Einführung: Das Motiv mit kinoreifer Beleuchtung in Szene setzen
[Cyn Lagos]: Sind deine Fotos zwar schön, wirken aber noch nicht wie die Hauptrolle?
Machen wir aus einem ganz netten Bild etwas Kinoreifes – mit ein paar Tricks beim Licht in Photoshop für Mobile, die du für jedes Foto anwenden kannst.
Hallo, ich bin Cyn Lagos.
Ich bin Künstlerin und beschäftige mich mit Medien wie Design, Foto und Video.
Und heute bin ich deine visuelle Mentorin.
Fangen wir an.
Zuerst hole ich mein Motiv ins Rampenlicht, mit einer zeitlosen Technik: Vignettierung.
Tippe in Photoshop für Mobile auf „Licht und Farbe“ und dann auf „Effekte“.
Hier findest du die Option „Vignette“.
Ziehe den Regler nach links, um die Umgebung abzudunkeln.
So hebst du dein Motiv sofort vom Hintergrund ab und erzeugst einen natürlichen Spotlight-Effekt.
Der Blick der betrachtenden Person wird auf dem hellsten Bildbereich gelenkt, also genau auf dein aufgehelltes Motiv.
Und so wird das Ganze noch besser:
Tiefe hinzufügen, um das Motiv vom Hintergrund abzusetzen
Dupliziere dein Bild, und gehe dann zu „Bereich auswählen“.
Tippe jetzt auf den Hintergrund, damit er separat bearbeitet werden kann.
Bei aktivierter Hintergrundebene klickst du auf „Effekte“ und dann auf „Weichzeichnen“.
Das erzeugt sofort einen Tiefeneffekt, der dein Motiv hervorhebt und den Hintergrund verschwimmen lässt.
Wenn du mehr Dynamik möchtest, versuche es mit dem radialen Weichzeichner, der einen Bewegungseffekt hinzufügt.
Zeit für den Kurveneffekt.
Mit Kurven Stimmungen erzeugen: Licht- und Farbeinstellungen
Ja, das heißt tatsächlich Kurve.
Du gelangst über die Einstellungsebenen dorthin.
Hier kannst du das Licht regulieren.
Ich will, dass das Bild insgesamt heller wirkt, also ziehe ich die Kurve oben im Raster, um die Lichter zu verstärken.
Und das Beste: Die Lichter und Tiefen lassen sich nach Farbe justieren.
Experimentiere mit den Rottönen, mit Grün oder Blau, und verschiebe die Kurve – besonders am oberen Ende, sodass die Farbe durch die helleren Bildbereiche hindurch scheinen kann.
So passt du nicht nur die Helligkeit an, sondern gibst auch die Stimmung vor: warm und romantisch oder kühl und stylish.
Du siehst, wie die Lichtgebung deine Story mit mehr Tiefe erzählt.
Das Motiv bleibt im Fokus, und alles andere tritt in den Hintergrund.
Ich persönlich ziehe die Kurve in einem Farbkanal gerne von unten, nur ein bisschen, um die Tiefen zu tönen.
Das ist subtil, gibt aber wirklich die Stimmung vor.
Das war’s.
Wenn deine Fotos das nächste Mal etwas flach wirken, brauchst du keine neue Kamera.
Du brauchst nur eine neue Bearbeitungsmethode.
Probiere sie aus, während du auf deinen Kaffee wartest, und spiele die Schritte nach.
Gib deinem Motiv die Hauptrolle – jedes Mal. [lacht]
