Was ist ein Angebot – und wie schreibt man es? 

Mit einem guten Angebot kannst du Kunden gewinnen, Produkte verkaufen und dein Unternehmen voranbringen. Hier erfährst du alles über das Erstellen von Angeboten und wie du Angebotsvorlagen in nützliche Business-Tools verwandelst.

A PDF project proposal on a laptop

Was ist ein Angebot?

Ein Angebot, zum Beispiel ein Geschäfts- oder Marketingangebot, ist ein Dokument, das einen Geschäftspartner oder Kunden dazu bewegen soll, sich für deine Produkte oder Dienstleistungen zu entscheiden. Daraus können sich neue Aufträge oder Produktverkäufe ergeben. Unabhängig von deiner Branche und egal, ob du in einem Start-up, in einem kleinen Unternehmen oder einem Großkonzern arbeitest – Angebote sind oft der entscheidende Schritt zur Generierung neuer Aufträge. 

Wann brauchst du ein Angebot?

Angebote sind aussagekräftige Dokumente, die auf spezifische Anforderungen, Bedürfnisse oder Wünsche des Kunden zugeschnitten sind, daher sollte kein Angebot dem anderen gleichen. Außerdem sollte das Angebot so verfasst sein, dass es den Kunden überzeugt und er zustimmt. Du musst deinem Kunden zeigen, wie er von deinem Angebot profitiert, und ihn davon überzeugen, dass dein Angebot die beste Lösung für seine Situation ist. Aus diesem Grund sind Angebote oft sehr umfangreich und enthalten mehrere Abschnitte mit ausführlichen Angaben und Begründungen. 

 

Du kannst Angebote auch für spezifische Projekte oder Forschungsanfragen verwenden. Wenn du ein Angebot für eine Forschungsanfrage schreibst, musst du überlegen, wie die Erkenntnisse den Geschäftsbetrieb deines Kunden oder dein Fachverständnis für seine jeweilige Branche verbessern können.  

 

Wenn du ein konkretes Angebot für ein Projekt schreibst, solltest du darlegen, in welchem Zusammenhang es mit dem gesamten Geschäftsvorhaben steht.

A business owner creating a business proposal on their laptop while sitting on a couch

Unterschiedliche Arten von Angeboten.

 

Je nach Unternehmen oder Branche gibt es zwei Arten von Angeboten: verbindliche oder offizielle Angebote und unverbindliche oder auch freibleibende Angebote.

 

 

Verbindliches Angebot

 

Offizielle, verbindliche Angebote werden oft bei Ausschreibungsanfragen abgegeben. Diese Anfragen sind in der Regel mit konkreten Anweisungen verbunden, die angeben, was der Kunde von einem potenziellen Anbieter erwartet. Dazu zählen Produkt- und Dienstleistungsvorgaben, Qualifikationen, Zeitrahmen, Preise und Beispiele zu bereits erbrachten Leistungen oder Referenzen. 

 

Wenn du ein formelles Angebot erstellst, hat der potenzielle Kunde bereits entschieden, dass er Hilfe für dieses Projekt benötigt. Jetzt geht es ihm nur noch darum, das bestmögliche Angebot zu finden. Dies erleichtert die Angebotserstellung, da der Kunde nicht erst davon überzeugt werden muss, dass er ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung tatsächlich braucht. 

 

Unser Tipp: Gestalte dein verbindliches Angebot etwas förmlicher und faktenbezogen - also weniger werblich - und füge dem Angebot Diagramme, Bilder und Fallbeispiele hinzu. Mit einer gut gestalteten und klaren nachvollziehbaren Darstellung deiner Informationen hebt sich dein Angebot von den übrigen Mitbewerbern ab.  


 

Unverbindliches Angebot

 

Wenn du deinem Kunden neue Ideen vorstellst, spricht man von einem unverbindlichen oder freibleibenden Angebot. Wenn dein Kunde oder potenzieller Kunde Interesse an diesem Angebot bekundet, wird er möglicherweise ein vollständiges schriftliches Angebot anfordern. Ein unverbindliches Angebot ist schwieriger zu erstellen, da du noch nicht weißt, ob der Kunde deine Leistungen überhaupt benötigt oder wünscht – und ob solche Leistungen im Budget des Kunden vorgesehen sind.  

 

Konzentriere dich auf den vermutlichen Bedarf des Kunden, nenne konkrete Zahlen, die Entscheidungsträgern zeigen, wie ihr Unternehmen von deinen Leistungen profitieren kann. 

 

Du kannst ein freibleibendes Angebot wie ein verbindliches Angebot gestalten, deine Informationen aber auch in einem übersichtlich formatierten Word-Dokument mit einem einfachen Deckblatt prägnant präsentieren. Wenn du es eilig hast, kannst du ein unverbindliches Angebot als PDF auch in einer E-Mail versenden, in der du die wichtigsten Details entsprechend hervorhebst, zum Beispiel in Form einer Aufzählung.  

 

Freibleibende Angebote können je nach Kunde und Situation sehr unterschiedlich ausfallen.

 

 

 

Ein Angebot schreiben – so geht’s.

 

Mache dich mit der Branche vertraut.

 

Bevor du anfängst, ein Angebot zu erstellen, ist es sinnvoll, Beispielangebote aus deiner Branche oder deiner Konkurrenz zu sammeln. So hast du einen Überblick über die gängige Gliederung und die typischen Variablen und kannst dein Angebot den Branchenstandards anpassen.  

 

Du kannst zur Erstellung deines Angebotes als PDF auch auf  Vorlagen für Angebote aus Adobe Stock oder Beispiele aus Adobe Spark nutzen.

