Wie sich Mitarbeitende an KI am Arbeitsplatz anpassen.
Da sich die Arbeitswelt durch die rasante Verbreitung künstlicher Intelligenz (KI) schnell verändert, stellt sich die Frage, wie du mit dieser technologischen Revolution umgehst. Wir haben dazu vor Kurzem eine Befragung von 1008 Mitarbeitenden in den USA in verschiedenen Branchen und Unternehmensgrößen durchgeführt, die zu überraschenden Erkenntnissen bezüglich der Auswirkungen von KI auf die täglichen Arbeitsaufgaben, die Produktivität sowie die Zufriedenheit am Arbeitsplatz geführt hat.
Dieser Artikel liefert dir Einblicke, wie KI dir Zeit sparen und neue Fähigkeiten fördern kann, wie sie deinen Arbeitsalltag neu gestaltet und welche gemischten Gefühle sie bei Mitarbeitenden auslöst. Dabei schauen wir uns an, wie sich die Integration von KI auf Arbeitsabläufe auswirkt, welche Sorgen es in Bezug auf die Arbeitsplatzsicherheit gibt und wie viel Zuversicht oder Unbehagen du und andere Mitarbeitende einer von KI geprägten Zukunft entgegenbringen.
Wichtigste Erkenntnisse
● 51 % der Mitarbeitenden haben den Eindruck, dass KI ihre täglichen Arbeitsaufgaben erleichtert hat.
● 33 % der Mitarbeitenden berichten von einer besseren Work-Life-Balance und 25 % stellen eine verbesserte psychische Gesundheit fest. Fast 10 % leiden jedoch aufgrund von KI bei der Arbeit unter verstärkten psychischen Problemen.
● Insgesamt berichteten Mitarbeitende, dass sie dank der KI-Integration im Durchschnitt 1,7 Stunden täglich (8,5 Stunden wöchentlich) bei der Arbeit einsparen.
● 38 % der Mitarbeitenden berichteten von einer gestiegenen Arbeitszufriedenheit seit der Integration von KI.
● Dank der Integration von KI am Arbeitsplatz haben 67 % der Mitarbeitenden gelernt, wie sie KI dazu anleiten können, sich an ihre jeweiligen Bedürfnisse anzupassen.
Überblick
Umgestaltung von Arbeitsabläufen.
Die Integration von KI in Arbeitsprozesse hat die Herangehensweise der Mitarbeitenden an ihre täglichen Aufgaben und Verantwortlichkeiten erheblich verändert. In diesem Abschnitt wird der Einfluss von KI auf die Arbeitseffizienz und Produktivität in verschiedenen Branchen und auf unterschiedlichen Unternehmensebenen untersucht.
KI-Tools, die nahezu jeden Arbeitsablauf unterstützen – vom Programmieren über das Erstellen von Präsentationen aus Text bis hin zum Verfassen von Blogbeiträgen – haben die Arbeitsprozesse für viele der von uns befragten Menschen optimiert. Mehr als die Hälfte der Befragten (51 %) gab an, dass KI ihre täglichen Arbeitsaufgaben erleichtert hat. Der Einfluss war besonders stark bei Mitarbeitenden in der Technologiebranche (70 %), im Marketing (67 %) und im Einzelhandel (59 %), die am ehesten von diesem Vorteil profitiert haben.
Die Auswirkungen der KI-Integration variierten je nach Organisationsebene und Generation. Führungskräfte berichteten häufiger als ihre Mitarbeitenden von erleichterten täglichen Aufgaben. 62 % der Führungskräfte stellten Verbesserungen fest, verglichen mit 47 % der Mitarbeitenden.
Die Integration von KI in die Arbeitsabläufe führte ebenfalls zu erheblichen Zeiteinsparungen, wobei die Befraghten berichteten, dass sie im Durchschnitt 1,7 Stunden täglich, also 8,5 Stunden wöchentlich, einsparen. Auch Generationenunterschiede wurden hierbei deutlich: Mitarbeitende der Gen Z (von denen 70 % generative KI-Tools nutzen) berichteten von den größten täglichen Zeiteinsparungen, im Durchschnitt zwei Stunden täglich (10 Stunden wöchentlich). Im Vergleich dazu haben Millennials 1,7 Stunden täglich eingespart, Generation X 1,5 Stunden und Babyboomer 1,3 Stunden.
