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Die APA-Zitierweise gehört zu den sogenannten amerikanischen Zitierweisen. In diesem Beitrag erfährst du:
Korrektes Zitieren spielt bei allen wissenschaftlichen Arbeiten eine wesentliche Rolle – egal, ob du eine Seminararbeit oder eine Dissertation schreibst. Wenn du dich an fremdem Gedankengut bedienst und aus Primär- oder Sekundärtexten zitierst, musst du deine Quellen belegen. Der APA-Zitierstil gibt dir ein einheitliches Regelwerk vor, an das du dich halten kannst. Er beschreibt, wie du Kurzbelege im Fließtext deiner Arbeit darstellst, wie ausführliche Quellenangaben im Literaturverzeichnis aussehen soll und gibt Regeln für die Formatierung vor.
Im Folgenden erfährst du, was die APA-Zitierweise ausmacht und wie du nach APA richtig zitierst.
Es gibt viele verschiedene Zitierweisen, mit deren Hilfe Akademiker*innen aller Disziplinen ihre Quellen nachweisen. Die APA-Zitierweise wird in der Psychologie, aber auch in vielen geisteswissenschaftlichen Disziplinen wie Geschichte oder Soziologie verwendet.
Der APA-Zitierstil gehört zu den sogenannten amerikanischen Zitierweisen. Der Name leitet sich von der American Psychological Association (APA) ab, die das Regelwerk für diesen Zitierstil herausgibt. 2019 ist die aktuelle, 7. Ausgabe des APA-Regelwerks erschienen. Alles, was du im Folgenden liest, bezieht sich auf diese Version.
Beim Zitieren nach APA werden knappe Quellenbelege im Fließtex t angegeben, die den Nachnamen des*der Autor*in, das Erscheinungsjahr und die Seitenzahl enthalten. Am Ende der akademischen Arbeit folgt das Literaturverzeichnis mit den vollständigen Quellen- und Literaturangaben.
Die Quellenangabe im Fließtext macht die APA-Zitierweise besonders lesefreundlich, da die Leser*innen so unmittelbar nachvollziehen können, woher das Zitat stammt. Deine Kurzbelege im Text gibst du in Klammern direkt hinter dem Zitat an und nennst dabei den Nachnamen des*der Autor*in, das Erscheinungsjahr und die Seitenzahl.
„Im akademischen Schreiben ist der APA-Zitierstil nicht nur eine formale Vorgabe, sondern ein Werkzeug, um wissenschaftliche Integrität zu wahren und die Herkunft von Ideen transparent zu machen. Durch sorgfältige Quellenangaben und einheitliche Struktur ermöglicht der APA-Stil eine klare Nachvollziehbarkeit und stärkt damit die Glaubwürdigkeit und den Wert der Forschung.“
Marcus Wittkamp, wissenschaftlicher Autor und Lektor
Neben dem APA-Regelwerk gibt es viele weitere Zitierstile. Wie der Quellennachweis im Fließtext und im Literaturverzeichnis konkret auszusehen hat, unterscheidet sich dabei.
Harvard-Stil
Die Harvard-Zitierweise ähnelt dem APA-Stil; auch hier werden Kurzbelege direkt im Fließtext angegeben. Allerdings gibt es für das Zitieren nach Harvard kein einheitliches, übergeordnetes Regelwerk – vielmehr wird Akademiker*innen empfohlen, sich an den Richtlinien ihrer Hochschule zu orientieren.
MLA
Quellenangaben im MLA-Zitierstil zeichnen sich durch ihre Einfachheit und Lesefreundlichkeit aus. Auch bei dieser Zitierweise gibst du deinen Beleg im Text an, lässt jedoch die Jahreszahl weg. Dadurch ist der MLA-Stil weniger genau als APA.
Deutsche Zitierweise
Im Gegensatz zu den oben genannten amerikanischen Zitiertechniken verwendet die deutsche Zitierweise Fußnoten; außerdem musst du bei der ersten Nennung einer Quelle den Vollbeleg angeben. Somit ist die deutsche Zitierweise besonders genau und nachvollziehbar, aber aufwendiger und weniger lesefreundlich.
