21. Feb. 2025 * 4 Min. Lesezeit
Höheres Studierenden-Engagement im Hochschulsektor durch Adobe Express und generative KI mit Adobe Firefly.
Ablösung der Checklist-Mentalität durch die Freude am Entdecken.
Als Leiter des Digital Gardener Institute der IU koordiniert Hodgson eine universitätsweite Initiative zur Förderung digitaler Kompetenz, digitaler Kreativität und des digitalen Lernens an den sieben Standorten und regionalen Zentren der Institution. Er eröffnete das Webinar mit einem Bericht über seine Erfahrungen mit der Checklist-Mentalität, die er bei den Studierenden von heute beobachtet.
„Sie haben die Vorstellung, dass sie einfach erfolgreich sein und weitermachen können, wenn man die Aufgaben einzeln auflistet, ihnen erklärt, wie es geht, und sie es genau so ausführen, wie man es ihnen gesagt hat", erklärte er. Doch dieser Ansatz begünstigt laut Hodgson weder tiefgründiges Lernen noch kritische Auseinandersetzung oder kreative Anwendung von Konzepten und Ideen.
Aus diesem Grund arbeiten Hodgson und seine Kollegen vom Digital Gardener Institute daran, die Erfahrung im Hörsaal neu zu gestalten und die Beteiligung der Studierenden zu steigern. Sie setzen Werkzeuge für digitale Kreativität wie Adobe Express und die generative KI Adobe Firefly in den Lehrräumen der Hochschule ein, um den Fokus auf Innovation, spielerisches Ausprobieren und sogar auf das Scheitern zu legen. Ihr eigentliches Ziel ist es, Studierenden dabei zu helfen, ganz in den Lernstoff einzutauchen, ihre Lernziele zu erreichen und wichtige Fähigkeiten für die Karriere aufzubauen.
Um Studierenden den Einstieg in ein neues Tool wie Adobe Express zu erleichtern, ermutigt Hodgson zu drei Arten produktiven Scheiterns:
- Schnelles Scheitern, bei dem Studierende experimentieren und ihre Ideen in so vielen Kreationen wie möglich umsetzen, ohne sich über die Qualität der Arbeit Gedanken zu machen.
- Spaßiges Scheitern, bei dem Studierende lernen zu entspannen und die Freude an der „fröhlichen Peinlichkeit“ ihrer Fehler zu entdecken.
- Formatives Scheitern, bei dem Hodgson den Studierenden Rückmeldung zu ihrer finalen Arbeit gibt, damit sie lernen und wachsen können.
Als Nächstes vermittelt Hodgson den Studierenden die technischen Fähigkeiten, die sie für die Erstellung von Kurspräsentationen in Adobe Express benötigen, indem er ihnen eine Aufgabe stellt, die er als „geringes Risiko, große Wirkung" beschreibt. Die Studierenden erstellen und optimieren Bilder von sich selbst und kombinieren diese auf einfachen „Über mich“-Webseiten mit Text. Bis zu ihrer dritten Unterrichtsstunde sind alle Studierenden im Umgang mit Adobe Express vertraut und fühlen sich beim Gestalten sicher.
„Es reicht nicht zu sagen, dass Studierende die Kursinhalte beherrschen“, erklärt er. „Wenn sie nicht aktiv darauf vorbereitet sind, ihre Gedanken über verschiedene Medien und Modalitäten oder Technologien zu kommunizieren und zu präsentieren, sind sie beim Eintritt in unsere eindeutig postdigitale Kultur im Nachteil.“
Die Macht übertragbarer kreativer Fertigkeiten.
Anschließend lud Hodgson Amogh Busnur, einen Studenten der Kognitionswissenschaften im Grundstudium, ein, um seine Erfahrungen beim Erlernen kreativer Adobe Tools zu teilen.
Busnur entschied sich für Hodgsons Kurs „Digital Literacy and Composition“, weil er über das geschriebene Wort hinausgehen wollte. „Wir drückten dieselben persönlichen Erzählungen aus, aber auf digitalem Weg und eigneten uns dabei neue Fertigkeiten an, die meiner Meinung nach in der heutigen Zeit sehr wichtig sind“, erklärt er.