 

 

Biete unterschiedliche Optionen an.

 

Schlage nicht nur eine einzige Lösung vor. Stattdessen solltest du dem Kunden mehrere Möglichkeiten für seine Situation aufzeigen. Biete drei Optionen an – eine Rundum-Option für den Idealfall, eine mittlere und eine besonders kostengünstige Option. Setze diese Szenarien in einen Zusammenhang mit Zeitplan, Budget und zu erbringenden Leistungen.  

 

Wenn du mehrere Alternativen anbietest, gibst du deinem Kunden eine Entscheidungsmöglichkeit und zeigst ihm, dass du seine Projektanforderungen berücksichtigt hast. Auch wenn sich dein Kunde zunächst für die einfachste Option entscheidet, gibt es im Laufe des Projektes oft die Möglichkeit, die eigene Arbeit weiter auszubauen.  

 

 

Gib deinem Angebot den letzten Schliff.

 

Benutze die Aktivform, wenn du dein Angebot schreibst, und fasse deine Sätze kurz. Achte darauf, deine Argumente klar und leicht verständlich zu formulieren. Verzichte daher am besten auf ausschweifende Formulierungen und übermäßig viele Adjektive.  

 

Bevor du das Angebot an deinen Kunden schickst, solltest du es noch einmal Korrektur lesen. Kleine Tippfehler und Flüchtigkeitsfehler sind ein Zeichen für mangelnde Aufmerksamkeit.

A graphic of a design proposal on a laptop next to a graphic of a design proposal on a tablet device

Pflichtangaben in deinem Angebot.

 

Auch wenn jedes Projekt anders ist, haben die meisten Angebote einige der folgenden Komponenten gemeinsam:  

 

 

Titelseite

 

Auf der Titelseite erwähnst du den Namen des Unternehmens oder den Namen der Person, an die sich dein Angebot richtet. Zusätzlich solltest du hier auch das Datum des Angebotes und deine Kontaktdaten nennen. 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

Wenn das Angebot etwas länger ausfällt, sollte ein Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahlen für jeden einzelnen der folgenden Abschnitte beigefügt werden. So kann der Kunde das Gesuchte schneller finden, ohne sich erst durch alle Abschnitte durcharbeiten zu müssen. 



 

Kurzfassung

 

Die Kurzfassung ist ein sehr wichtiger Abschnitt des Angebots. Diese sollte den Zweck deines Angebotes kurz umreißen und zeigen, wie dein Konzept den Anforderungen des Kunden gerecht wird. Du musst hier nicht alles aus deinem Angebot zusammenfassen, aber der Kunde sollte hier schon erfahren, was ihn erwartet. 

 

 

Problemstellung

 

Schreibe eine simple Stellungnahme, die zeigt, dass du ein klares Verständnis für das Anliegen des Kunden im Zusammenhang mit seinen Geschäftszielen hast.

 

 

Konzept

 

Schildere kurz dein Gesamtkonzept, mit dem du das Anliegen deines Kunden lösen willst. Konzentriere dich in diesem Abschnitt möglichst auf das „große Ganze“, verliere dich nicht in Einzelheiten. 

 

 

Vorgehensweise

 

Erläutere genauer, wie du das vorgestellte Konzept umzusetzen möchtest. Gehe auf Einzelheiten ein und erkläre die Vorgehensweise zur Lösung der Probleme des Kunden. Gehe dabei nicht zu sehr ins Detail, denn du willst deinen Kunden schließlich nicht mit unnötigen Informationen überhäufen.

 

 

Qualifizierungen

 

Weise die Qualifikation von dir und deinen Teammitgliedern für die Durchführung des Projekts nach. Dazu kann auch ein Abschnitt „Über uns“ dienen, in dem erklärt wird, wer ihr seid, was euch auszeichnet und wer für welchen Geschäftsbereich zuständig ist. Weise auf deine beruflichen Erfahrungen, bisherigen Leistungen, Fallbeispiele und Kundenreferenzen hin – also alles, was klar für dich spricht.

 

 

Zeitlicher Projektrahmen

 

Erstelle einen allgemeinen Zeitplan mit Angaben zu Meilensteinen und Schlüsselelementen. Statt in einer Liste solltest du diese Informationen auf einer Zeitachse darstellen und Maßstäbe festlegen, die einen erfolgreichen Fortschritt definieren.

 

 

Preise

 

Füge einen Abschnitt hinzu, der sich mit Preisen, Zahlungsplänen und Rechtsfragen befasst. Die Preisgestaltung sollte die Erwartungen des Kunden berücksichtigen. Rechtliche Angaben sollten ebenfalls berücksichtigt werden, aber wenn dies zu langwierig wird, solltest du für rechtliche Angelegenheiten einen eigenen Abschnitt vorsehen. Für rechtliche Details solltest du außerdem einen Anwalt oder die Rechtsabteilung deines Unternehmens konsultieren.

 

 

Unterschriften

 

Füge ein Unterschriftenfeld hinzu, sobald dein Angebot angenommen wurde.

Signing a project proposal on a mobile device using Adobe Sign

Projektgenehmigungen mit Adobe einholen.

 

Wenn dein Angebot fertig ist, kannst du es zur Unterzeichnung an deinen Kunden senden. Und jetzt kannst du mit Adobe Acrobat Pro mit E-Sign noch schneller agieren und zum Abschluss kommen. 

 

Darüber hinaus lassen sich Dokumente auch direkt aus Microsoft 365, Dropbox und anderen Anwendungen versenden. So ist es für deine neuen Kunden einfacher, deine Angebote direkt anzunehmen und du kannst so dein Geschäft weiter ausbauen.

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