Einführung
[Glyn Dewis]: Hat dir Lightroom schon mal mitgeteilt, dass einige KI-Bearbeitungen aktualisiert werden müssen?
Das kommt daher, dass manche Bearbeitungen wie KI-gestützte Masken eine bestimmte Reihenfolge erfordern, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Hi, ich bin Glyn Dewis, Fotograf und Trainer für Fotografie.
In diesem Tutorial zeige ich dir den empfohlenen Lightroom-Workflow für KI-gestützte Bearbeitungen und das Menü „KI-Bearbeitungsstatus“, mit dem du im Blick behältst, welche KI-Bearbeitungen du angewendet hast und ob sie eventuell aktualisiert werden müssen.
Das Menü „KI-Bearbeitungsstatus“ verstehen
Ich bin hier in Lightroom.
Zuerst wende ich ein adaptives Farbprofil auf dieses Bild an.
Wie du siehst, bewirkt das einen ziemlichen Unterschied am Bild.
Auf der Werkzeugleiste rechts wird jetzt das Icon für den KI-Bearbeitungsstatus angezeigt.
Dieses Icon erscheint, sobald du ein KI-Bearbeitungs-Tool in Lightroom verwendest.
Manchmal ist der KI-Bearbeitungsstatus aber gelb hervorgehoben.
Wenn ich zum Beispiel im Bereich „Entfernen" „Generative KI nutzen“ auswähle und über diese Felsen male, um sie zu entfernen, ist das Icon für den KI-Bearbeitungsstatus gelb.
Wenn ich darauf klicke, sehe ich, dass das adaptive Profil aktualisiert werden muss.
Warum die Reihenfolge der KI-gestützten Edits wichtig ist
Der Grund dafür ist, dass es eine empfohlene Reihenfolge gibt, in der KI-Bearbeitungen in Lightroom angewendet werden sollten.
So ist das Ergebnis nicht nur optimal, sondern auch vorhersehbar.
Ich klicke auf „Alle aktualisieren“.
Nach der Aktualisierung ist der KI-Bearbeitungsstatus nicht mehr gelb.
In den meisten Fällen ist es damit erledigt.
Hier sieht das anders aus.
Ungültige KI-Bearbeitungen aktualisieren
Dieses Foto habe ich bei einem Foto-Shooting gemacht.
Ich entferne mit der Option für generative KI den Schlüsselanhänger.
Dann aktiviere ich unter „Störende Elemente entfernen“ die Option „Spiegelungen“.
Jetzt ist zwar die Spiegelung weg, aber der KI-Bearbeitungsstatus ist gelb.
Daran sehen wir, dass Pixel ungültig geworden sind.
Hier unten, wo wir bereits den Schlüsselanhänger entfernt haben, passt die Helligkeit der Pixel nicht zum restlichen Bild.
In den KI-Bearbeitungen sehe ich, dass der Entfernen-Schritt aktualisiert werden muss.
Ich klicke, und der Entfernen-Schritt wird aktualisiert.
Das sieht gut aus, aber der Bereich, der entfernt wurde, sieht jetzt anders aus als vorher.
Empfohlene Reihenfolge der KI-Bearbeitungen
Um solche potenziellen Probleme zu vermeiden, solltest du die Schritte immer in der richtigen Abfolge ausführen.
Und die sieht so aus.
Hier sind die KI-Funktionen aufgeführt.
Ganz oben sind die Funktionen, die du zuerst anwenden würdest.
Das wären also: 1.
HDR.
2.
Entrauschen, Raw-Details, Super Auflösung.
3.
Störende Elemente entfernen: Spiegelungen.
4.
Störende Elemente entfernen: Personen.
5.
Störende Elemente entfernen: Staub.
6.
Generatives Erweitern.
7.
Generatives Entfernen.
8.
Objektivunschärfe.
9.
Objektivprofil.
10.
Zuschneiden und transformieren.
11.
Adaptive Profile.
12.
