ANIMATION FEATURES:
Motion Design: Definition, Geschichte und Beispiele
Motion Design verbindet Grafik und Animation zu fesselnden visuellen Erlebnissen. Entdecke die Kunst des Motion Design und dessen vielfältige Einsatzmöglichkeiten.
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Motion Design verbindet Grafik und Animation zu fesselnden visuellen Erlebnissen. Entdecke die Kunst des Motion Design und dessen vielfältige Einsatzmöglichkeiten.
Motion Design ist im Wesentlichen Grafikdesign mit dem zusätzlichen Element der Bewegung. Die Technik entstand bereits Mitte des 20. Jahrhunderts und führte im Bereich Grafikdesign, dessen Grundlage bis dahin statische Grafiken waren, zu weitreichenden Veränderungen. Dank des rasanten technologischen Fortschritts und Anwendungen wie Adobe Premiere oder Adobe After Effects wurde Motion Design leichter zugänglich.
Wenn du in die Welt des Motion Designs eintauchst, wirst du öfter über diesen, aber auch den Begriff Motion Graphics stolpern. Häufig werden beide Bezeichnungen synonym verwendet. Beide bezeichnen allerdings eigenständige Konzepte.
Motion Design ist im Grunde der Überbegriff bzw. die umfassende Disziplin und damit auch das Hauptthema dieses Artikels. Zum Motion Design gehört der gesamte kreative Entstehungsprozess für animierte Grafiken. Motion Graphics sind hingegen eher der Output, den Motion Designerinnen und Designer produzieren. Auch bekannt als Mograph oder Mographs.
Motion Graphics sind keine vollständig ausgearbeiteten Animationsfilme mit Figuren, Handlung und Erzählbogen – so wie die Zeichentrickfilme von Disney zum Beispiel. Es sind kurze Animationen, die zu Unterhaltungs- oder Informationszwecken dienen. 3D-Motion-Graphics beispielsweise spielen in der Werbung eine große Rolle. Aber auch Website- oder Logoanimation bis hin zu aufwendigen Film- und Serienintros gehören dazu.
Filmstudios setzten bereits in den 1950er-Jahren auf Motion Design für Vor- und Abspanne. Angaben zu Besetzung und Crew wurden mit Farbe, Text, Illustration und Bewegung bearbeitet, um den Eindruck zu erzeugen, es liefe ein Film ab. Bis heute werden für Filmvorspanne Motion Graphics verwendet, wobei die digitale Technologie die Gestaltung deutlich vereinfacht hat. Es gibt auch viele weitere Use Cases:
Die Geschichte von Motion Design und Graphics beginnt mit der Entwicklung des Vor- oder Abspanns bei Filmen. Schon zu den Anfängen des Kinos wollte man so dem zunehmenden Interesse von Zuschauenden an Schauspielenden nachkommen.
Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg gewannen Motion Graphics in Kinofilmen an Bedeutung. Grafik-Artists wie Saul Bass und Elaine Bass leiteten eine neue Ära ein. Ihre ausdrucksstarken, farbenfrohen und kreativen Motion Graphics gaben Filmen wie Das verflixte 7. Jahr (1955) und Der unsichtbare Dritte (1959) eine besondere Dynamik.
Zu den berühmtesten Filmtitel-Designern der 1960er und 1970er-Jahre gehört Pablo Ferro, bekannt für die Filmtitel von Dr. Seltsam (1964) und Thomas Crown ist nicht zu fassen (1968).
Der Anbruch des digitalen Zeitalters im späten 20. Jahrhundert hatte großen Einfluss auf die Grafikanimation. Die technische Entwicklung legte den Grundstein für Motion Design, wie wir es heute kennen. In den frühen 1980er-Jahren kam der Apple Mac auf den Markt. Er eröffnete Designenden neue Möglichkeiten für die Gestaltung von Titeln für Filme und Fernsehserien.
Auch wenn die Technologie der 1980er-Jahre heute primitiv wirkt, im Vergleich zu den Standards der 1960er und 1970er-Jahre war sie eine kreative Revolution. Und mit der Weiterentwicklung der digitalen Technologie in den letzten Jahren haben die gestalterischen Möglichkeiten von Designerinnen und Designern stetig zugenommen.
Bekannte Motion Design Vorreiter aus dieser Zeit waren John Whitney und Charles Csuri. John Whitney ist der Gründer der Firma Motion Graphics Inc und war unter anderem an der Titel-Sequenz für Vertigo von Alfred Hitchcock beteiligt. Charles Csuri gilt als ein Pionier der Computeranimation und Digital Art. Er erstellte mit dem Kurzfilm Hummingbird eines der aller ersten Beispiele der Computeranimation.
