Einsatzmöglichkeiten der Farbe Beige.
Beige eignet sich ideal zur Ergänzung komplexer Farbpaletten und sorgt für Vorhersehbarkeit in Kunst und Design.
Erfahre mehr über die Geschichte und Bedeutung der wärmsten aller neutralen Farben: Beige.
Der Name der Farbe Beige stammt aus dem Französischen und bedeutet unbehandelte Wolle. Man stelle sich ein Schaf vor, das über eine Wiese läuft. Es ist weder weiß noch cremefarben. Die Farbe liegt irgendwo dazwischen und man möchte am liebsten mit der Hand durch das wollige Fell fahren. Beige vereint die Wärme von Braun mit dem Strahlen von Weiß und ist damit ein vorhersehbarer und verlässlicher neutraler Farbton.
Beige strahlt eine ruhige, erdige Wärme aus. Beige ist hell und sandfarben: ein Braun, das wegen seiner Helligkeit in jede Umgebung passt.
Die Farbe Beige wird mitunter als gräuliches Hellbraun oder gelbliches Braun beschrieben. Beige wird auch als Synonym für Eierschale oder Creme verwendet, ist aber in Wirklichkeit keine dieser beiden Farben. Das Wort Beige wurde aus dem Französischen übernommen und seine ursprüngliche Bedeutung war „natürliche Wolle“ (ungefärbt, ungebleicht). Das Wort tauchte im Französischen erstmals 1877 auf, im Englischen wurde es nach 1887 verwendet.
Die Farbe Beige wurde bereits verwendet, bevor sie einen Namen hatte. Prähistorische Höhlenmalereien in Frankreich zeigen beigefarbene Pigmente, die aus einer Mischung von Gelb, Grau, Braun und Weiß bestehen. Obwohl man in grauer Vorzeit noch keine Bezeichnungen für diese Farben hatte, spielt die Farbe Beige als echter neutraler Farbton eine wichtige Rolle in der Farbtheorie. Damit ist sie außerordentlich vielseitig.
Beige gilt in der Mode und Innenarchitektur des 21. Jahrhunderts als sichere und beruhigende Farbe. Nach dem Boom des Minimalismus ab den 1990er Jahren wurde Beige als zurückhaltende Grundfarbe populär. Beige ist auch eine der vielseitigsten Farben für Schuhe und andere Accessoires, da sie sich mit jeder anderen Farbe kombinieren lässt.
Das Auf und Ab bei der Verwendung der Farbe Beige im englischen Sprachgebrauch lässt Rückschlüsse auf ihre Beliebtheit über die Jahre zu. Nachdem sie erstmals Ende des 18. Jahrhunderts in der englischen Sprache auftauchte, erlebte die Farbe einen schnellen und stetigen Aufstieg. Sie erfreute sich massiver Beliebtheit: Über einen Zeitraum von 120 Jahren nahm ihre Verwendung um mehr als 900 % zu! Seit dem Aufkommen des Minimalismus vor 30 Jahren ist Beige in Bereichen wie der Innenarchitektur sogar noch beliebter geworden.
In vielen westlichen Kulturen hat Beige den Ruf, langweilig zu sein. Tatsächlich kann eine Tätigkeit oder Einstellung im Englischen als „beige“ bezeichnet werden, wenn sie fade oder konventionell ist, auch wenn sie nichts mit der Farbe zu tun hat. In Saudi-Arabien hingegen wird Beige häufig als Farbe für das traditionelle Übergewand Bischt gewählt. Sie gilt als Farbe der Wertschätzung. In China steht Beige für Kultiviertheit und Harmonie.
Beige hielt vor 50 Jahren Einzug in die Arbeitswelt und vermittelte lange Zeit ein Gefühl von Beständigkeit in der Bürotechnik. In den 1960er Jahren brachte die Telefongesellschaft AT&T ein Telefon auf den Markt, das sie in der Farbe Beige vermarktete. Zwanzig Jahre später kamen die ersten Computer in die Büros, ebenfalls mit beigefarbenem Gehäuse. Diese kastenförmigen Computer in der Farbe Beige waren lange Zeit allgegenwärtig, bis sie teilweise durch Laptops abgelöst wurden.
Der HEX-Code für die Farbe lautet #F5F5DC. Hierbei handelt es sich um den hellen, neutralen Erdton, der von unbehandelter Wolle inspiriert ist.
Die Farbe Beige kann im RGB-Farbraum mit 245 Rot, 245 Grün und 220 Blau dargestellt werden. In einem CMYK-Farbraum lässt sich die Farbe mit 4 % Cyan, 1 % Magenta, 15 % Gelb und 0 % Schwarz erzielen.
Beige eignet sich ideal zur Ergänzung komplexer Farbpaletten und sorgt für Vorhersehbarkeit in Kunst und Design.