Was ist eine Wohnungsbewerbung?
Eine Wohnungsbewerbung ist eine schriftliche Vorstellung bei Vermieter*innen oder der Hausverwaltung, mit der du dich um eine Mietwohnung bewirbst. Sie ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, hat sich aber als gängige Praxis etabliert, um im Bewerbungsprozess positiv aufzufallen und die eigene Chance auf eine Zusage zu erhöhen – vor allem dann, wenn viele Interessent*innen auf eine Wohnung kommen.
In der Wohnungsbewerbung stellst du dich kurz vor, erläuterst, warum du an der Wohnung interessiert bist und warum du gut als Mieter*in geeignet wärst. Sie kann aus einem Anschreiben bestehen und wird oft ergänzt durch Unterlagen wie Einkommensnachweise, einer Schufa-Auskunft, einer Mietschuldenfreiheitsbescheinigung oder einer Kopie des Personalausweises. Ziel ist es, einen seriösen, verlässlichen Eindruck zu vermitteln. Der Hintergrund: Vermieter*innen möchten normalerweise möglichst unkomplizierte, zahlungssichere und langfristige Mieter*innen finden. Mit einer gut vorbereiteten Wohnungsbewerbung zeigst du nicht nur, dass du dich ernsthaft bemühst, sondern kannst auch herausstellen, weshalb die Vermieter*innen genau dich als neue Mieterin oder neuen Mieter wählen sollten.
Das gehört in die Bewerbungsmappe für eine Wohnung.
Eine vollständige und gut strukturierte Bewerbungsmappe kann den entscheidenden Unterschied machen, wenn du dich erfolgreich für eine Wohnung bewerben möchtest. Aber welche Dokumente und Unterlagen gehören denn eigentlich in eine Wohnungsbewerbung? Hier findest du die wichtigsten Unterlagen, die in Deutschland üblicherweise zu einer Wohnungsbewerbung gehören:
1. Ein persönliches Anschreiben.
Das Anschreiben ist der Einstieg deiner Wohnungsbewerbung. Stelle dich kurz vor: Wer bist du? Was machst du beruflich? Warum suchst du eine Wohnung – und warum gerade diese? Warum sollten sich Vermieter*innen für dich entscheiden? Bleibe dabei freundlich und authentisch. Du musst dich nicht verkaufen, aber Interesse und Verbindlichkeit zeigen. Weitere Tipps zum Anschreiben findest du im nächsten Abschnitt.
2. Eine Mieter*innen-Selbstauskunft.
Die freiwillige Selbstauskunft ist inzwischen Standard, wenn du dich für eine Wohnung bewerben möchtest. Hier trägst du Informationen wie deinen Namen, dein Geburtsdatum, Beruf, Einkommen, Haushaltsgröße, Haustiere oder Nebentätigkeiten ein. Viele Hausverwaltungen haben eigene Formulare, die sie bei der Besichtigung aushändigen. Alternativ kannst du eine allgemeine Selbstauskunft vorbereiten – Vorlagen gibt es online.
3. Aktuelle Einkommensnachweise.
Damit Vermieter*innen wissen, dass du die Miete dauerhaft zahlen kannst, solltest du der Wohnungsbewerbung deine letzten drei Gehaltsnachweise beilegen.
4. Eine Schufa-Auskunft.
Ein absolutes Muss bei vielen privaten Vermieter*innen ist die Schufa-Auskunft. Sie belegt, dass du keine negativen Einträge hast – also in der Vergangenheit zuverlässig gezahlt hast. Du bekommst sie kostenpflichtig über meineSCHUFA.de.
5. Eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung.
Diese Bescheinigung wird dir von deinem*deiner aktuellen oder letzten Vermieter*in ausgestellt und bestätigt, dass du keine Mietrückstände hast. Sie ist kein Pflichtdokument, wird aber gerne gesehen und wird daher empfohlen, wenn du dich erfolgreich für eine Wohnung bewerben möchtest – vor allem bei privaten oder kleineren Vermieter*innen.
6. Eine Kopie des Personalausweises.
Wenn du dich für eine Wohnung bewerben willst, musst du dich oft auch ausweisen. Meist reicht die Vorderseite mit Namen und Geburtsdatum. Sensible Daten wie Ausweisnummer, Geburtsort oder Gültigkeitsdatum kannst du bei Bedarf schwärzen. Auch ein Reisepass mit Meldebescheinigung wird akzeptiert.
7. Optionale Dokumente in einer Wohnungsbewerbung:
- Arbeitsvertrag (zur Bestätigung eines stabilen Arbeitsverhältnisses)
- Immatrikulationsbescheinigung (bei Studierenden)
- Bürgschaft (z. B. durch Eltern, bspw. bei Studierenden)
- Bewerbungsfoto (nicht verpflichtend, aber bei persönlichen Bewerbungen für eine Wohnung manchmal von Vorteil)
- Kurzprofil (einseitige Zusammenfassung aller Daten, inkl. Kontaktdaten, Beruf, Einkommen)
Tipp: Bereite eine Wohnungs-Bewerbungsmappe mit allen Unterlagen als PDF vor. Wenn du dich vor Ort für eine Wohnung bewirbst, kannst du eine ausgedruckte Version deiner Bewerbungsmappe mitbringen, und wenn du dich online bewirbst, sendest du die Bewerbungsmappe als PDF mit. Achte dabei auf saubere Scans und einen professionellen Gesamteindruck. Und: Halte deine Unterlagen aktuell. Oft entscheidet Schnelligkeit – wer alles griffbereit hat, ist anderen oft einen Schritt voraus.
Kostenlose Vorlagen für die Bewerbung für eine Wohnung.