Globale Korrekturen.
Und 13.
Maskieren.
Diese Liste von 1 bis 13 zeigt die korrekte Reihenfolge.
Damit vermeidest du den gelben KI-Bearbeitungsstatus und unerwartete Ergebnisse bei der Bearbeitung.
Was ist also bei diesem Beispielbild passiert?
Zuerst habe ich das Entfernen-Tool mit generativer KI verwendet, die Nummer 7 auf der Liste.
Dann habe ich die störenden Spiegelungen entfernt.
Dieser Punkt steht weiter oben auf der Liste, auf Platz 3.
Den KI-Bearbeitungs-Workflow beim Foto-Editing verwenden
Das ist so, als würde ich ein altes Gemälde restaurieren und dabei erst die Schäden reparieren und dann das Bild reinigen.
Die reparierten Stellen sehen gut aus, solange das Gemälde schmutzig ist.
Aber nach der Reinigung stechen sie hervor.
Besser ist es, erst zu reinigen und dann die Beschädigungen zu reparieren.
Ich zeige dir, was ich meine.
Dazu gehe ich zurück zu diesem Meeresbild.
Zuerst wende ich „Entrauschen“ auf das gesamte Bild an.
Das ist die Nummer 2 auf der Liste.
Dann wähle ich das Entfernen-Tool und „Störende Elemente entfernen > Staub“.
Damit werden alle Staubflecken auf dem gesamten Bild ermittelt und hervorgehoben.
Ich kann dann auf einzelne Staubflecken klicken, die eventuell übersehen wurden, so wie hier.
Als Nächstes wende ich das adaptive Farbprofil an.
Das funktioniert großartig und erweckt Farbe und Ton des Bildes wirklich zum Leben.
Jetzt möchte ich diese Felsstrukturen stärker betonen.
Dazu klicke ich im Bereich „Maskieren“ auf „Landschaft“ und dann auf „Berge“ und „Natürlicher Boden“.
Beides kombiniere ich in einer Maske und klicke dann auf „Erstellen“.
Dann optimiere ich noch die Klarheit und Textur.
Das sieht super aus.
Wenn ich jetzt aber mit dem Entfernen-Tool und generativer KI diese Felsstruktur entferne, wird der KI-Bearbeitungsstatus gelb, weil einige Pixel ungültig geworden sind.
Im KI-Bearbeitungsstatus sehe ich, dass die ungültigen Pixel das adaptive Profil und die Maskierung betreffen.
Wir haben nämlich bei der Bearbeitung erst das adaptive Profil angewendet, dann die Maskierung und haben anschließend „Generatives Entfernen“ verwendet.
Ich klicke auf „Alle aktualisieren“.
Lightroom aktualisiert die KI-Bearbeitungen, und die Pixel werden repariert.
Das ist also die empfohlene Reihenfolge, wenn du in Lightroom mit KI-Tools und -Funktionen arbeitest.
Ich merke mir das ganz einfach mithilfe dieser 3 Wörter: aufbauen, bereinigen, optimieren.
Zum Aufbauen gehört alles, was die Originaldatei verändert oder das Bild neu erstellt.
Das ist der erste Schritt.
In Lightroom sind das HDR, Entrauschen, Raw-Details und Super Auflösung.
Bereinigen bedeutet, störende Elemente zu entfernen oder Probleme zu beheben.
Dazu gehören: Spiegelungen und Personen entfernen, generatives Entfernen, inhaltsbasiertes Entfernen, Reparieren und Kopieren.
Und zum Optimieren gehören Schritte, die den endgültigen Stil formen und den Look des Bildes prägen.
Also: aufbauen, bereinigen, optimieren.
Meistens wird es völlig ausreichen, die KI-Bearbeitungen zu aktualisieren.
Aber um potenzielle Probleme in deinen Bildern zu vermeiden, folgst du am besten diesem empfohlenen Workflow.
Ich bin Glyn Dewis.
Danke fürs Zuschauen.
