Einsatzmöglichkeiten der Farbe Kobaltblau.
Experimentiere mit Kobaltblau, um unvergessliche – vielleicht sogar chemische – Statements zu erzeugen.
Erfahre mehr über die Geschichte und Bedeutung eines leuchtenden Blautons, der (ganz offensichtlich) durch chemische Manipulation entstand: Kobaltblau.
Kobaltblau ist ein ebenso auffälliges wie beständiges Blau. Das berühmte Pigment wurde ursprünglich durch chemische Manipulation produziert – eine Tatsache, die gut zu dieser dynamischen Farbe passt. Kobaltblau ist eine halbdeckende Variante von Ultramarin, dem begehrtesten Blau aller Zeiten. Kobaltblau war vor allem in der Kunst und Keramik beliebt und wird seit den 1820er Jahren in vielen Teilen der Welt hergestellt.
Aufgrund ihrer hohen Beständigkeit findet sich die Farbe Kobaltblau in Kunstwerken jeder Art. Dieses Mittelblau besitzt eine seltsam leuchtende Qualität, die es unverkennbar macht.
Die Farbe Kobaltblau wurde 1803 vom französischen Chemiker Louis Jacques Thénard erfunden und setzte sich sehr schnell durch. Zu dieser Zeit war Ultramarin der begehrteste blaue Farbstoff – ein extrem teures Pigment. Doch Kobaltblau fasste sofort Fuß, zunächst unter Malern, die seine Beständigkeit und intensive Ausstrahlung bewunderten.
Die chemische Zusammensetzung von Kobaltblau ist gefährlich, wenn das Pigment verschluckt oder eingeatmet wird. Bei längerer Exposition können Augen, Haut und Herz-Kreislauf-System geschädigt werden. Trotz seiner Popularität ging die Suche nach sichereren blauen Farbstoffen auf organischer Basis weiter.
Die Farbe Kobaltblau war ein Riesenerfolg – eine preisgünstige Alternative zu bis dahin unerschwinglichen blauen Pigmenten. Doch mit der Erfindung von synthetischem Ultramarin und weniger gefährlichen organischen Blautönen im 20. Jahrhundert verlor Kobaltblau seine Attraktivität.
Das kobaltblaue Pigment wurde von Künstlern im 19. Jahrhundert begeistert genutzt und fand besonders in französischen und deutschen Werken Verwendung. In der Zeit des Impressionismus galt es als einer der wichtigsten Blautöne in der Palette jedes Künstlers.
Kobaltblau wurde zunächst als Thénard-Blau bezeichnet, nach dem Chemiker, der es erfunden hatte. Doch schnell setzte sich die Bezeichnung „kobaltfarben“ durch – entlehnt vom deutschen Wort „Kobold“, dem hinterlistigen Hausgeist.
Obwohl der Farbstoff erst im 19. Jahrhundert erfunden wurde, kam ein sehr ähnliches kräftiges Blau bereits seit Jahrhunderten in chinesischem Porzellan zum Einsatz. Auch in der polnischen Keramik findet sich eine auffällige blaue Glasur ähnlich der Farbe Kobaltblau, welche die Menschheit seit Jahrhunderten anzieht.
Der HEX-Code für die Farbe lautet #0047AB. Dies ist ein Mittelblau mit ätherischer Energie, das sofort Aufmerksamkeit erregt.
Die Farbe Kobaltblau kann in einem RGB-Raum mit 0 Rot, 71 Grün und 171 Blau dargestellt werden. In einem CMYK-Farbraum lässt sich die Farbe mit 100 % Cyan, 58 % Magenta, 0 % Gelb und 33 % Schwarz erzielen.
Experimentiere mit Kobaltblau, um unvergessliche – vielleicht sogar chemische – Statements zu erzeugen.