Chris Do ist kein großer Fan von Trends. Besser gesagt, er ist kein großer Fan von Artikeln über Design-Trends.
Das heißt jedoch nicht, dass der Emmy-preisgekrönte Designer, Kreativdirektor, Markenberater und Influencer nicht ausgiebig über Design nachdenkt oder weiß, was angesagt ist. Tatsächlich hat er als Gründer und CEO einer Bildungsplattform namens The Futur, die darauf abzielt, einer Milliarde kreativer Unternehmer*innen die Möglichkeit zu geben, erfolgreiche, nachhaltige und erfüllende Unternehmen zu gründen, wahrscheinlich ein besseres Gespür für Design-Trends als die meisten.
Es ist nur so, dass Do die allgegenwärtige Jagd und Suche nach Trends sowie die obligatorische jährliche Vorhersage zukünftiger Trends etwas ermüdend findet. Vielleicht sogar lächerlich.
„Der Versuch, etwas zu finden, das man als Trend bezeichnen kann, ist selbst ein Trend“, sagt er. „Ich finde es ein wenig absurd.“
Do gibt uns ein paar Beispiele für vermeintliche Trends, auf die er gestoßen ist z. B. die Helvetica-Schrift („Die gibt es schon seit Jahrzehnten, und auf einmal soll sie ein Trend sein? Der Trend hält ganz schön lange an, oder?“) und Minimalismus („Minimalismus ist ein Konzept, keine Form.“) Er fügt jedoch hinzu: „Diese Dinge tauchen auf deinem Radar auf und die Personen, denen du folgst, scheinen auf einmal alle gleichzeitig darüber zu sprechen, weswegen es aus deiner Sicht ein neuer Trend ist.“
Zu dieser Jahreszeit werden viele Artikel über Trends veröffentlicht,von Marketing und Technologie bis hin zu Musik und Mode. Und Design ist da keine Ausnahme. Menschen sind immer auf der Suche nach etwas Neuem und Anderem, gleichzeitig aber auch nach Vertrautheit und Nostalgie. Aber Trends kommen und gehen. Sie verändern sich. Manche bleiben bestehen, manche nicht. Sie sind kontextbezogen und spezifisch, nicht universell und dauerhaft.
„Wir sind oft in einem von zwei Lagern.“, sagt Do. „Entweder schreiben wir über jeden Trend, machen jeden mit und manche dieser Trends entpuppen sich als bloße Modeerscheinungen und wir ärgern uns, weil sie nicht gut angekommen sind. Oder wir sind komplett resistent gegenüber allen Trends, Veränderungen oder Bewegungen in Gesellschaft, Kultur und Geschmack. Ich glaube, beide Optionen sind irgendwie gefährlich.“
Für einzelne Künstler*innen und Kreative sowie für Vermarkter*innen und Geschäftsinhaber*innen ist es wichtig, in Sachen Design-Trends auf dem Laufenden zu bleiben, um alle ihre Optionen zu kennen. Sie müssen verstehen, was getan wird und was bereits getan wurde, was cool ist und was nicht, was für eine Marke am besten funktioniert und was nicht. Es ist jedoch genauso wichtig, dass Trends deine Kreativität nicht kontrollieren und jede deiner Design-Entscheidungen beeinflussen. „Im Trend zu liegen“, kann manchmal das Aus einer Marke bedeuten.
Deine Marke sowie deine Designs sollten sich an neue Tendenzen anpassen können. Aber vergiss niemals deine Wurzeln. Wie Nike oder Coca-Cola sollte deine Marke danach streben, zeitlos zu sein, und dein Design sollte die Identität deiner Marke wahren. Deshalb ist es für Kreative von entscheidender Bedeutung, so Do, „einen breiteren Blick auf verschiedene Ästhetiken und Stile zu werfen und die Konzepte auszuwählen, die am besten mit der Botschaft deiner Marke übereinstimmen.“
Viele Kreative, Geschäftsinhaber*innen und Vermarkter*innen möchten über aktuelle und kommende Design-Trends informiert werden, damit sie faszinierende Inhalte erstellen, eine coole und professionell wirkende Marke aufbauen und ihre Ziele erreichen können. Trends liefern ihnen Informationen, Inspiration und Ideen. Doch ohne die richtigen Arbeitsabläufe, Denkweisen, Technologien und Tools, um diese Ideen zum Leben zu erwecken, bringen sie wenig.
In diesem Artikel stellen wir die weltweit beliebtesten Design-Trends für das Jahr 2023 vor. Zusammen mit Do, einer der führenden Triebkräfte im Content Marketing, eröffnen wir dir die Welt des Designs, der Konzeptualisierung und der Prozesse, die dahinterstecken.


