Adobe Analytics und die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Kampagnen-Management
Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist das neue Datenschutzgesetz der Europäischen Union, mit dem Datenschutzanforderungen vereinheitlicht und modernisiert werden. Auch wenn es eine Vielzahl neuer und verbesserter Richtlinien umfasst, bleiben die zentralen Grundsätze unverändert. Die neuen Regelungen haben eine weit gefasste Definition des Begriffs „personenbezogene Daten“ und weitreichende Auswirkungen auf alle Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen an Einzelpersonen innerhalb der EU vermarkten. Als Ihr verlässlicher Datenverarbeiter steht Compliance für uns an erster Stelle, und wir unterstützen Sie auf Ihrem Weg zur DSGVO-Compliance.

Aufbauend auf den zertifizierten Sicherheitskontrollen, die den Adobe Experience Cloud-Lösungen zugrunde liegen, ist für Adobe Analytics die Integration zusätzlicher Funktionen vorgesehen, die Unternehmen besser bei der Vorbereitung auf die Umsetzung der DSGVO unterstützen.

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Wichtige Aspekte

Adobe empfiehlt, vor Inkrafttreten der DSGVO die folgenden Bereiche zu evaluieren.

Rechte Ihrer Kunden als Datensubjekte

Die DSGVO gewährt Einzelpersonen (Datensubjekten) zusätzliche Rechte zum Zugriff auf Informationen, die von Unternehmen über sie vorgehalten werden. Als Verantwortlicher für die Datenverarbeitung sollten Sie darauf vorbereitet sein, entsprechenden Anfragen (z. B. bezüglich Datenzugriff und Datenlöschung) nachzukommen.

Vorschläge von Adobe:
  • Überprüfen Sie bestehende Workflows für Verbraucherrechte, interne Prozesse und Anlaufstellen, um festzustellen, inwiefern die Erfassung von Analysedaten auf die aktuellen Prozesse abgestimmt ist.
  • Erarbeiten Sie ein Verfahren für die Entgegennahme und die Beantwortung von Anfragen von Datensubjekten. Erwägen Sie die Entwicklung eines automatisierten Tools für die Verwaltung dieser Anfragen.
  • Überlegen Sie, wie Sie Identifizierungsmerkmale von Datensubjekten erfassen möchten (z. B. per Datenschutz-Alias oder Web-basiertem Formular).
  • Berücksichtigen Sie Authentifizierungs- und Validierungsanforderungen, insbesondere da Daten in Adobe Analytics oft als indirekt identifizierbare Daten beschrieben werden können (z. B. IP-Adressen oder Cookie-IDs statt authentifizierter Daten, etwa wenn ein Benutzer eine E-Mail-Adresse angibt).
    • Ermitteln Sie, welche Rolle von Adobe bereitgestelltes JavaScript spielen kann, um bestimmte Formen der Identitätsbestimmung zu ermöglichen.
  • Führen Sie eine Datenprüfung durch, bevor Sie Datensubjekten Zugriff auf ihre Daten gewähren. Dokumentieren Sie die Vorkehrungen, die Sie getroffen haben, um ein Audit-Protokoll zu erstellen.
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Einwilligung

Für bestimmte Analysen müssen Unternehmen ggf. Einwilligungen einholen. Adobe Analytics-Kunden sind dafür verantwortlich, welche Daten wie in Adobe Analytics importiert werden. Mit Blick auf die DSGVO sollten Sie in Erfahrung bringen, welche Datenquellen und zugehörigen Datentypen sich am besten für Ihre Nutzungsszenarien eignen, und ermitteln, ob für das jeweilige Szenario Einwilligungen erforderlich sind.

