HEIF-Dateien.

Das HEIF-Format wird meist mit Bildern in Verbindung gebracht, die mit einem Apple-Gerät aufgenommen wurden, z. B. einem iPhone oder iPad. Ähnlich wie JPEG ist HEIF ein verlustbehaftetes, komprimiertes Format. Es spart Speicherplatz und ist daher eine interessante Alternative zu JPEG. Hier erfährst du mehr über das HEIF-Format.

HEIF – Marquee

Inhalt.

 

  • Was ist eine HEIF-Datei?
     
  • Geschichtlicher Hintergrund
     
  • Wofür werden HEIF-Dateien verwendet?
     
  • Was sind die Vor- und Nachteile von HEIF-Dateien?
     
  • Wie öffne ich eine HEIF-Datei?
     
  • Wie erstelle und bearbeite ich eine HEIF-Datei?
     
  • Häufig gestellte Fragen zu HEIF-Dateien

 

 

Was ist eine HEIF-Datei?

HEIF steht für „High Efficiency Image File“. Wie das bekanntere Format HEIC (HEIF und HEIC sind recht austauschbar) basiert HEIF auf dem Standard „High Efficiency Video Compression“. Beide Formate sind verlustbehaftet und komprimiert, d. h., die Dateien enthalten nicht die Gesamtheit der Originaldaten. Dies kann sich negativ auf die Bildqualität auswirken. Trotzdem lassen sich mit HEIC-Dateien unterschiedliche Bildarten speichern, z. B. Einzelbilder, Fotoserien und Sammlungen. HEIF-Dateien umfassen auch die Metadaten, die Informationen zu einem Foto enthalten.

 

Der Hauptvorteil von HEIF-Dateien: Sie benötigen wenig Speicherplatz. Damit sind sie ein würdiger Konkurrent für das am häufigsten unterstützte JPEG-Format. Komprimiert man ein Foto als HEIF- statt als JPEG-Datei, erhält man dieselbe Qualität bei geringerer Dateigröße. Oder anders ausgedrückt: Bei gleicher Dateigröße bietet HEIF die bessere Bildqualität.

 

 

Geschichtlicher Hintergrund.

Das HEIF-Format wurde 2015 von der MPEG (Moving Picture Experts Group) entwickelt und trat erst 2017 aus dem Schatten des beliebteren (jedoch verlustbehafteteren) Verwandten JPEG. In diesem Jahr entschied Apple, statt JPEG das HEIF-Format für sein iOS 11-Update zu verwenden. Andere Unternehmen zogen bald nach, z. B. Microsoft für Windows und Google für Android.

 

Auch Kamerahersteller folgten diesem Trend: 2019 gab Canon die Umstellung auf das HEIF-Format offiziell bekannt.

 

 

Wie verwende ich eine HEIF-Datei?

Seit der Einführung bei Apple 2017 ist die Beliebtheit des HEIF-Formats kontinuierlich gestiegen. Warum?

 

Hohe Bildqualität.

Berufs- und Hobby-Fotografen schätzen das Potenzial von HEIF-Dateien. Wie bei JPEG sind die Dateigrößen klein. JPEG unterstützt jedoch nur eine Farbtiefe von 8 Bit, HEIF hingegen bis zu 16 Bit. Das bedeutet eine deutlich höhere Bildqualität bei Aufnahmen mit einem iPhone oder iPad.

 

Einfache Bearbeitung.

Im Gegensatz zu JPEG unterstützt HEIF Transparenz. Aufgrund der besonderen Eigenschaften von HEIF-Dateien kannst du ein Bild bearbeiten, ohne zwischendurch neue Versionen abzuspeichern. Weltweit hat sich HEIF zu einem extrem beliebten Format für die Bildbearbeitung entwickelt.

 

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Was sind die Vor- und Nachteile von HEIF-Dateien?

Das HEIF-Format mag noch recht jung sein, hat sich aber bereits als äußerst nützlich bewährt. Hier sind einige Argumente, die für (bzw. gegen) HEIF-Dateien sprechen.

 

Vorteile von HEIF-Dateien.

  • Mit dem HEIF-Format lassen sich Bilder ohne große Qualitätsverluste zu kleineren Dateien komprimieren als mit JPEG. Im direkten Vergleich bei gleicher Dateigröße wirken HEIF-Bilder schärfer.
     
  • Beim Fotografieren speichern HEIF-Dateien kontrastreiche Details. Das löst manche der gängigen Probleme, die bei Fotos im JPEG-Format auftreten.