Gesteigerte Produktivität und Effizienz wurden in Unternehmen aller Größen beobachtet, mit einem minimalen Vorteil für kleinere Organisationen. Der Prozentsatz der Mitarbeitenden, die sich mit KI-Tools produktiver und effizienter fühlen, variierte je nach Unternehmensgröße:
● Kleinstunternehmen (1–9 Mitarbeitende): 66 %
● Kleinunternehmen (10–49 Mitarbeitende): 64 %
● Mittelgroße Unternehmen (50–249 Mitarbeitende): 63 %
● Großunternehmen (250+ Mitarbeitende): 61 %
Diese Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial von KI, die Effizienz und Produktivität am Arbeitsplatz in verschiedenen Bereichen und Organisationsstrukturen zu steigern.
Auswirkungen auf Arbeitszufriedenheit und Sicherheit.
Die Integration von KI in Arbeitsprozesse kann Jobs einfacher und effizienter gestalten. Indem KI Aufgaben vereinfacht und repetitive Arbeiten automatisiert, hilft sie Mitarbeitenden, sich auf das zu konzentrieren, was sie am besten können – und steigert so sowohl die Zufriedenheit als auch das Wohlbefinden am Arbeitsplatz.
Seit KI-Tools Teil ihrer Arbeitsabläufe geworden sind, berichten 33 % der Befragten von einer verbesserten Work-Life-Balance und 25 % stellen eine verbesserte psychische Gesundheit fest. KI-Tools haben außerdem bei insgesamt 38 % der Mitarbeitenden zu größerer Arbeitszufriedenheit geführt. Obwohl sich 36 % der Mitarbeitenden um die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze sorgten, berichteten nur 7 % von einer verschlechterten Arbeitszufriedenheit und weniger als 10 % waren von einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit durch die Integration von KI betroffen.
Der positive Einfluss von KI wurde in kleineren Organisationen deutlicher. 42 % der Befragten aus mittleren, kleinen und Mikro-Unternehmen berichteten von erhöhter Arbeitszufriedenheit im Vergleich zu 34 % in großen Unternehmen. Zu den Branchen, in denen am häufigsten von verbesserter Arbeitszufriedenheit berichtet wurde, gehören die Technologiebranche (57 %), Marketing (48 %) und der Einzelhandel (38 %). Das sind gleichen drei Bereiche, in denen auch am häufigsten die Aussage getroffen wurde, dass KI die Arbeit erleichtert habe.
Optimierung der Arbeitsabläufe.
Da KI am Arbeitsplatz immer weiter an Bedeutung gewinnt, müssen sich Mitarbeitende anpassen und neue Fähigkeiten in diesem Bereich entwickeln. Zu diesem Zweck schauen wir uns zunächst einmal an, wie Mitarbeitende auf die durch KI veranlassten Veränderungen reagieren und welche Unterstützung sie dabei von der Unternehmensleitung erhalten.
Die Mehrheit der Befragten (67 %) hat seit der Integration erfolgreich gelernt, KI mithilfe geeigneter Prompts erfolgreich an laufende Veränderungen von Betriebsprozessen anzupassen. Das zeigt, dass die Fähigkeit, erfolgreich mit den neuen Tools umzugehen, bei den derzeitigen Mitarbeitenden durchaus weitverbreitet ist. Diese Anpassungsfähigkeit zeigt sich in einem hohen Maß an Selbstvertrauen: Fast drei Viertel der Mitarbeitenden (74 %) sind zuversichtlich, was ihre Fähigkeit angeht, sich an zukünftige, durch KI ausgelöste Veränderungen anzupassen. Mitarbeitende in der Technologiebranche und im Bildungswesen zeigten besonders hohes Selbstvertrauen, wobei sich 83 % bzw. 77 % in der Lage fühlen, sich an durch KI veranlasste Veränderungen anzupassen.