Er machte schnell Fortschritte: Nach den ersten Bildern und Webseiten in Adobe Express gestaltete er bald anspruchsvolle Forschungsposter in Adobe InDesign und produzierte schließlich hochwertige Videos in Adobe Premiere Pro.
„Dieser schrittweise Fortschritt war nur möglich, weil wir im Kurs von Anfang an mit kreativer visueller Kommunikation vertraut gemacht wurden – wie man Text und Bilder kombiniert, um die eigenen Geschichten zu erzählen“, sagt er. „Nachdem ich all diese digitalen Fertigkeiten in Professor Hodgsons Kurs erworben hatte, konnte ich sie in jedem weiteren Kurs einsetzen.“
Zusätzlich zum Erstellen von Layouts und Videos, die seine Forschung und Ideen hervorheben, nutzt Busnur seine neuen Fertigkeiten in seinem Nebenjob in der Studienberatung und bei persönlichen Projekten – wie einer Einladung zum Hochzeitstag für seine Großeltern und einem Urlaubs-Reel für Instagram.
Er schätzt es, seine Ideen mit digitalen Tools zum Leben erwecken zu können. „Wenn du derjenige bist, der seine eigene Idee umsetzt – und das ist durch die Beherrschung dieser digitalen Tools möglich –, dann ist das eine ganz andere Liga. Du kannst etwas erstellen, was du wirklich willst und was deine Idee wirklich repräsentiert.“
Kompetenz- und Motivationsaufbau durch Scaffolding für mehr Lernchancen.
Als Nächstes stellte Hodgson seine Forrest-Gump-Aufgabe vor: Dabei bittet er die Studierenden, Fotos von sich selbst in alte Aufnahmen bedeutender kultureller oder historischer Momente einzufügen, um sich so in diese Kontexte hineinzuversetzen und sie aus der Perspektive einer Ich-Erzählung oder eines persönlichen Erlebnisses zu erforschen.
Sowohl er als auch Busnur zeigten, wie Studierende Adobe Express und die generative KI Adobe Firefly nutzen können, um sich selbst in historische Beispielbilder einzufügen, und demonstrierten damit, wie einfach und schnell diese Aufgabe umzusetzen ist.
Die Aufgabe steigert nicht nur das Engagement der Studierenden in den Lehrplänen der Hochschulen, auch der Scaffolding-Ansatz erweist sich als besonders effektiv. Busnur erklärte: „Wenn man versteht, was die Tools leisten können, sie in die eigene Arbeit einbezieht und sieht, wie nützlich sie als Ergänzung sind, entwickelt man automatisch die Motivation, noch mehr zu lernen.“
Hodgson ist überzeugt, dass kreative digitale Fähigkeiten entscheidend für den zukünftigen Erfolg der Studierenden sind. Deshalb werden er und seine Kollegen sich auch weiterhin dafür einsetzen, generative KI in den Hochschulunterricht zu integrieren. „Neue Berufsfelder lassen sich nicht mehr nahtlos in unsere klassischen Fachbereiche einordnen“, erklärte er. „Das Beste, was wir meiner Meinung nach tun können, ist daher nicht nur Fachwissen zu vermitteln, sondern den Studierenden zu helfen, dieses Wissen auch verständlich zu kommunizieren. Wir müssen ihnen zeigen, wie sie diese Denkweisen nutzen können, um der Welt zu begegnen und ihre Ideen durch zeitgemäße digitale Formate zum Ausdruck zu bringen.“
Weitere Details erfährst du in der Webinar-Aufzeichnung. Außerdem kannst du dir Professor Hodgsons Webinar-Präsentation ansehen.
Um mehr darüber zu erfahren, wie du das Engagement der Studierenden förderst und Career Readiness mit neuen kreativen Technologien aufbaust, melde dich für unsere kommenden Adobe Express + Firefly Webinar-Sessions an.