Um zu prüfen, ob eine Einwilligung erforderlich ist, und um eine entsprechende Methode zu entwickeln, sollten Sie Folgendes berücksichtigen:
  • Bestimmen Sie, welche Daten Sie derzeit erfassen und künftig erfassen möchten.
  • Legen Sie fest, wie Sie die Daten verwenden und auf welcher Rechtsgrundlage Sie sie verarbeiten werden.
  • Entscheiden Sie für die Fälle, in denen eine Einwilligung erforderlich ist, wie Sie als Verantwortlicher für die Datenverarbeitung die Einwilligung einholen möchten, sofern Ihr derzeitiges Verfahren nicht ausreichend ist. Dies kann intern oder mithilfe eines externen Consent Managers erfolgen. Eine Liste mit Anbietern für entsprechende Datenschutztechnologien, von denen einige Consent Manager anbieten, finden Sie hier.
  • Entscheiden Sie, ob Sie ein kontextbezogenes und markenbezogenes Erlebnis für die Einwilligung gestalten möchten (Stichwort „Experiential Privacy“), und ermitteln Sie gleichzeitig den besten Ansatz für die Berücksichtigung von Verbraucher-Opt-outs oder den Widerruf von Einwilligungen.

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Datenminimierung und Datenspeicherung

Um den DSGVO-Grundsatz der Datenminimierung zu berücksichtigen (d. h. die Beschränkung der Datenerfassung auf das für einen bestimmten Zweck erforderliche Maß), sollten Sie diese Gelegenheit nutzen, Ihre Datenerfassungsverfahren zu überprüfen.

Evaluieren und analysieren Sie die Kosten für die Aufbewahrung, Sicherung und Beantwortung von Anfragen von Einzelpersonen im Vergleich mit Ihren geschäftlichen Anforderungen mithilfe der folgenden Schritte:
  • Überprüfen Sie Ihre aktuellen Tags und Cookies, um sie auf die jeweiligen Nutzungsszenarien abzustimmen. Passen Sie Ihre Verfahren zur Datenerfassung an Ihre Marketing-Ziele an.
  • Ziehen Sie in Betracht, ungenutzte Daten aus Ihrer Instanz von Adobe Analytics zu entfernen.
  • Informieren Sie sich über Ihre Adobe Analytics-Richtlinien zur Vorratsdatenspeicherung, und setzen Sie sich mit Ihrem Adobe-Support-Mitarbeiter in Verbindung, um sicherzustellen, dass Ihre Datenspeicherfrist angemessen ist.
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Data Governance

Data Governance hilft beim Festlegen des Rahmens für die Definition von Strategien, Prozessen, Richtlinien und Technologien für den Umgang mit Daten. Wir empfehlen, im Hinblick auf Data Governance proaktiv vorzugehen. Einer der zahlreichen Vorteile dieses Ansatzes ist, dass Sie den Anfragen von Datensubjekten bezüglich Datenzugriff oder -löschung leichter nachkommen können, um Ihren Kunden ein positives, differenziertes Erlebnis mit Ihrer Marke zu bieten.

Adobe empfiehlt, die Prozesse zur Verwaltung Ihrer Daten mithilfe der folgenden Schritte zu überprüfen:
  • Definieren Sie Ihre Strategie und Verfahren zur Identitätsbestimmung, wie zuvor beschrieben.
  • Bringen Sie in Erfahrung, welche Daten Sie durch Adobe Analytics erfassen und warum, an wen Sie sie weitergeben, wie lange Sie sie aufbewahren und welche Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Daten angewendet werden. Dies kann zudem bei der Aufzeichnung von Datenverarbeitungsvorgängen hilfreich sein.
  • Nutzen Sie die von Adobe Analytics bereitgestellten Tools zur Kennzeichnung von Daten, um Ihre Verfahren und Richtlinien für Data Governance zu operationalisieren.
  • Sofern für Ihr Nutzungsszenario zutreffend (z. B. bei bestimmten EU-Besuchern), setzen Sie sich proaktiv mit Ihrem Adobe-Support-Mitarbeiter in Verbindung, um das letzte Oktett von IP-Adressen zu verschleiern bzw. sie nach der ersten Verarbeitung vollständig zu löschen.
  • Verwalten Sie ggf. den Lebenszyklus von E-Marketing-Tags oder Webbeacons mit einem Tag-Management-System wie Launch by Adobe.
  • Entwickeln Sie einen Prozess zur Überprüfung von Änderungen an Ihrer Adobe Analytics-Nutzung, um dauerhaft die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sicherzustellen.

Adobe und die DSGVO

Erfahren Sie, wie wir Marken dabei unterstützen, sich für die Umsetzung der DSGVO zu rüsten.
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