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Farbinspiration: Champagner.

Erfahre mehr über die Geschichte und die Bedeutung der wohl exklusivsten aller Farben: Champagner.

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Welche Bedeutung steckt hinter der Farbe Champagner?

Champagner ist eine Farbe, die an das gleichnamige Getränk erinnert: fröhlich, spritzig und raffiniert. Die Farbe Champagner scheint das Glück, das mit dem gleichnamigen Getränk gefeiert wird, noch stärker anzuziehen. Hält man eine Champagnerflöte gegen das Licht, lässt sich die charakteristische gelb-orange Färbung bewundern, und beobachten, wie die leuchtenden Bläschen zur Oberfläche steigen. Das ist die Farbe von Champagner.

Die Farbe Champagner, benannt nach dem ältesten Schaumwein, ist eine blasse Mischung aus Gelb und Orange.

Die Geschichte hinter der Farbe Champagner.

Die Farbe ist charakteristisch für die Marke Champagner.

Die Farbe Champagner wurde von dem in der ganzen Welt bekannten, sprudelnden Getränk inspiriert. Der Name Champagner gilt nur für den Schaumwein, der aus der Champagne im Nordosten Frankreichs stammt. Aufgrund seiner exquisiten Qualität und seiner unvergleichlichen Geschichte, die bis ins 5. Jahrhundert zurückreicht, war der Champagner zunächst in Königshäusern und am französischen Hof beliebt. Champagnerfarben wurde zum Symbol für die Opulenz und die Hochwertigkeit des Getränks.

1915 wurde die Bezeichnung Champagner in die englische Sprache aufgenommen.

Die Farbe Champagner wurde schließlich 1915 im Englischen registriert, fast 100 Jahre nachdem das Getränk in Großbritannien und den Vereinigten Staaten seinen Boom erlebte. Der Begriff „Champagner“ als Wein und Farbe wurde damals in Europa heiß diskutiert. Kein schäumendes Getränk, das nicht in der Champagne hergestellt wurde, durfte diesen Namen tragen. Im Jahr 1941 wurde das Comité interprofessionnel du vin de Champagne (CIVC) gegründet, um den Begriff für diesen Schaumwein —und die Farbe— offiziell zu schützen.

Versuche, die Farbe Champagner zu verwenden, wurden im Keim erstickt.

Die Farbe Champagner ist eng mit Luxus, Erfolg und Prestige verbunden. Natürlich waren Vermarkter*innen bestrebt darin, diese Assoziation zu ihrem Vorteil zu nutzen. Yves Saint Laurent kreierte 1993 ein „Champagner-Parfüm“, das nach Einschreiten der CIVC umbenannt werden musste. Im Jahr 2013 wollte Apple sein goldenes iPhone „Champagner“ nennen. Diese Entscheidung wurde nach dem Einschreiten der CIVC schnell wieder zurückgenommen.

Die Farbe Champagner in verschiedenen Kulturen.

Was ursprünglich dem französischen Königshaus vorbehalten war, gelang bald zur breiten Masse.

Champagner ist blass, aber warm, ein helles, leichtes Gold mit einem zarten Orangeton. Genau wie das prestigeträchtige Getränk, werden auch champagnerfarbene Töne mit Freude und Luxus in Verbindung gebracht. Die Farbe Champagner wird, wie ihr Namensgeber, für Feierlichkeiten aller Art verwendet. Nach den ursprünglichen Verbindungen zum Königtum eröffnete der Export außerhalb Frankreichs die Welten neuer Bevölkerungsgruppen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde Oscar Wilde mit den Worten zitiert: „Nur Einfallslose können keinen Grund finden, Champagner zu trinken“.

Die Farbe Champagner eröffnete für alle neue Welten.

Ursprünglich sollte Champagner —ausschließlich— bei französischen Krönungsbanketten fließen, doch in den 1920er Jahren wurde er zu einem Getränk für alle. Bei den legendären Partys des Jazz-Zeitalters war Champagner ein Symbol für Freude und Geselligkeit. Die Verbindung zwischen dem Getränk und der Farbe zum Königshaus wurde somit gebrochen. Stattdessen wurde die Farbe Champagner ein beliebtes Symbol für allgemeinen Wohlstand.

Nur Champagner ist auch Champagner.

Obwohl der Namensvetter seit dem 5. Jahrhundert als Genussmittel gilt, wurde die Champagnerfarbe erst vor kurzem in die englische Sprache aufgenommen. Bevor das Getränk zum ersten Mal nach England importiert wurde, wurde die Farbe Champagner auf unterschiedliche Weise beschrieben. Sie wurde oft mit der Farbe von Edelsteinen wie Topas oder Quarz verglichen. Auch wenn der Vergleich mit Edelsteinen dem Gefühl schon recht nahe kam, entstand die Assoziation mit Kultiviertheit und Feierlichkeit erst, nachdem es von dem Getränk geprägt wurde.

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