„UV-Mapping“ bezieht sich auf das Koordinatensystem, das für die Anwendung von 2D-Texturen auf 3D-Modelle genutzt wird. Die verwendeten Koordinaten heißen U und V. Im dreidimensionalen Raum sind drei Koordinaten erforderlich (X, Y, Z), bei Texturen dagegen nur zwei. Die beiden Achsen werden als U-Achse und V-Achse bezeichnet.
In UV-Maps werden Koordinatendaten erfasst, die den Scheitelpunkten eines 3D-Modells die entsprechenden Positionen auf einer 2D-Textur zuordnen. Das Speicherformat hängt von der verwendeten Software und vom Exportformat des Modells ab. Bei Mesh-Dateiformaten wie OBJ und FBX lassen sich UV-Mapping-Informationen zusammen mit der Mesh-Geometrie speichern. Die Texturen für eine UV-Map sind oft einfache Bilddateien. Sie enthalten keine Koordinatendaten, sondern werden anhand von UV-Koordinaten auf 3D-Modelle aufgetragen. Beim Anwenden der Texturen wird dann auf die UV-Informationen Bezug genommen.
Bei den meisten 3D-Modellierungsprojekten ist UV-Mapping unverzichtbar. Es gibt jedoch immer mehr Technologien, die dir komplizierte, aufwendige Aufgaben abnehmen können. Adobe Substance 3D beispielsweise entlastet dich durch Automatisierung, damit dir mehr Zeit für die eigentliche Kreativarbeit bleibt. Das heißt, zur Texturierung eines 3D-Modells ist zwar UV-Mapping weiterhin erforderlich, doch du musst diesen Schritt nicht unbedingt manuell ausführen.