Weitere Tipps zur Unterschneidung.
Auch wenn Kerning etwas Subjektives ist, solltest du folgende Expertentipps im Hinterkopf behalten.
1. Breche ein Wort auf seine Einzelteile herunter: Bearbeite Buchstaben paarweise. So schulst du dein Auge und kannst leichter Bereiche erkennen, die angepasst werden müssen.
2. Hole eine zweite Meinung ein: Eigene Fehler zu erkennen, ist schwer, besonders am Anfang. „Du bist Neuling? Lasse andere einen Blick auf deine Arbeit werfen“, rät Escobar.
3. Lege die Arbeit zwischendurch beiseite: Egal wie erfahren du bist – es ist wichtig, hin und wieder Abstand zu nehmen. „In diese Falle tappen viele. Es ist so leicht, sich mit der Perfektionierung winziger Details zu verzetteln“, gibt Presler zu bedenken. „Zwischendurch sollte man Pausen machen und einen klaren Kopf kriegen.“
4. Drucke deine Arbeit aus: Betrachte dein Werk auf Papier. „Ausdrucke in verschiedenen Größen helfen dir, zu erkennen, wo das Kerning verfeinert werden könnte“, so Presler.
5. Mache dich mit häufigen Fallstricken vertraut: Bestimmte Buchstabenkombinationen – etwa Buchstabenpaare mit diagonalen Linien wie A und V – müssen in der Regel angepasst werden. Großbuchstaben mit nachfolgenden Kleinbuchstaben sind ebenfalls oft problematische Kerning-Fälle. „Der erste Buchstabe nach einem Großbuchstaben muss oft stärker angepasst werden, besonders bei Serifenschriften“, so Designerin Robin Casey.
6. Übung macht perfekt: KERNTYPE, ein Online-Spiel zur Übung von Unterschneidung und Spationierung, gibt Feedback in Echtzeit. Anhand von Tutorials kannst du erweiterte Techniken mit Illustrator oder InDesign lernen.
Übung und Aufgeschlossenheit sind unverzichtbar, wenn du deine Kerningskills verfeinern willst. Setze deine neu erworbenen Kerning-Kenntnisse gleich um.