Beim Zitieren nach den APA-Regeln gibst du deine Quellen sowohl im Text als auch in einer Quellensammlung am Ende deiner Arbeit an. Im Fließtext reichen Kurzbelege aus, die den Lesefluss nicht stören; im Literaturverzeichnis gibst du dagegen die vollständige Quelle an. Wie du die APA-Zitierweise in verschiedenen Fällen korrekt anwendest, erfährst du hier anhand praktischer Beispiele.
Sobald du in deiner Seminar- oder Abschlussarbeit fremdes Gedankengut oder Zitate verwendest, musst du deine Quellen offenlegen. Wie du im Fließtext richtig nach APA zitierst, ist davon abhängig, ob du ein indirektes oder direktes Zitat einbindest.
Ein direktes Zitat ist die wortwörtliche Aussage eines*einer Autor*in, die du mit Anführungszeichen kennzeichnest. Um deine Quelle zu belegen, gibst du im APA-Zitierstil noch vor dem Satzende in Klammern den Nachnamen des*der Autorin, das Jahr der Veröffentlichung und die Seitenzahl an.
Beispiel:
„Wissenschaftliches Schreiben erfordert eine klare Struktur.“ (Müllermeier, 2022, S. 170)
oder
Müllermeier (2022) betont, dass „wissenschaftliches Schreiben … eine klare Struktur“ erfordere (S. 170).
Erstreckt sich das Zitat über mehrere Seiten, gibst du die konkreten Seitenzahlen an (mit „f.“ oder „ff.“ wird in der APA-Zitation nicht gearbeitet).
Beispiel:
„Diese Richtlinien helfen Forschenden, ihre Arbeit zu strukturieren und für die Leserschaft verständlich aufzubereiten.“ (Huber, 2014, S. 30-31)
Zitierst du aus einem Werk mit zwei oder mehr Autor*innen, nennst du alle Nachnamen; der letzte Name wird mit einem „&“ verbunden.
Beispiel:
„Das Verständnis der Methodik ist entscheidend für die Forschung.“ (Schmidt & Klein, 2019, S. 112)
„Teamarbeit fördert die Innovationsfähigkeit.“ (Meier, Schulz, & Becker, 2018, S. 78)
Ab der zweiten Nennung gibst du nur noch den ersten Namen an, gefolgt von „et al.“ (lateinisch für „und andere“).
Beispiel:
„Teamarbeit fördert die Innovationsfähigkeit.“ (Meier et al., 2018, S. 78)
Wenn es keine*n konkreten Autor*in gibt, sondern du die Publikation einer Organisation oder eines Unternehmens zitierst, dann gibst du deren Namen an.
Beispiel:
Die Umfrage zeigte, dass 79% der Studierenden bei der Erstellung ihres Literaturverzeichnisses schon einmal auf Online-Tools zurückgegriffen haben (XY-Umfrageinstitut, 2024).
Wenn du die Aussage eines*einer Autor*in mit deinen eigenen Worten umschreibst, also nicht wortwörtlich wiedergibst, handelt es sich um ein indirektes Zitat. Die Seitenzahl lässt du in diesem Fall weg; es genügen Name und Jahr. Außerdem kannst du entscheiden, ob du den Kurzbeleg am Ende des Satzes in Klammern einfügst oder im Text nennst.
Beispiele:
Müllermeier (2022) betont, dass wissenschaftliches Schreiben eine klare Struktur erfordert.
Wissenschaftliches Schreiben erfordert eine klare Struktur (Müllermeier, 2022).
Genauso verfährst du bei zwei oder mehr Autor*innen. Auch hier kannst du ab drei Autor*innennamen die Abkürzung „et al.“ verwenden (ab der zweiten Nennung).
Beispiele:
Schmidt und Klein (2019) heben hervor, dass das Verständnis der Methodik für die Forschung von zentraler Bedeutung sei.
Das Verständnis der Methodik spielt eine wichtige Rolle in der Forschung (Schmidt & Klein, 2019).
Meier, Schulz und Becker (2018) zeigen auf, dass Teamarbeit die Innovationsfähigkeit fördern kann.
Meier et al. (2018) erklären, dass Teamarbeit die Innovationsfähigkeit stärken kann.
Hast du dich an mehr als einer Publikation orientiert, musst du sie alle in deinem APA-Kurzbeleg angeben. Dabei trennst du die verschiedenen Quellen mit einem Semikolon. Außerdem sortierst du sie alphabetisch.
