Ob Farbauswahl, Logo oder Social-Media-Grafiken – die visuelle Gestaltung des Brandings deines Unternehmens beeinflusst das Vertrauen, die Wiedererkennung und letztlich auch Kaufentscheidungen. Doch wie aktiv setzen sich Deutschlands Unternehmensleitungen mit der Wirkung ihres Brandings auseinander? Und was sind die häufigsten Designfehler?

Wir haben 350 Personen in der Unternehmensleitung in Deutschland befragt, um herauszufinden, welchen Einfluss die visuelle Identität eines Unternehmens hat. Wir bieten einen tieferen Einblick, wie Branding derzeit umgesetzt wird, welche Rolle visuelle Inhalte im Hinblick auf das Kundeninteresse spielen und wie stark gute Gestaltung Kaufentscheidungen beeinflusst. Außerdem teilen wir praktische Tipps, wie Unternehmen ihren Markenauftritt anpassen und ihre Zielgruppe besser erreichen können.

Infografik zur Einschätzung des Brandings deutscher Unternehmen auf Basis einer Adobe-Umfrage aus dem Jahr 2026.

Die wichtigsten Erkenntnisse: Warum starke Visuals entscheidend sind

Gute Gestaltung ist unverzichtbar für eine langfristige Kundenbindung, dennoch überprüfen oder optimieren 74 % der befragten Führungskräfte ihre Designs nicht regelmäßig. Nur etwa jede fünfte Person (20 %) ist überzeugt, dass die aktuellen visuellen Elemente stark genug sind und keiner Überarbeitung bedürfen.

Woran liegt das? 16 % wissen schlicht nicht, wo sie bei der Optimierung anfangen sollen. Weitere 15 % räumen ein, dass das Thema aktuell keine Priorität in ihrer Marketingstrategie hat.

Als größte Schwäche im Branding nennen viele das Webdesign, die Konsistenz über verschiedene Plattformen hinweg, sowie ihre aktuellen Social-Media-Grafiken (jeweils 15 %). 12 % sehen außerdem ihr Logo kritisch, da es ihrer Meinung nach nicht ausreichend aus der Masse heraussticht. Positiv fällt hingegen der Markenton auf: Nur 5 % betrachten ihn als Schwachpunkt. Immerhin fast jeder Vierte (23 %) ist vollständig zufrieden und sieht keinerlei Verbesserungsbedarf.

Was inspiriert das aktuelle Branding im Unternehmen? Die Mehrheit (34 %) setzt bewusst auf schlichtes Auftreten, damit die Produkte für sich sprechen. Weitere 24 % möchten sich mit kreativen und ungewöhnlichen Visuals klar vom Wettbewerb abheben.

] Infografik, die die fünf größten Mängel im Branding von Unternehmen laut Adobe Umfrage zeigt.

Spielt das Alter eine Rolle beim Vertrauen ins eigene Branding?

Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt deutliche Unterschiede. Jüngere Führungskräfte sind deutlich kritischer: 38 % der 18- bis 24-Jährigen sehen großen Verbesserungsbedarf bei ihrem Branding. Gleichzeitig halten nur 13 % der 25- bis 34- bzw. der 35- bis 44-Jährigen ihr Branding für „sehr stark“.

Am zufriedensten zeigt sich die Gruppe der 45- bis 54-Jährigen – hier sind rund drei von zehn Befragten (29 %) vollständig überzeugt von ihren visuellen Branding-Auftritten.

Auch beim Thema Überarbeitung gibt es Unterschiede: Ältere Führungskräfte handeln proaktiver. 41 % der über 65-Jährigen nehmen sich regelmäßig Zeit, ihr Branding zu überprüfen – bei den 18- bis 24-Jährigen hingegen sind es nur 25 %. Das liegt jedoch weniger am fehlenden Interesse, sondern eher am fehlenden Know-how: Ein Viertel (25 %) der Jüngeren weiß schlicht nicht, wo sie anfangen sollten.

Die größten Schwachstellen variieren ebenfalls je nach Alter der Führungskräfte:

  • Bei den 25- bis 34-Jährigen ist mangelnde Konsistenz über Plattformen hinweg das Hauptproblem (25 %).
  • Bei den 18- bis 24-Jährigen stehen Webdesign (38 %) und Social-Media (25 %) im Fokus.

Ein schlichterer Markenauftritt ist generationenübergreifend beliebt. Die Hälfte (50 %) der 18- bis 24-Jährigen und 37 % der 45- bis 54-Jährigen bevorzugen klare, minimalistische Designs, bei denen die Produkte im Mittelpunkt stehen.

Und wie wirkt sich das Alter auf das Kaufverhalten aus? Gerade junge Zielgruppen legen großen Wert auf Wiedererkennung: 25 % der 18- bis 24-Jährigen kaufen nicht bei Marken, die sie nicht kennen. Gleichzeitig erwarten 50 % regelmäßige visuelle Updates des Unternehmens-Brandings, um das Interesse aufrechtzuerhalten.

  • In Baden-Württemberg setzen 38 % auf schlichte Gestaltung und lassen ihre Produkte wirken
  • In Berlin sind minimalistische Designs ebenfalls beliebt (33 %), gleichzeitig setzen 26 % bewusst auf ausgefallene Visuals, die die Neugier der Kunden wecken.
Das gibt dir einen Einblick, wie Unternehmen in Deutschland Design angehen und wie visuelle Gestaltung das Verhalten von Konsumenten beeinflusst. Falls Du als Führungskraft nun das  Branding auffrischen möchtest, solltest Du die oben genannten Tools und Tipps im Hinterkopf behalten. Von KI-Funktionen und Workspace-Tools bis hin zu PDF-Features für Zusammenarbeit – die Ansätze helfen dabei, smarter zu arbeiten und sich klar von der Masse abzuheben. Für weitere Einblicke, ob Branding oder Neugründung, hier gibt es weitere Informationen.

Methodik

„Die häufigsten Designfehler im Branding“ basiert auf einer repräsentativen, bundesweiten Studie von Adobe Acrobat. Befragt wurden 350 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Unternehmen in Deutschland im Zeitraum vom 14.02.2026 bis zum 19.02.2026.