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Farbinspiration Kardinalrot.

Erfahre mehr über die Geschichte und Bedeutung der Farbe Kardinalrot – ein kräftiger Farbton, der im freien Raum zwischen Rubinen und Rotwein schwebt.

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Welche Bedeutung steckt hinter der Farbe Kardinalrot?

Kardinalrot ist lebendig und gesättigt. Dieser Ton von Karmesin beeindruckt sofort durch seine starke Anziehungskraft. Der Name wurde von den roten Gewändern der katholischen Kardinäle inspiriert, aber später erhielt die Farbe Kardinalrot ein eigenes Profil und eine eigene Bedeutung.

Kardinalrot ist ein ausgewogenes, leuchtendes Rot, das sich am Rande des dunkelroten Unterspektrums bewegt, was zu seiner angeborenen Intensität beiträgt.

Die Geschichte der Farbe Kardinalrot.

Das Wort Kardinal, das einen Bestandteil der Farbe Kardinalrot ausmacht, strahlt immer eine gewisse Wichtigkeit aus.

„Kardinal“, das vom lateinischen Wort cardinalis abgeleitet ist, bedeutet so viel wie „grundlegend“ und „hauptsächlich“. Deshalb sprechen wir von „Kardinalsünden“, „Kardinalzahlen“ und von „Kardinälen“ der katholischen Kirche. Die Bedeutung seiner lateinischen Wurzel cardō ist „Dreh- und Angelpunkt“ oder „das, wovon etwas abhängt“. Dennoch ist die Farbe Kardinalrot keine „Primärfarbe“. Nichts hängt von dieser Farbe ab oder wird durch sie hervorgebracht. Stattdessen hat sie sich erst im Nachhinein aus den scharlachroten Gewändern katholischer Kardinälen entwickelt.

Auch der Kardinal, ein in Nord- und Südamerika beheimateter Singvogel hat außer seiner Farbenpracht keinerlei besondere Bedeutung.

Erst einige Jahrhunderte nach der Einführung des Farbnamens „Kardinalrot“ erhielt er aufgrund seines leuchtend roten Gefieders den Namen „Kardinal“. Wer heute „Kardinalrot“ hört, denkt jedoch eher an diesen Singvogel als an die Gewänder kirchlicher Würdenträger. Außerdem sind die Gewänder der katholischen Kardinäle genau genommen scharlachrot. Das satte Rot des Gefieders des Singvogels trifft die Farbe Kardinalrot sehr viel besser.

Die sprachliche Bedeutung von Kardinalrot im Laufe der Zeit.

Kardinalrot wurde erstmals im Jahr 1698 als Farbname aufgezeichnet. Der Singvogel Kardinal wurde erstmals im Jahr 1758 taxonomisch erfasst, was zeigt, dass das Wort Kardinalrot zu diesem Zeitpunkt bereits fest etabliert war. Nach der Wende zum 19. Jahrhundert begann die Verwendung des Wortes Kardinal – das so viel wie „grundlegend“ und „hauptsächlich“ bedeutet – nachzulassen. Im modernen Farbspektrum hat Kardinalrot bisher noch nicht einmal einen eigenen Crayola-Buntstift bekommen. Die beliebteste Verwendung der Farbe Kardinalrot findet sich heute in den offiziellen Farben von Universitäten und Studentenverbindungen.

Die Farbe Kardinalrot in verschiedenen Kulturen.

Die Farbe Kardinalrot an Universitäten.

Die Farbe Kardinalrot erscheint in den offiziellen Farben vieler Universitäten. Die Iowa State University trägt nicht nur Kardinalrot als Hauptfarbe, sie hat auch ein Maskottchen in Form des Vogels mit kardinalrotem Gefieder. Die University of Wisconsin, die Arizona University, die Stanford University und die Wesleyan University verwenden ebenfalls die Farbe Kardinalrot.

In der Folge wurde Kardinalrot auch im Sport populär.

Die Farbe Kardinalrot kennzeichnet hochkarätige Leichtathletikprogramme wie etwa das der Iowa State University. Auch viele professionelle Sportmannschaften verwenden Kardinalrot als Farbe angenommen, wie das Rugbyteam South Sydney Rabbitohs und der englische FC Woking. Die St. Louis Cardinals tragen das Wort Kardinal in ihrem Namen und haben für ihr Maskottchen die Farbe Kardinalrot gewählt.

Die Farbe Kardinalrot in der Verbraucher*innenkultur.

Kardinalrot ist eine kräftige Farbe, die sofortige Aufmerksamkeit verlangt. Im Gegensatz zu tiefen oder kühlen Rottönen, die Raffinesse vermitteln, ist Kardinalrot laut und direkt. Die Farbe Kardinalrot zieht die Augen der Verbraucher*innen auf natürliche Weise auf sich. So wird Kardinalrot bei Verpackungen und im Marketing für Call-to-Action-Elemente verwendet. Einige Verbraucher*innenstudien haben gezeigt, dass leuchtende Rottöne auch mit Zeitgemäßheit oder Aktualität assoziiert werden, was in Branchen wie Mode und Technologie wichtig ist.