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ADI: AR, VR und Wearables als neue Herausforderung für die Tourismusbranche

  • Die Zahl der Social-Media-Kommentare zu AR/VR-Erlebnissen im Zusammenhang mit Reisen hat im Vergleich zum Vorjahr um 13 % zugenommen.
  • Die Zahl der Online-Autovermietungen ist um 2 % zurückgegangen, während die Nennungen von Uber in den sozialen Medien um 10 % gestiegen sind.
  • ADI rechnet für den Sommer mit einem Anstieg des Online-Umsatzes in der Tourismusbranche und Konsumausgaben in Höhe von 98,02 Milliarden Dollar.

Touristik und Gaststättengewerbe haben die Herausforderung frühzeitig erkannt und zählen nun zu den Ersten, die neue Technologien wie Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR) und Wearables testen.

Wie eine von Adobe Digital Insights (ADI) durchgeführte Analyse von 321 Millionen Interaktionen in den sozialen Medien ergab, haben mindestens acht der größten Hotelketten innerhalb des letzten halben Jahres Erfahrungen mit VR-Erlebnissen gesammelt. In den meisten Fällen handelte es sich dabei um Programme, bei denen VR-Geräte mit den Mobilgeräten der Verbraucher gekoppelt wurden.

Zudem scheinen Verbraucher geradezu süchtig nach dieser Art von Erlebnissen: So hat ADI festgestellt, dass die Zahl der Social-Media-Kommentare im Zusammenhang mit Reisen und AR/VR-Erlebnissen gegenüber dem Vorjahr um 13 % gestiegen ist. Auch die Kommentare zu reisespezifischen Wearables sind gestiegen (um 44 % gegenüber dem Vorjahr). Hier sorgt vor allem die anstehende Einführung des Princess Cruises Ocean Medallion für große Begeisterung.

„Für Reiseunternehmen ist dies eine Riesenchance, denn die Verbraucher sind ganz erpicht darauf, mit der Hilfe von Technologien noch einzigartigere Reiseerlebnisse zu haben, Zeit zu sparen oder einfach gut unterhalten zu werden“, erklärt Becky Tasker, Senior Managing Analyst bei ADI. „Da die Technologie noch relativ jung ist, ist jetzt der richtige Moment, sie zu testen und herauszufinden, was für die eigene Marke und die eigenen Kunden funktioniert und was nicht.“

Tasker zufolge haben die sich verändernden Reise-Trends auch Auswirkungen auf die Autovermietungsbranche. So ist beispielsweise aufgrund steigender Flug-Ticket-Preise die Zahl internationaler Flüge zurückgegangen und damit auch die Notwendigkeit, ein Auto zu mieten. Gleichzeitig werden One-Stop-Ziele wie Kreuzfahrten und All-Inclusive-Resorts immer beliebter, und auch ist keine Autovermietung nötig. Tatsächlich ist die Zahl der Autovermietungen laut ADI im 1. Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 14 % zurückgegangen. Zugleich ist die Zahl der Social-Media-Nennungen von Uber auf 6 Millionen gestiegen. Während Online-Buchungen von Fahrzeugen um 2 % zurückgegangen sind, nahmen die Erwähnungen von Uber in den sozialen Medien um 10 % zu.

Im Rahmen der ADI-Analyse wurden auch 2.000 Erwerbstätige in den USA befragt. Hier kam die Studie zu dem Ergebnis, dass Erlebnisse den Reisewunsch noch verstärken. „Erlebnisse werden immer wichtiger, vor allem jetzt, da die Millennials älter werden“, erklärt Tasker. Laut der Studie würden 70 % der Millennials ihr Geld tatsächlich eher für einzigartige Erlebnisse ausgeben statt für Materielles. Dies sagte auch die Hälfte der Befragten ab 35 Jahren.

Auf Basis von 16 Milliarden Besuchen der wichtigsten Websites im Bereich Reise, Fluggesellschaften, Hotel, Autovermietung und Kreuzfahrten sowie Online-Buchungsportalen in den USA, die Adobe Analytics im Zeitraum von März 2015 bis März 2017 zusammengetragen hat, rechnet ADI für diesen Sommer mit einem Anstieg des Online-Umsatzes in der Tourismusbranche und Konsumausgaben in Höhe von 98,02 Milliarden Dollar. Dabei werden die wichtigsten Reisezeiten wohl der Independence Day (3,68 Mrd. Dollar), das Memorial-Day-Wochenende (2,93 Mrd. Dollar) und der Labor Day (2,83 Mrd. Dollar) sein.

ADI zufolge werden Online-Buchungen von Flügen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt stagnieren. Vor dem Hintergrund, dass Ticket-Preise im Vorjahresvergleich um 9,7 % gestiegen sind, wird die Zahl internationaler Besucher in den USA zurückgehen. ADI zufolge verzeichneten die Online-Buchungen internationaler Flüge zu Zielen in den USA im 1. Quartal 2017 einen Rückgang um 6 %.

„Die Fluggesellschaften werden ihren Umsatz durch eine Preiserhöhung bei nationalen und internationalen Flügen steigern“, so Tasker. Im Hotelgewerbe sind die Hotelpreise in den USA um 3,7 % gestiegen, während sie international um 1,4 % gesunken sind.

Gleichzeitig erleben Kreuzfahrtanbieter-Websites Besucherrekorde. Laut ADI hat sich die Zahl der Besuche innerhalb der letzten drei Jahre fast verdoppelt. Auch die Aktienkurse der größten Kreuzfahrtunternehmen sind seit Anfang 2017 durchschnittlich um 13 % gestiegen. Dies belegen Daten von Yahoo Finance.

ADI hat außerdem das Social-Media-Nutzungsverhalten von Reisenden untersucht. Durchschnittlich gibt es im Monat 14 Millionen Nennungen rund um das Thema Reisen. Dies sind mehr Social-Media-Nennungen als bei Justin Bieber, Katy Perry und Taylor Swift zusammen. Die meisten Nennungen weltweit zum Thema Reisen gab es im Juli und August, 15 % mehr als in allen anderen Monaten des Jahres.

Aber wer postet Kommentare zu seinem Urlaub? ADI zufolge kommen zwei Drittel der Social-Media-Kommentare zum Thema Reisen von Alleinreisenden. „Reisende nutzen Social Media immer häufiger, um während ihrer Urlaubs- oder Geschäftsreisen mit den Daheimgebliebenen in Kontakt zu bleiben“, so Tasker gegenüber CMO.com.

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Über Adobe Digital Insights

Adobe Digital Insights veröffentlicht Studien zu Digital Marketing und anderen Themen, die für Marketing- und E-Commerce-Führungskräfte aller Branchen relevant sind. Die Studien basieren auf der Auswertung ausgewählter, anonymer und aggregierter Daten von über 5.000 Unternehmen weltweit, die Adobe Marketing Cloud zur Generierung von Echtzeitdaten und -analysen ihrer Website-, Social-Media- und Werbeaktivitäten nutzen.


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