Als das Fernsehen zunehmend an Popularität gewann, wandte man für beliebte TV-Serien die Motion-Design-Prinzipien von Kinofilmen an. Die Vorspanne für Serien der 1970er- und 1980er-Jahre waren noch sehr einfach gehalten. Aber seitdem das Fernsehen dem Kino Konkurrenz macht, haben sich die Unterschiede verringert. Heute können sich die Vorspanne hoch budgetierter HBO- oder Netflix-Serien im Vergleich zu dem, was man aus Hollywood kennt, sehen lassen. 3D-Motion-Graphics machen die Titel einiger Serien besonders eindrucksvoll.
Anfang des 21. Jahrhunderts setzten sich Internet, Social Media und digitale Werbung immer mehr durch. Damit begann auch eine neue Ära der Grafikanimation. Die ersten Kreativagenturen beauftragten Designerinnen und Designer, kurze, animierte (oft kommentierte) Grafiken zu erstellen. Diese bewerben die Produkte und Services ihrer Auftraggebenden oder schlüsselten komplexe Prozesse in mehrere einfache Schritte auf.
Ab 2010 entwickelten sich Infografiken zu einem beliebten Informationsmedium. Initiativen wie die Information is Beautiful Awards trugen dazu bei. Als Social Media zunehmend an Bedeutung gewann, fingen viele Designerinnen und Designer an, ihre Infografiken zu animieren, um Daten und Diagramme interessanter zu gestalten.
Heute finden sich zahlreiche Beispiele für Motion Graphics. Egal ob die tägliche Nachrichtensendung, der Streaming-Dienst oder die Social Media App. Jeder von uns sieht mittlerweile täglich eine Form von Motion Design. Vorspanne und Titelsequenzen sind ein besonders guter Ausgangspunkt, um einige bemerkenswerte Motion-Graphic-Beispiele der letzten Jahre zu finden.
Das verflixte 7. Jahr (1955):
Einer der ersten Filme mit Motion Design. Beim Vorspann von Das verflixte 7. Jahr, gestaltet von Saul Bass, teilt sich das Bild in mehrere animierte, bunte Felder. Diese öffnen und schließen sich oder werden ein- und ausgeblendet, um die Namen von Stars wie Marilyn Monroe und Drehbuchautor Billy Wilder anzuzeigen.
Game of Thrones (2011-2019):
Die HBO-Kultserie, basierend auf den Büchern von George R. R. Martin, entführt Zuschauende in eine lebhafte Fantasy-Welt und nimmt sie im Vorspann auf eine Reise zu den verschiedenen Schauplätzen der Story mit.
The ABC of Architects
In dieser charmanten, von der Videoplattform Vimeo als „Staff Pick“ ausgezeichneten Animation werden Motion Graphics eingesetzt, um – den Buchstaben des Alphabets folgend – die Geschichte der Architektur zu erzählen. Erstellt wurde sie von Andrea Stinga und Federico Gonzalez.
The Life of Spartacus
Fiona Radford erstellte diese animierte Story für die Website ed.ted.com. Mit Animation und Voiceover wird die Geschichte von Spartakus und der Gründung von Sparta erzählt. Grundlage der Animation sind Malereien auf Keramiken aus dem antiken Rom.
Um im Rahmen des Motion Designs deine Motion Graphics zu erstellen, stehen dir einige Techniken und Software-Programme zur Verfügung. So auch Adobe After Effects. Egal ob du einen Vorspann für einen Film oder Social-Media-Posts für dein Unternehmen erstellen möchtest: Mit Adobe After Effects kannst du Text und Bilder in Bewegung setzen. Du kannst:
Adobe After Effects ist eines der Hauptprogramme, die für Motion Design genutzt werden. Wenn du also lernen möchtest, wie man Motion Graphics erstellt, solltest du dich möglichst umfassend mit After Effects vertraut machen. Dafür stehen dir einige After Effects Tutorials zur Verfügung.
Um beruflich oder privat überzeugende Motion Graphics erstellen zu können, solltest du dir bestimmte Fähigkeiten und Methoden aneignen. Hier sind ein paar Tipps, um mit Motion Design zu starten:
In den vergangenen Jahrzehnten gab es viele gute Beispiele für Motion Design. Sie erstrecken sich über alle Kreativmedien. So ist im Bereich Film der Vorspann zu Thomas Crown ist nicht zu fassen (1968) als frühes Beispiel für Motion Graphics zu nennen.
Bei YouTube findet man informative Motion Graphics, z. B. Cinematics, eine von Vimeo als Staff Pick veröffentlichte Animation, die Filmklassiker in chronologischer Reihenfolge darstellt.
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