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Farbinspiration: Ocker.

Erfahre mehr über die Geschichte und Bedeutung dieses dunklen Rotbrauntons, der seit jeher mit Leben und Ewigkeit in Verbindung gebracht wird: Ocker.

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Welche Bedeutung steckt hinter der Farbe Ocker?

Ocker ist einer von mehreren erdigen Farbtönen, die zwischen Braun und Rot liegen. Die Farbe Ocker ist dabei relativ hell und weist einen Hauch von Goldgelb auf. Ockerpigmente und -farben gehören zu den ältesten der Menschheitsgeschichte und die Farbe Ocker hat im Laufe der Zeit verschiedene Bedeutungen angenommen.

Die Farbe Ocker steht seit jeher für Vitalität, Ewigkeit und Fruchtbarkeit. In Kulturen auf der ganzen Welt wird die Farbe Ocker verwendet, um Blut und damit Leben darzustellen.

Die Geschichte der Farbe Ocker.

Ocker ist eines der ersten vom Menschen genutzten Farbpigmente.

Ockerfarben wurden in Höhlenmalereien entdeckt, die zwischen 25.000 und 75.000 Jahre alt sind. Ocker gehört zu den Erdfarben, die aus einer Mischung aus Ton und Sand entstehen. Zur gleichen Farbfamilie gehören auch Siena und Umbra. Ockerpigmente wurden zunächst zur Bemalung von Höhlenwänden, menschlicher Haut und Gegenständen verwendet.

Die Farbe Ocker im alten Ägypten und im römischen Reich.

Im alten Ägypten galt Ocker als Symbol für Leben und Ewigkeit. Ockerfarben und -pigmente kamen bei Kosmetika und Grabmalereien zum Einsatz. Im alten Rom hatte die Farbe eine ähnliche Bedeutung. Ocker galt als Abbild von Gold und wurde auf die Haut aufgetragen oder als Hintergrund für Wandmalereien verwendet. Die Farbe kommt auch in den römisch-pompejanischen Wandmalereien großzügig zum Einsatz.

Wissenschaftliche Fortschritte in der Ockerverarbeitung.

In der klassischen Antike war der Mittelmeerraum, insbesondere die Türkei und Italien, die wichtigste Quelle für Ocker. Als die Quelle erschöpft war, stieg der Preis und die hochwertigsten Pigmente blieben fortan den Künstlern der Renaissance vorbehalten. Ende des 19. Jahrhunderts erfand ein französischer Wissenschaftler namens Jean-Étienne Astier ein Verfahren, mit dem sich Ockerpigmente in großem Maßstab mit einem geringeren Ockeranteil herstellen ließen.

Die Farbe Ocker in verschiedenen Kulturen.

Körperbemalung mit Ocker.

Ocker wird seit Jahrtausenden auf der ganzen Welt zur Körperbemalung verwendet. Die Frauen der Himba in Namibia verwenden eine Ockerfarbe als Körperschmuck, ebenso die Maasi in Kenia und Tansania. Die alten Pikten in Britannien sollen Ocker als rote Körperfarbe genutzt haben, was in irischen Überlieferungen zu Verweisen auf die fer dearg oder „roten Männer“ führte.

Die Farbe Ocker in der Kunst der Renaissance.

Ocker wurde in der Renaissance häufig für Zeichnungen, Fresken und Gemälde verwendet. Ocker ließ sich leicht mit anderen beliebten Pigmenten der Zeit mischen, darunter vielen Erdtönen. Rembrandt griff auf die Farbe Ocker in seinen Gemälden wie dem Selbstbildnis von 1659 zurück. Vermeer nutzte Ocker oft als Hintergrund, zum Beispiel in seinem Werk „Straße in Delft“ (1658). Auch die Wände der Häuser in der Toskana waren zu dieser Zeit ockerfarben, eine Farbpalette, die bis heute erhalten geblieben ist.

Ocker als institutionelles Symbol.

Die Farbe Ocker taucht in vielen Generationen südafrikanischer Heraldik auf, einschließlich dem Staatswappen von 2000. Die Farbe findet sich auch im Wappen der Universität der Transkei wieder. Einen Kontinent weiter dient die Farbe Ocker als Symbol der australischen Ureinwohner. Sie ist in der Flagge des Northern Territory und in den Flaggen der Taungurung und der Anangu zu sehen.

Einsatzmöglichkeiten der Farbe Ocker.

Die Farbe Ocker ist lebendig und warm und bietet einen Hauch von natürlichem Braun mit der Energie von Gelb und Rot.

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