Beispiel:
Diverse Studien haben in den vergangenen Jahren die Auswirkungen von Teamarbeit auf Innovation und Produktivität untersucht und sind dabei zu überwiegend positiven Ergebnissen gekommen (Huber, 2022; Müller, Miller, & Smith, 2024; Mustermann & Meier, 2023).
Nicht zu jeder Quelle wirst du die Jahreszahl der Veröffentlichung nennen können; fehlende Jahresangaben kommen häufig bei Internetquellen vor. In dem Fall fügst du bei deinem Nachweis die Abkürzung „o.J.“ („ohne Jahr“) ein.
Beispiele:
Eine kontinuierliche Anpassung ist ein wichtiger Teil des Forschungsprozesses (Peters, o. J.).
oder
Peters (o. J.) betont, dass eine kontinuierliche Anpassung für die Forschung essenziell ist.
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Am Ende deiner wissenschaftlichen Arbeit gibst du gesammelt alle direkt oder indirekt verwendeten Quellen an. Für das APA-Literaturverzeichnis gibt es Vorgaben zur grundlegenden Struktur und Formatierung. Wichtig ist zum Beispiel, dass du alle Quellen im APA-Literaturverzeichnis alphabetisch nach Nachnamen sortierst. Erfahre hier, auf welche Besonderheiten du bei der Formatierung und beim Umgang mit verschiedenen Quellentypen (Buch, E-Book, Website, usw.) achten musst.
Allgemeine Formatierung des APA-Literaturverzeichnisses
Beim Erstellen deines Literaturverzeichnisses im APA-Stil musst du bestimmten Vorgaben folgen. So soll sichergestellt werden, dass die Quellensammlung übersichtlich und leicht nachvollziehbar ist.
Reihenfolge der Quellen
Formatierung der Quellenangaben
Besonderheiten bei verschiedenen Quellentypen
Weitere Besonderheiten des Zitierens im APA-Style
Für Bücher und Monografien gibst du in deinem APA-Literaturverzeichnis den Namen, dahinter in Klammern das Erscheinungsjahr und danach den Buchtitel (ggf. mit Auflage) und den Verlag an. Der Titel eines Buches wird immer kursiv geschrieben.
Beispiel:
Miller, A. (2020). Wissenschaftliches Schreiben leicht gemacht. Verlag für Bildung.
Mustermann, E. (2019). Zitierstile von APA bis Harvard (3. Aufl.). Wissenschaftsverlag.
Beziehst du dich in deiner Arbeit auf einen Beitrag aus einem Sammelband, gibst du im Literaturverzeichnis den Namen der Herausgeber*innen an. Dazu folgt auf den Titel des Kapitels „In [Initialen Herausgeber*in] [Nachname] (Hrsg.)“ sowie im Anschluss der Titel des Sammelbandes.
Beispiel:
Huber, A. (2020). Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens. In B. Schmitt (Hrsg.), Handbuch für wissenschaftliche Methoden (S. 23–45). Springer.
oder bei mehreren Herausgeber*innen:
Becker, T. (2018). Methodische Ansätze in der Forschung. In M. Schulz & D. Klein (Hrsg.), Moderne Forschungsmethoden (S. 78–95). UTB.
Hast du aus Fachzeitschriften zitiert, gibst du im Literaturverzeichnis zusätzlich zum Namen der Publikation die jeweilige Band- und Ausgabennummer an. Den Titel des Magazins (aber nicht den des Artikels) setzt du kursiv.
Handelt es sich um eine Online-Publikation, dann musst du auch die URL oder das DOI (Digital Object Identifier) nennen.
Zur Erklärung: Ein DOI ist eine standardisierte, eindeutige Nummer, die zur Identifizierung von Artikeln, Aufsätzen oder auch Büchern zugewiesen wird. DOIs werden vor allem in wissenschaftlichen Fachzeitschriften zur Zitierung und Verlinkung von Online-Artikeln verwendet.
Beispiel:
Miller, A. (2023). Neue Erkenntnisse über wissenschaftliches Schreiben. Magazin für akademisches Schreiben, 13(4), 19–24. https://doi.org./10.1234/a12345-012-z
Beziehst du dich auf einen Online-Artikel einer Zeitschrift, gibst du im Literaturverzeichnis nach dem Namen der Website die URL an. Das Zugriffsdatum gibst du gemäß APA 7 nur an, wenn sich der Inhalt der Webseite mit der Zeit ändern kann.