Allerdings weisen nicht alle dieses Selbstvertrauen auf. Ein Zehntel der Befragten gab an, dass sie sich hinsichtlich der Veränderungen durch KI am Arbeitsplatz unsicher fühlen. Obwohl KI in der Lage ist, die Erstellung von Marketinginhalten auf viele Arten zu beschleunigen (einschließlich der sekundenschnellen Generierung von Bildern), waren es gerade Marketingprofis, die bezüglich ihrer Fähigkeit, sich anzupassen, am häufigsten Bedenken äußerten (14 %).
Für die Unternehmensleitung gibt es eine wirksame Möglichkeit, diese Unsicherheit zu verringern: die gezielte Unterstützung der Mitarbeitenden durch Weiterbildungen. Insgesamt haben 82 % der Befragten eine solche Unterstützung erhalten, dies fiel allerdings je nach Unternehmensgröße unterschiedlich aus. Im Folgenden findest du die Prozentsätze der Mitarbeitenden, die von ihrer Unternehmensleitung Unterstützung erhalten haben:
● Kleinstunternehmen (1–9 Mitarbeitende): 69 %
● Kleinunternehmen (10–49 Mitarbeitende): 80 %
● Mittelgroße Unternehmen (50–249 Mitarbeitende): 82 %
● Großunternehmen (250+ Mitarbeitende): 86 %
Diese Ergebnisse machen deutlich, dass der Anpassungsprozess an KI am Arbeitsplatz weiter voranschreitet: Die meisten Mitarbeitenden nehmen die Veränderungen an und fühlen sich dabei von ihrer Unternehmensleitung unterstützt. Allerdings hätten viele mehr Unterstützung und Schulung benötigt, insbesondere in kleineren Unternehmen und im Marketingbereich, wo die Zuversicht weniger ausgeprägt war.
Arbeitsabläufe mit KI neu gestalten.
Die Integration von KI am Arbeitsplatz bietet Vorteile, stellt aber auch Herausforderungen dar. Obwohl viele Mitarbeitende KI problemlos angenommen haben und von höherer Produktivität sowie größerer Arbeitszufriedenheit profitieren, kämpfen andere weiterhin mit Sorgen um die Arbeitsplatzsicherheit und psychische Gesundheit. Zudem unterscheiden sich die Auswirkungen von KI je nach Branchen, Unternehmensgröße und Tätigkeitsbereichen, sodass verstärkt auf maßgeschneiderte Ansätze zur KI-Implementierung und Unterstützung benötigt werden.
Die Zukunft der Arbeit hat bereits begonnen – und KI ist der Schlüssel zum Erfolg für dich, für alle Mitarbeitenden und das gesamte Unternehmen. Wie bei jeder neuen Technologie sind Anpassungsfähigkeit und kontinuierliches Lernen entscheidend, um dich erfolgreich in einem Arbeitsumfeld behaupten zu können, das sich rasant verändert.
Methodik
Für diese Kampagne haben wir 1008 berufstätige Menschen in den USA befragt, um ihre Meinungen über die Auswirkungen von KI als Teil ihrer Arbeitsabläufe zu erforschen. Von diesen arbeiteten 49 % in Großunternehmen (250+ Mitarbeitende), 25 % in mittelgroßen Unternehmen (50–249 Mitarbeitende), 17 % in Kleinunternehmen (10–49 Mitarbeitende) und 9 % in Kleinstunternehmen Unternehmen (1–9 Mitarbeitende).
Hier die Aufschlüsselung nach Branchen:
● Informationstechnologie: 25 %
● Gesundheitswesen: 15 %
● Bildungswesen: 14 %
● Einzelhandel: 11 %
● Finanzen: 11 %
● Marketing: 8 %
● Regierungssektor: 6 %
● Bauwesen: 6 %
● Gastronomie und Gastgewerbe: 5 %
Hier die Aufschlüsselung nach Generationen:
● Generation Z: 15 %
● Millennials: 55 %
● Generation X: 25 %
● Babyboomer: 4 %
Die Prozentsätze ergeben aufgrund von Rundungen nicht genau die Summe 100.
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