  • Mit HEIF-Dateien kannst du umfangreiches Videomaterial komprimieren, das du mit dem Smartphone aufgenommen hast.

  • Für die Übermittlung an andere Geräte konvertiert Apple HEIF-Dateien nach wie vor in das JPEG-Format. Das ist praktisch, wenn du Fotos mit JPEG-Anwendern austauschen möchtest.

 

Nachteile von HEIF-Dateien.

  • Während iOS von Apple das HEIF-Format unterstützt, erfordern andere Plattformen wie Windows spezielle Erweiterungen. 
     
  • Keiner der gängigen Webbrowser unterstützt HEIF – weder Chrome noch Firefox. Nicht einmal Safari von Apple.

  • Das HEIF-Format wird nicht von Druckerherstellern unterstützt. Das bedeutet, dass du eine HEIF-Datei vor dem Drucken in ein unterstütztes Format konvertieren musst.
     
  • Auch in Social Media ist HEIF noch nicht angekommen. Daher ist es nicht möglich, Bilder im HEIF-Format auf Facebook oder Instagram zu teilen.

 

 

Wie öffne ich eine HEIF-Datei?

Unter macOS (High Sierra oder höher) kannst du HEIF-Dateien mit „Vorschau“ und „Fotos“ öffnen. Auf Geräten mit iOS (Version 11 oder höher) kannst du HEIF-Dateien mit der Mobile App „Fotos“ öffnen.

 

Auf PCs mit Windows 10 musst du zunächst „HEIF-Bildererweiterungen“ und „HEVC-Videoerweiterungen“ aus dem Microsoft Store herunterladen und installieren. Anschließend kannst du deine HEIF-Datei mit bestimmten Programmen wie Microsoft Fotos öffnen.

 

Wie erstelle und bearbeite ich eine HEIF-Datei?

So erstellst du mit Adobe Photoshop eine HEIF-Datei:

 

  1. Öffne eine vorhandene Bilddatei in Photoshop. Wähle „Datei > Speichern unter“.
     
  2. Wähle im daraufhin angezeigten Dialogfeld das Format „HEIF“ .
     
  3. Speichere die neu erstellte HEIF-Datei an einem Speicherort deiner Wahl.

 

 

Häufig gestellte Fragen zu HEIF-Dateien.

Ist es empfehlenswert, Fotos im HEIF-Format aufzunehmen?

Trotz aller Vorteile von HEIF gegenüber JPEG neigen Profifotografen nach wie vor dazu, RAW-Dateien aufzunehmen und diese später zu konvertieren. Wenn du aber mit deinem iPhone fotografierst, hat HEIF im Vergleich zu JPEG und anderen Formaten eindeutige Vorteile, was Qualität und Speicherplatz angeht.

 

Wird HEIF irgendwann JPEG ersetzen?

Angesichts der Nutzerzahlen von Apple-Produkten ist das in mancher Hinsicht schon passiert. Andererseits eignen sich JPEG-Dateien nach wie vor sehr gut für alle Plattformen, Browser und Geräte, die der Standardisierung des HEIF-Dateiformats durch Apple noch nicht gefolgt sind. HEIF hat im Vergleich zu JPEG viele Vorteile hinsichtlich der Aufnahme und Speicherung von Fotos. Aktuell gibt es jedoch keinen Grund, dass das eine Format das andere ersetzen muss.

 

Warum sind meine Fotos im HEIF-Format statt JPEG?

Beim Fotografieren und Speichern von Fotos mit Apple-Geräten ist HEIF meist als Standardformat eingerichtet. Wenn du Bilder an Android-Nutzer verschickst, werden sie vor dem Versenden automatisch in JPEG konvertiert. So ist niemand benachteiligt.

 

Wie kann ich das HEIF-Format deaktivieren?

Wenn du zum Fotografieren oder Bearbeiten von Bildern ein anderes Format bevorzugst – kein Problem. Rufe die Einstellungen auf deinem iPhone auf. Wähle „Kamera > Formate“. Tippe auf „Maximale Kompatibilität“. Bedenke jedoch, dass HEIF-Dateien auf deinem Gerät nicht so viel Speicherplatz beanspruchen.

 

Was ist der Unterschied zwischen HEIC und HEIF?

HEIF ist der Name des Standards – „High Efficiency Image Format“. HEIC ist die von Apple gewählte Dateierweiterung. Diese zwei Begriffe sind im Grunde austauschbar, denn beide basieren auf dem sogenannten HEVC-Standard („High Efficiency Video Compression“, auch H.265 genannt).

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