Beispiele:
Koch, M. (2024, 30. August). Forschung als kontinuierlicher Prozess. Forschung Heute. https://www.forschungheute.de/artikel/fortschritt
oder
Koch, M. (2024, 30. August). Forschung als kontinuierlicher Prozess. Forschung Heute. https://www.forschungheute.de/artikel/fortschritt (letzter Zugriff am: 23.10.2024).
Bei Internetquellen fehlen häufig bestimmte Angaben, beispielsweise kann das genaue Datum oder Jahr der Veröffentlichung unbekannt sein; in dem Fall verwendest du sowohl bei deinem Beleg im Fließtext als auch im Literaturverzeichnis die Abkürzung „o.D.“ („Ohne Datum“).
Beispiel:
Mustermann, Z. (o.D.). Zitierstile im Wandel der Zeit. Die Akademische Viertelstunde. https://akademische-viertelstunde.de/zitierregeln/zitierstile-im-wandel
Fehlt der Name des*der Autor*in, beginnst du deine Quellenangabe direkt mit dem Titel des zitierten Textes.
Beispiel:
Zitierstile im Wandel der Zeit. Die Akademische Viertelstunde. https://akademische-viertelstunde.de/zitierregeln/zitierstile-im-wandel
Für Quellen aus Social Media gelten ähnliche Regeln wie für alle anderen Referenzen. Zusätzlich zu Urheber*in und Datum der Veröffentlichung nennst du Text und Art des Beitrags sowie die Plattform und die URL.
Beispiele:
Schmidt, A. [@aschmidt]. (2022, 15. März). Forschung in der Praxis ist ein kontinuierlicher Lernprozess [Instagram-Beitrag]. Instagram. https://instagram.com/p/ABCDEFG1234
oder
Deutsches Institut für Normung. (2024, 10. Oktober). Neue Richtlinien für wissenschaftliches Arbeiten veröffentlicht [Facebook-Beitrag]. Facebook. https://facebook.com/DIN/posts/123456789
E-Books werden im APA-Stil ähnlich wie gedruckte Bücher zitiert, allerdings fügst du spezifische Details wie die Art des E-Books (z.B. Kindle-Edition) oder den DOI/URL hinzu, falls verfügbar.
Beispiele:
Müller, A.B. (2020). Wissenschaftliches Schreiben leicht gemacht (2. Aufl., Kindle-Version). Verlag für Bildung. https://doi.org/10.1234/abcd.5678
oder
Schmitz, C. (2017). Einführung in die Psychologie (E-Book-Version). Verlag der Psychologie. https://www.verlag-der-psychologie.de/ebook/einfuehrung-in-die-psychologie
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Korrektes Zitieren ist im wissenschaftlichen Kontext unerlässlich. Damit zeigst du zum einen Sorgsamkeit und Respekt im Umgang mit genutzten Quellen und den Ideen anderer, zum anderen vermeidest du es, Plagiat zu begehen.
Die APA-Zitierweise ist nicht umsonst eine der meistgenutzten Zitiertechniken: Das von der American Psychological Association vorgegebene und regelmäßig überarbeitete Regelwerk gibt dir klare Vorgaben an die Hand, wie du Kurzbelege im Text sowie dein Literaturverzeichnis schlüssig und korrekt gestaltest. Da die Quellenangaben im Fließtext sehr kurz gehalten sind, wird der Lesefluss kaum unterbrochen.
Einige grundlegende Tipps helfen dir, richtig nach APA zu zitieren und schon bald ein*e echte*r Expert*in zu sein:
Durch diese Maßnahmen stellst du sicher, dass du die APA-Zitierregeln richtig anwendest und eine professionelle wissenschaftliche Arbeit ablieferst.
Autor:
Der Dipl.-Betriebswirt und Experte in den Fachbereichen BWL, VWL und Finanzen hat bereits zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten verfasst und verfügt über ein breites Wissen in diesem Bereich.
Erfahre, wie du die Harvard-Zitierweise richtig anwendest.
Erfahre hier alles über die deutsche Zitierweise mit Fußnoten.
Was ist ein MLA-Format? So wendest du diese Zitierweise bei deiner wissenschaftlichen Arbeit an.
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