI-Workshops pro Semester, der Aufbau einer KI-Community-of-Practice sowie die Verankerung von KI in den Schreibprogrammen.

Innerhalb des letzten Jahres hat Workmon erlebt, wie beim Thema KI die anfängliche Skepsis einer echten Anwendungskompetenz gewichen ist.

„Die Studierenden sind über die Frage 'Was bringt mir KI?' hinausgewachsen. Sie fragen jetzt: 'Wie verändert KI unsere Gesellschaft? Welche Sichtweisen werden übergangen und wie verhalte ich mich dabei ethisch korrekt?'“, so Workmon. „Für mich als Lehrkraft ist es absolut großartig zu sehen, dass der Impuls von den Studierenden selbst kommt und sie die wirklich schwierigen Fragen aufwerfen.“

Schau dir die Webinar-Aufzeichnung an und erfahre mehr darüber, wie Bildungseinrichtungen KI-Kompetenz mit akademischen und beruflichen Erfolgen verknüpfen. Nimm am 9. April an unserem letzten Digital Literacy Café Webinar des akademischen Jahres teil, wo das Gespräch fortgesetzt wird.

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