MJPEG-Dateien enthalten Videoinhalte, die beispielsweise von IP-Kameras oder Camcordern aufgenommen wurden. Sie bestehen aus einer Auswahl komprimierter JPEG-Bilder, die zu einem vollständigen Video zusammengefügt wurden.
Mit dem Videokomprimierungsstandard wird jedes Bild eines Videostreams als JPEG-Bild komprimiert. Eine MJPEG-Datei ist also im Prinzip eine Sammlung von Bildern, die zu einer Videobewegungssequenz zusammengefügt wurden.
Durch die Einzelkompression jedes Bildes kannst du einen Videoclip im MJPEG-Format bildgenau zuschneiden, ohne es Recodieren zu müssen. Dadurch entsteht im Gegensatz zu MPEG eine von der Bewegung des Bildes unabhängige Qualität. Mit Formaten wie MPEG ist eine bildgenaue Bearbeitung nur innerhalb von sogenannten I-Frames (Schlüsselbildern) möglich.