Es gibt nicht die beste Bitrate, sondern nur die passende Bitrate.
Die passende Bitrate für eine Datei ist davon abhängig, für welchen Zweck die Datei verwendet werden soll und wie der Sound bereitgestellt wird. Im Allgemeinen steht eine hohe Bitrate für hochwertiges Audio, vorausgesetzt, Sampling-Rate und Bit-Tiefe sind ebenfalls hoch. Im Grunde gilt: Je mehr Informationen, desto besser die Sound-Qualität.
Die Bitrate für Audio-CDs beträgt immer 1.411 Kilobit pro Sekunde (Kbps). Für das MP3-Format liegt die Bitrate zwischen 96 und 320 Kbps, für Streaming-Dienste wie Spotify zwischen 96 und 160 Kbps.
Hohe Bitraten werden von audiophilen Anwendern geschätzt, aber sie sind nicht immer besser. Überlege, ob sich Engpässe auf dein Digitalaudio auswirken könnten. Wenn dein Publikum den Sound herunterlädt oder auf physischen Tonträgern hört, steht einer hohen Bitrate nichts im Wege. Wenn dein Sound aber gestreamt wird, ist eine niedrigere Bitrate besser, um unterbrechungsfreies Streaming zu ermöglichen. Fällt der Wert jedoch unter 90 Kbps, vernimmt das menschliche Ohr eine deutliche Verschlechterung der Qualität – selbst, wenn das Gehör nicht geschult ist.
Es ist auch wichtig zu wissen, dass eine High-Fidelity-Datei mit hoher Bitrate nicht als solche zu erkennen ist, wenn sie nicht über hochwertige Hardware abgespielt wird. Wenn Anwender deinen Sound mit gewöhnlichen In-Ear- oder On-Ear-Hörern anhören, können sie die Vorteile von High-Fidelity-Audio nicht ausschöpfen. Eine hohe Bitrate in CD-Qualität klingt am besten auf einem professionellen Stereo-System, das die sehr hohen und sehr niedrigen Frequenzen optimal wiedergeben kann, die bei einer Bitrate von 1.411 Kbps möglich sind. Die meisten Kopfhörer und viele PC-Lautsprecher unterstützen eine Wiedergabe dieser Frequenzen nicht.